27.08.2015

Pressemitteilung Scherf und Hermann thematisieren Radverkehr und Brückenbau

Im Rahmen seiner Sommertour hat der baden-württembergische Landesverkehrsminister Winfried Hermann am Dienstag auch den Landkreis Miltenberg besucht. Mit dem Rad fuhr er, begleitet von Neckar-Odenwald-Landrat Achim Brötel, dem Hardheimer Bürgermeister Volker Rohm und rund 30 Mitgliedern der Interessensgemeinschaft (IG) Mühlenradweg, von Hardheim nach Riedern.

An der bayerisch-baden-württembergischen Landesgrenze wurden die Radfahrer von Landrat Jens Marco Scherf, Eichenbühls Bürgermeister Günther Winkler sowie mehreren Eichenbühler Gemeinderäten und Bürgern empfangen – an einem Schlagbaum, den Winkler hatte eigens aufstellen lassen. Maut musste die Delegation aus dem Badischen allerdings nicht bezahlen, denn die Kooperation zwischen den beiden Bundesländern trägt gute Früchte. Vor allem in Sachen Verkehr ist durch den gerade fertig gestellten Radweg zwischen Riedern und Hardheim eine gute Verbindung für Radfahrer geschaffen worden, durch den Bau der Mainbrücke zwischen Freudenberg und Kirschfurt sollen die guten Beziehungen der beiden Bundesländer weiter verfestigt werden.

Kein Wunder also, dass bei den Gesprächen der Politiker am Rande der Radtour der Verkehr das bestimmende Thema war. Wie Eichenbühls Bürgermeister Günther Winkler freute sich auch Manfred Böhrer von der IG Mühlenradweg über den fertiggestellten Radweg. 30 Jahre lang habe man auf den Lückenschluss gewartet, nun endlich sei es geschafft, zeigte er sich zufrieden. „Gottseidank haben wir Gehör gefunden“, verwies er auf die Anstrengungen der IG. Das sah auch Winfried Hermann so, der den Lückenschluss als „schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“ bezeichnete. Er führte die Leitlinien der Verkehrspolitik in Baden-Württemberg auf und zeigte, wie man dank neuer Haushaltstitel den Radwegausbau forciere. Ihm sei es wichtig, dass Radwege nicht nur für die touristische Nutzung ertüchtigt werden, sondern dass sie auch für den Alltagsverkehr tauglich sind, sagte Hermann. Landrat Jens Marco Scherf ergänzte, dass auch dem Landkreis Miltenberg das Radwegenetz sehr wichtig sei. Der Landkreis Miltenberg plane derzeit in Absprache mit den Gemeinden eine Evaluation aller Radwege im Kreis mit dem Ziel, Schwachstellen aufzuzeigen, zu beseitigen und den Bürgerinnen und Bürgern ein durchgehendes und gut ausgebautes Radwegenetz bereitzustellen.

Auch die geplante Mainbrücke zwischen Freudenberg und Kirschfurt wurden im Gespräch zwischen Scherf und Hermann thematisiert. Scherf hatte sich mit Hermann bereits in Stuttgart getroffen, um über die Realisierung der Brücke zu reden. Die Kommunen in der Region seien sich laut Landrat einig, dass sie diese Brücke brauchen – auch als Einzelprojekt ohne die einst favorisierte Lösung in Kombination mit einem Tunnel in Freudenberg. Dies werde so auch vom bayerischen Innenministerium gesehen, vorbehaltlich einer klaren Aussage der betroffenen Kommunen, führte Scherf aus. Zwar werde ab und an in der Bevölkerung Unmut laut, dass sich nichts mehr tue, das sei aber nicht so, sagte Scherf. „Hinter den Kulissen wird eifrig daran gearbeitet, dass das Projekt im Frühjahr 2016 zur Planungsreife gelangt“, verdeutlichte der Landrat die Tatsache, dass eine Brückenplanung viel Zeit braucht.
Winfried Hermann zufolge werde das Projekt in der laufenden Legislaturperiode in Baden-Württemberg keinen Niederschlag mehr finden, dafür aber im nächsten Fünfjahresplan, der von 2016 bis 2021 gelten wird. Der Verkehrsminister signalisierte aber grundsätzliche Zustimmung zum Brückenbau.

Ohne Probleme durfte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (rechts) den Schlagbaum an der bayerischen Landesgrenze passieren: Eichenbühls Bürgermeister Günther Winkler (links) und Landrat Jens Marco Scherf sorgten für freie Fahrt.
Ohne Probleme durfte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (rechts) den Schlagbaum an der bayerischen Landesgrenze passieren: Eichenbühls Bürgermeister Günther Winkler (links) und Landrat Jens Marco Scherf sorgten für freie Fahrt.

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