24.11.2015

Pressemitteilung Kreative Ideen rund um die Abfallvermeidung

„Nutzen statt Besitzen – Zum Wegwerfen zu schade“ – Ganz im Sinne des Mottos der Europäischen Woche der Abfallvermeidung steht eine Ausstellung im Foyer des Miltenberger Landratsamts. Schülerinnen und Schüler aus zwölf Schulen des Landkreises zeigen noch bis Freitag, welche kreativen Ideen sie zu diesem Thema entwickelt haben.

Bei der Ausstellungseröffnung am Montagmorgen freute sich Landrat Jens Marco Scherf sehr über die vielen positiven Rückmeldungen aus den Schulen, nachdem die Kommunale Abfallwirtschaft am Landratsamt die Bildungseinrichtungen im Frühsommer mit der Bitte um Teilnahme an der Ausstellung angeschrieben hatte. Zahlreiche Schulen behandelten das Thema im Unterricht und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Schülerinnen und Schüler verarbeiteten die vielen Facetten des Themas Abfallvermeidung in Form von Ausstellungsstücken. Diese Werke zeigen, was mit Abfall passieren kann, der oft achtlos weggeworfen wird. Man kann daraus beispielsweise Musikinstrumente bauen, Spielgeräte herstellen, Dekorationsartikel basteln oder Gebrauchsgegenstände herstellen.

Als „tolle und vielseitige Ausstellung“ würdigte der Landrat die vielen Werke und freute sich, dass die jungen Schülerinnen und Schüler auf diese Weise ihren Beitrag zur Abfallvermeidung und der Wiederverwendung geleistet haben. Ziel der vielen öffentlichen Aktionen sei es, Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung aufzuzeigen und für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt zu werben. Dass die Kommunale Abfallwirtschaft in diesem Jahr besonders junge Menschen um ihre Beteiligung bat, war für Scherf nur konsequent: „Der Grundstein für einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt, verbunden mit Ressourcenschonung und Abfallvermeidung, muss schon in jungen Jahren gelegt werden.“ Da in den Schulen auch das Thema Umwelterziehung im Lehrplan steht, wolle man dieses Potenzial nutzen und unterstützen. Positiv hob Scherf auch den Einsatz der Schulen hervor, wenn es beispielsweise um die Flursäuberungsaktionen geht. Den Dank für das Zustandekommen der gelungenen Ausstellung richtete der Landrat nicht nur an die jungen Künstler, sondern auch an das Team der Kommunalen Abfallwirtschaft und das Staatliche Schulamt für die Unterstützung.

Mit lange anhaltendem Applaus belohnten die zahlreichen Schüler, Lehrer und Bürgermeister zwei Vorträge von Schülerinnen und Schülern der Collenberger Grundschule. Sie sangen unter Gitarrenbegleitung von Lehrer Erich Kohlhepp zwei Lieder: das „Lied vom Müll“ und das „Lied vom Müllsortieren.“ Kohlhepp erklärte, dass früher beispielsweise die Mülltrennung nicht existiert habe. Viel Müll sei vermieden worden, da die Produkte auf lange Haltbarkeit ausgelegt waren. Mittlerweile habe das Thema Müll auch Eingang in den Lehrplan der Schulen gefunden, sagte Kohlhepp. Im Heimat- und Sachkundeunterricht würden die Kinder an das Thema herangeführt und mit Besuchen in der Müllumladestation Erlenbach und der Kreismülldeponie Guggenberg vertieft.
Folgende Schulen zeigen noch bis Freitag, 27. November, ihre Werke im Foyer des Landratsamts: Grundschule Collenberg, Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld, Janusz-Korczak-Schule Elsenfeld, Mozart-Grundschule Elsenfeld, Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach, Grund- und Mittelschule mit offener Ganztagsschule Faulbach, Grundschule Kirchzell, Dr.-K.-Wiegand-Grundschule/Mittelschule Klingenberg, Grund- und Mittelschule Leidersbach, Albert-Liebmann-Schule Miltenberg, Johannes-Hartung-Realschule Miltenberg und Grund- und Mittelschule Wörth. „Alle Klassen bekommen zudem 50 Euro für die Klassenkasse“, kündigte Landrat Jens Marco Scherf an, ehe er bei einem Rundgang die Werke in Augenschein nahm. 

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Begeistert von den Schülerwerken zum Thema „Nutzen statt Besitzen – Zum Wegwerfen zu schaden“ zeigte sich Landrat Jens Marco Scherf beim Ausstellungsrundgang im Foyer des Landratsamts. 

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Das „Lied vom Müll“ und das „Lied vom Müllsortieren“ trugen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Collenberg vor großem Publikum vor; Lehrer Erich Kohlhepp begleitete sie an der Gitarre. 

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Ein richtiger Hingucker ist diese adventliche Dekoration aus Abfall.

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