22.06.2015

Pressemitteilung Mit Kauf heimischen Honigs die Kulturlandschaft erhalten

Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen sind die mittlerweile fünften Regionalen Genusstage am Bayerischen Untermain am Sonntag zu Ende gegangen. Vom 12. bis einschließlich 21. Juni lockte das kulinarische Programm rund um regionale Produkte zahlreiche Besucher an. Landrat Jens Marco Scherf ließ es sich am Sonntag nicht nehmen, im Hobbacher Landschulheim selbst Honig zu schleudern und abzufüllen.

Wer sich für die Arbeit der Imker und deren wichtige Arbeit für den Erhalt der Natur interessiert, konnte am Sonntag während des Tag der offenen Tür im Landschulheim im Eschauer Ortsteil Hobbach an zahlreichen Ständen Wissenswertes erfahren. Die Kinder konnten unter Anleitung Kerzen aus Bienenwachs herstellen, interessante Einblicke in ein Bienenvolk boten sich bei der Präsentation eines Volks hinter Glas. Rege genutzt wurde auch der Bau von Nisthilfen für Wildbienen: Die Naturschützer der Vogel- und Naturschutzgruppe Dettingen stellten Holzstücke bereit, in die mit einem Bohrer Löcher hineingebohrt wurden. Diese Löcher dienen den Wildbienen als Brutkammern.

Muskelkraft mussten Besucher beim Kurbeln der gläsernen Schleuder aufwenden, damit der Honig aus den Waben geschleudert werden und durch ein Sieb seinen Weg in die bereit gestellten Gläser finden konnte. Angeleitet von Hermann Bürgin (Landschulheim), löste Landrat Jens Marco Scherf seine Aufgabe souverän und durfte als Erinnerung ein Glas des von ihm geschleuderten süßen Lebensmittels nach Hause nehmen. Scherf stellte vor zahlreichen Zaungästen darüber hinaus die wertvolle Arbeit der Imker – laut Matthias Meidel (Kreisimker) etwa 280 im Landkreis Miltenberg – für die Kulturlandschaft heraus. Er forderte alle Besucher auf, bei ihren Kaufentscheidungen Produkte aus der Region zu bevorzugen. „Wir Verbraucher entscheiden am Ende, was produziert wird“, zeigte Scherf die Macht der Verbraucher auf. Dies zu verdeutlichen, sei auch das Ansinnen der Genusstage. Mit dem Kauf von regional erzeugten Produkten sei schließlich auch Genuss verbunden, stellte der Landrat fest und bezeichnete den Honig als „ein wunderbares Stück Heimat“. Dass die Landschaft durch den Verzehr regionaler Produkte erhalten wird, stellte Markus Seibel (Initiative Bayerischer Untermain) fest.

Neben weiteren Aktionen zum Motto „Erlebniswelt Bienen“ vermittelte der Vortrag von Dr. Stefan Berg (Leiter des Fachzentrums Bienen Veitshöchheim) wichtige Informationen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Honigbiene hat. Ohne die fleißigen Insekten würde sich das Landschaftsbild entscheidend verändern, so eine Erkenntnis aus Bergs Referat. Anne Wischemann, Wildlebensraumberaterin am Fachzentrum für Agrarökologie am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Karlstadt, ging am Ende des Vortrags auf Möglichkeiten ein, was die Landwirtschaft für die Bienen tun kann und stellte das bayerische Kulturlandschaftsprogramm vor.

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Mit Muskelkraft bediente Landrat Jens Marco Scherf die gläserne Honigschleuder, aufmerksam beobachtet von (von rechts) Dr. Stefan Berg (Fachzentrum Bienen), Matthias Meidel (Vorsitzender des Imker-Kreisverbands Miltenberg-Obernburg) und Hermann Bürgin (Landschulheim). 

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Landrat Jens Marco Scherf durfte ein Glas des von ihm geschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.

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