22.06.2015

Pressemitteilung Potenzial der Photovoltaik weiter heben

Vom Stand der Umsetzung der insgesamt 41 Maßnahmen im Rahmen des integrierten Energie- und Klimakonzepts hat der Klimaschutzmanager der Region, Marc Gasper, dem Kreistag berichtet.

19 Maßnahmen seien in der Umsetzung, zehn in Vorbereitung, fünf abgeschlossen, sagte er. Als Erfolg wertete Gasper das regionale 500-Dächer-Solarprogramm, das mittlerweile sogar vielfach kopiert werde. Damit wolle man das große Potenzial der Photovoltaik nutzen, sagte er und nannte Zahlen. So sei die jährliche Strommenge aus Photovoltaik im Landkreis Miltenberg seit 2009 fast verdoppelt worden. Mittlerweile gebe es auch mehrere Energieversorger, die vergleichbare Programme auflegten. Die Nachfrage nach Energiespeichern steige mit den fallenden Preisen, wusste Gasper.
Er rechnet in Kürze mit der Fertigstellung des Solarpotenzial-Katasters. Dieses ermöglicht auf Grundlage der frei zugänglichen Luftbilder für jedes Anwesen eine Aussage, wie geeignet ein Gebäude für die Gewinnung von Sonnenenergie ist. Die Arbeiten hätten sich zwar länger als gedacht hingezogen, so Gasper, dafür seien sie deutlich günstiger als geschätzt. Zurzeit liefen auch Anstrengungen, Bürger-Sonnenkraftwerke in der Region zu entwickeln; die Prüfung von Pilotprojekten laufe.

Als „kleines, aber spannendes Projekt“ bezeichnete der Manager ein Kooperationsprojekt mit der Pfarreien-Gemeinschaft Sulzbach und der Hochschule Aschaffenburg. Gasper ging auch auf das Programm zum betrieblichen Mobilitätsmanagement, Mobil.Pro.Fit, ein und stellte die vielfältigen Anstrengungen zur Energieberatung vor. Damit wolle man erreichen, die Sanierungsquote privater Haushalte zu erhöhen. Die Beratungen vor Ort seien sehr erfolgreich, ergänzte Kreisbaumeister Andreas Wosnik.

Die strategische Zusammenarbeit mit den kommunal getragenen Agenturen in Bayern, diverse Veranstaltungen und Workshops sowie die Entwicklung des kommunalen Energiemanagements waren weitere Punkte in Gaspers Vortrag. Abschließend bot er einen Ausblick auf die nächsten Vorhaben – unter anderem ein Energieberatertreffen, einen Zukunftskongress „Energieautarkes Bauen“ und eine Veranstaltung zur E-Mobilität am Bayerischen Untermain in Kooperation mit dem Kompetenznetz E-Mobilität und regionalen Autohäusern.

Für Landrat Jens Marco Scherf steht fest: „Wir müssen mehr Schub in die Photovoltaik bringen.“ Er maß deshalb der Energieberatung großen Stellenwert bei, denn es sei wichtig, den Bürgern das richtige Know-How zur Verfügung zu stellen. Auch die E-Mobilität müsse weiter im Fokus der Anstrengungen liegen, stellte er fest und kündigte hierzu einen Runden Tisch im Landkreis Miltenberg nach dem Sommer an, um die nächsten Schritte z.B. bezüglich E-Tankstellen zu koordinieren.
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