01.12.2015

Pressemitteilung Sei stark – sag NEIN zu Gewalt!

Mobbing, häusliche Gewalt, Diskriminierung, Vergewaltigung – Gewalt kann viele Gesichter haben. Im Rahmen des „Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt an Frauen“ wird weltweit am 25. November auf das Schicksal vieler Frauen hingewiesen. Hintergrund für den jährlich begangenen Gedenktag ist ein Ereignis von 1960. Damals wurden in der dominikanischen Republik die drei Schwestern Mirabal von Militärangehörigen entführt, vergewaltigt und schließlich ermordet.

Menschenrechtsorganisationen organisieren bereits seit 1981 am 25.November Veranstaltungen, die auf die Einhaltung der Menschenrechte für Frauen und Männer hinweisen. Die Vereinten Nationen initiierten den 25.November schließlich 1999 als Internationalen Gedenktag.

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Auch im Landkreis Miltenberg fanden aus diesem Anlass verschiedene Kooperationsveranstaltungen von Kommunaler Jugendarbeit und Gleichstellungsstelle zur Gewaltprävention statt. Den Auftakt machte das interaktive Theater zum Thema Mobbing und Gewalt von thevo - Theater von Menschen für Menschen aus Nürnberg. Bereits im Vorfeld sind die Schüler der Barbarossa Mittelschule Erlenbach mit ihrer Jugendsozialarbeiterin Franziska Englert in das Thema eingestiegen. Hierzu wurden Materialien der Aktion Jugendschutz e.V. verwendet. Mit sogenannten „Wenn ich-Karten“ wurden die Schüler für das Thema sensibilisiert.

Des Weiteren wurde gemeinsam mit dem Jugendhaus St. Kilian ein Selbstbehauptungstraining für Mädchen durchgeführt. Angeleitet wurden die Mädchen von der Diplom-Soziologin Sandra Bauer-Böhm. Sie lernten, sich verbal zu behaupten und zur Wehr zu setzen. Außerdem lernten sie ihre eigenen körperlichen Grenzen zu spüren, um diese gegebenenfalls auch zu schützen.

Damit es gar nicht erst zu Gewalt kommt, wurde auch der präventive Ansatz in der Arbeit mit Jungen verfolgt. In der TV Turnhalle in Erlenbach fand eine Schulung für Fachkräfte der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und der Schulen statt. Die Methoden und Inhalte von „Gewaltprävention mit Jungen durch Kampfesspiele“ wurden den Teilnehmenden durch „Aktives Lernen“ näher gebracht. Der geschlechtsspezifische Ansatz zielt darauf ab Jungen zu befähigen sich mit ihren eigenen Gefühlen auseinander zu setzen, ihre männliche Kraft und Aggression positiv einzusetzen und im Kontakt mit anderen fair zu bleiben.

Die Veranstaltungen wurden von den zahlreichen Teilnehmenden durchweg positiv bewertet. 

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