11.03.2015

Pressemitteilung Ausschuss spricht sich für Wertstoffhof in Bürgstadt aus

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Energie, Natur und Umweltschutz in ihrer Sitzung am Montag dafür ausgesprochen, dass der Landkreis in die Planung für einen dritten Wertstoffhof in Bürgstadt geht.

Der Kreistag hatte im Oktober 2014 beschlossen, im Raum Miltenberg einen weiteren Wertstoffhof für Abfälle aus Haushalten und für die Annahme von haushaltsüblichen Mengen zu errichten. Damit will der Landkreis die Summe der erfassten Wertstoffe steigern, den Bürgern einen besseren Service bieten und den Wertstoffhof Erlenbach entlasten. Laut Wolfgang Röcklein, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft am Landratsamt, habe man vier Standorte untersucht. Übrig geblieben seien Großheubach und Bürgstadt. Mit der bautechnischen und planungsrechtlichen Standortuntersuchung sei das Büro IBU (Tauberbischofsheim) beauftragt worden.

Dessen Vertreter Christoph Faulhaber führte ausführlich durch das Bewertungssystem, das Punkte für verschiedene Kriterien vergab. In Großheubach handelt es sich um ein Gelände an der Umgehungsstraße nahe der Gärtnerei Müssig, in Bürgstadt um ein Areal im Industriegebiet zwischen Staatsstraße 2309 und dem Natursteinbetrieb Heim in der Industriestraße. Faulhaber verglich die beiden Standorte hinsichtlich der Umsetzbarkeit des Baus, der Erschließung und dem Nutzungsgrad. In die Berechnungen flossen viele Zahlen ein – unter anderem Flächenbedarf, Erschließungskosten, Entfernungen zu den Gemeinden und den anderen Wertstoffhöfen in Erlenbach und Guggenberg. In der Punkteverteilung des Fachbüros lag der Standort Großheubach knapp vorne, der Ausschuss für Energie, Natur- und Umweltschutz sprach sich aber für Bürgstadt aus.

In mehreren Wortbeiträgen wurde deutlich, dass für die Kreisräte die Nähe zum schlecht versorgten Südspessart wichtig war. Aber auch die Tatsache, dass das Gelände in Bürgstadt schneller zu bebauen wäre – in Großheubach fehlt noch der sogenannte Knoten III an der Umgehung – wurde von den Befürwortern der Lösung genannt. Die Verantwortlichen haben nach ihrem Beschluss, den Standort Bürgstadt als Priorität zu beplanen, aber noch einiges zu tun: Sie müssen unter anderem noch Grundstücksverhandlungen führen und dabei auch die vom Grundstückseigentümer bereits privat vorgenommenen Erschließungskosten klären.

Der eigentliche Bauplan wird dem Ausschuss vorgelegt, sobald er vorliegt. Wolfgang Röcklein plädierte aber bereits jetzt dafür, sowohl die Anlieferflächen als auch die Containerstandplätze zu überdachen. Auf diese Weise könne man das anfallende Oberflächenwasser sauber halten und versickern lassen.

Gelände für den Wertstoffhof Bürgstadt

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