21.05.2015

Pressemitteilung Sabine Farrenkopf neue Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt

Seit 1. März 2015 ist die 35-jährige Sabine Farrenkopf neue Gleichstellungsbeauftragte für den Landkreis Miltenberg. Am Montag hat sie sich in der Sitzung des Kreistags vorgestellt. Für das kommende Jahr sind einige Veranstaltungen geplant. Insbesondere ist es Frau Farrenkopf ein Anliegen, das Berufswahlverhalten von Frauen zu verändern. Deshalb möchte sie Broschüren für Jungen und Mädchen mit geschlechtsuntypischen Ausbildungsberufen auflegen, in denen auch konkrete Ansprechpartner in den Betrieben der Region genannt werden. Passend dazu gibt es eine Ausstellung des Deutsch Frauenrates mit dem Titel „Who cares?“, der sich den in erster Linie von Frauen ausgeübten sogenannten Sorgeberufen und den damit verbundenen Problemen widmet. Sie wird im Foyer des Landratsamtes zu sehen sein. Farrenkopf wird sich auch dem demographischen Wandel zuwenden, und zwar wird sie sich der Frage zuwenden, welche Faktoren den Landkreis Miltenberg für junge und gut ausgebildete Frauen zu einem attraktiven lebens- und Arbeitsmittelpunkt machen. 

Des Weiteren hat sich der Kreistag mit der Änderung der Naturpark-Verordnung des Landschaftsschutzgebietes „Naturpark Bayerischer Odenwald“ befasst. Mit Schreiben vom 28.04.2015 hat der Bezirk von Unterfranken den Landkreis aufgefordert zum Verfahren zur Ausweisung von Ausnahmezonen für Windkraftanlagen im Landschaftsschutzgebiet Bayerischer Odenwald Stellung zu nehmen. Die Unterlagen können bis einschließlich 17.06.2015 im Landratsamt Miltenberg im Raum 115b eingesehen werden. Während der Auslegungsfrist können Bedenken und Anregungen beim Landratsamt Miltenberg oder bei der Anhörungsbehörde dem Bezirk von Unterfranken schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden. Eine ausführliche Behandlung wird nach Vorliegen der Fachstellungnahmen in der nächsten Kreistagssitzung am 18.06.2015 erfolgen. 

Einstimmig folgte der Kreistag der Empfehlung des Jugendhilfeausschusses und beschloss die Einrichtung einer halben Stelle für Jugendsozialarbeit an der Berufsschule Miltenberg-Obernburg. Begründet wird der Bedarf mit der Einrichtung einer berufsvorbereitenden Klasse für junge Asylbewerber und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die aufgrund ihrer Lebenssituation und häufig traumatischer Vorerfahrungen sozialpädagogischer Unterstützung bedürfen. Zunehmend wird die Schule auch von Schülerinnen und Schülern besucht, die eine frühzeitige Unterstützung bei der Problembewältigung und der Stabilisierung ihrer beruflichen und sozialen Integration benötigen. 

Mit 30 zu 27 Stimmen beschloss der Kreistag, am Förderprogramm „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilzunehmen und die Einrichtung einer auf drei Jahre befristeten Stelle für Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring zu prüfen, um für die Bildungsregion personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen. 

Die Änderung der Sparkassensatzung, der zufolge der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse nur noch beratendes Mitglied des Sparkassenverwaltungsrates sein darf, wurde ebenfalls angenommen. 

Der Haushalt 2015 wurde von der Regierung von Unterfranken ohne Beanstandungen genehmigt. Mit einer Kreisumlage in Höhe von 43 % liegt der Landkreis Miltenberg deutlich unter dem Landes- und Bezirksdurchschnitt, konkret hat der Landkreis Miltenberg im bayernweiten Vergleich mit der fünftniedrigsten Kreisumlage auch im Jahr 2015 einen Spitzenplatz.

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