18.05.2015

Pressemitteilung Investitionen in Brand- und Katastrophenschutz

Über 500.000 € hat der Kreistag im Rahmen des Haushalts 2015 für notwendige Anschaffungen im Brand- und Katastrophenschutz bereitgestellt. Der Kreisausschuss hat nun in seiner Sitzung am Mittwoch zahlreiche Beschaffungen für den Brand- und Katastrophenschutzes im Rahmen des Beschaffungsprogramms 2015 genehmigt bzw. dem Kreistag empfohlen.

Kreisbrandrat Meinrad Lebold begründete im Gremium die Notwendigkeit der Anschaffungen. Größte Investition ist die Anschaffung eines Versorgungslastwagens, der rund 195.000 Euro kosten dürfte. Dieser Lastwagen, der in Kleinheubach stationiert werden soll, hat Lebold zufolge besondere Bedeutung für den Katastrophenschutz. So soll der Wagen unter anderem in der Lage sein, im Hochwasserfall Wasserhöhen von bis zu 75 Zentimeter durchfahren zu können. Vom Freistaat sei eine Zuwendung von 38.900 Euro zu erwarten, sagte der Kreisbrandrat. Abzuwarten sei hierfür aber das Inkrafttreten der neuen technischen Baurichtlinie des Innenministeriums, die in Kürze erwartet werde. Aufgrund der Kosten von über 150.000 Euro muss der Kreistag über die Anschaffung entscheiden; der Kreisausschuss empfahl die Investition.

Einstimmig sagte der Ausschuss Ja zur Anschaffung eines Hilfeleistungssatzes für den Rüstwagen Großheubach (rund 35.000 Euro, 6.000 Euro Förderung), zur Ersatzbeschaffung von Gasmesstechnik auf diversen Fahrzeugen (rund 18.000 Euro) und zur Beschaffung von drei Dekon-Duschen. Diese werden rund 10.000 Euro kosten; Landrat Scherf soll dem wirtschaftlichsten Bieter den Auftrag erteilen.

Nachdem das Konzept zur künftigen Ausstattung der Führungskräfte der Feuerwehr mit Einsatzleitmitteln vorliegt, sprach sich der Kreisausschuss auf Empfehlung von Kreisbrandrat Lebold für die Anschaffung eines Kleinbusses aus. Diese rund 90.000 Euro teure Investition soll den bisherigen Opel Frontera (Kennzeichen: MIL-LK 112) ersetzen. Auch hier soll der Landrat nach der Ausschreibung dem wirtschaftlichsten Bieter den Zuschlag geben.

Ja sagte das Gremium auch zur geplanten Anschaffung eines Abrollbehälters „Hochwasser“, der aus einem Abrollcontainer mit Zubehör sowie einer Sandsackfüllanlage besteht. Gerechnet wird mit Kosten von 49.000 Euro. Auch ein Abrollbehälter „Materialverladung“ für geschätzte 16.000 Euro soll gekauft werden. Der Landrat wurde ermächtigt, auch in diesen Fällen nach der Ausschreibung dem wirtschaftlichsten Anbieter den Auftrag zu erteilen.

Für Landrat Jens Marco Scherf steht fest, dass der Landkreis Miltenberg im Brand- und Katastrophenschutz alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt. „Wir sind für jeden erdenklichen Katastrophenfall gerüstet“, sagte er und führte aus, dass der Kreis im Zusammenwirken mit anderen Hilfsorganisationen auch in einem sogenannten Grünbuch weitere Szenarien durchspiele und Lösungen erarbeitet hat sowie diese ständig den sich ändernden Anforderungen anpasse.
© 2011 Landratsamt Miltenberg | Brückenstr. 2 | 63897 Miltenberg | Tel: 09371 501-0
Fernwartung