18.05.2015

Pressemitteilung Sicherheitslage im Landkreis Miltenberg weiter auf überdurchschnittlich hohem Niveau

„Zur hohen Lebensqualität im Landkreis Miltenberg trägt neben den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeitsmarktsituation auch die Sicherheitslage bei. Das überdurchschnittlich hohe Niveau konnte nicht zuletzt auch auf Grund der guten Zusammenarbeit aller zuständigen Institutionen aufrechterhalten werden.“ Mit diesen Worten äußerten sich die Leiter der Polizeiinspektionen Obernburg und Miltenberg, Polizeioberrat Manuel Rösch und erster Polizeihauptkommissar Bernhard Wenzel übereinstimmend zum Sicherheitsbericht 2014.

Im jährlichen Sicherheitsgespräch erläuterten die Polizeivertreter im vergangenen Monat Landrat Jens Marco Scherf die polizeilichen Erkenntnisse zur Sicherheitslage im Landkreis. Dieser zeigte sich hoch erfreut über die Situation im Landkreis und auch über die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Landratsamt.

Wiederum stieg die Zahl der Verkehrsunfälle im Vergleich um 1,5 Prozent zum Vor-jahr leicht an. Diese Entwicklung ist jedoch vor dem Hintergrund stetig steigender Zulassungszahlen im Landkreis Miltenberg zu sehen. Die Anzahl der Verletzten stieg um 3,17 Prozent auf 521. Im Jahr 2014 haben sich acht tödliche Verkehrsunfälle ereignet. Dabei starben 10 Menschen und damit sieben mehr als im Vorjahr. So viele Unfalltote waren zuletzt vor sieben Jahren zu beklagen. Erfreulicherweise reduzierte sich die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle um knapp 5 Prozent. Die Zahl der Alkoholunfälle ging um 10,2 Prozent zurück. Die Beteiligung älterer Verkehrsteilnehmer an Unfällen hat wie in den letzten zehn Jahren auch 2014 wieder zugenommen.

Häufigste Unfallursachen waren neben Fehlern beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit und ein ungenügender Sicherheitsabstand. Je schneller gefahren wird, desto häufiger geschehen Unfälle bzw. schwerer sind die Folgen. Seit Jahren sind Geschwindigkeitsüberschreitungen und nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache Nr. 1 bei den Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten oder Toten, insbesondere auf den Landstraßen. Darüber hinaus wirkt sich eine zu hohe Geschwindigkeit auch bei anderen Hauptunfallursachen mitursächlich und folgenerschwerend aus. Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine Senkung der Durchschnittsgeschwindigkeit um 1km/h zu einer Reduzierung der Unfälle um 4 % führt.

Die Polizeiinspektion Miltenberg und Obernburg verwenden so genannten Laserpistolen, um stationäre Überwachungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durchzuführen. Bei Lasermessungen im vergangenen Jahr wurden 513 Verkehrsteilnehmer mit einem Bußgeld zur Anzeige gebracht und 341 mit einem Verwarnungsgeld verwarnt.

Positive Sicherheitslage
Die nach bundeseinheitlichen Richtlinien erstellte Kriminalstatistik 2014 bestätigt für das vergangene Jahr erneut eine äußerst positive Sicherheitslage für den Landkreis Miltenberg. Der Spitzenwert von 2013 konnte zwar nicht erreicht werden. Die Aufklärungsquote liegt jedoch auch 2014 bei überdurchschnittlichen 71,7 Prozent (Unterfranken: 68,7 Prozent, Bayern: 64,4 Prozent, Landkreis Aschaffenburg 65,4 Prozent). Die Gesamtzahl der verübten Straftaten ist 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gefallen. Im Landkreis Miltenberg lag die „Pro-Kopf-Kriminalitätsbelastung“ ca. 23 Prozent niedriger als der unterfränkische Durchschnitt, wobei der Regierungsbezirk Unterfranken die niedrigsten Kriminalitätsbelastungen in Bayern ausweist. Dies verdeutlicht laut den Inspektionsleitern Rösch und Wenzel das hohe Sicherheitsniveau im Landkreis.

Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen vordringlich
Wie beide betonten, gehöre zu den herausragenden Aufgaben der Polizei die Be-kämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität. 2014 kam es zu 58 Einbruchsdieb-stählen. Im Vergleich zum Vorjahr sei hier kaum eine Veränderung zu verzeichnen. Im Gesamtbereich Unterfranken sei aber eine Erhöhung der Fallzahlen zu beobachten. Landrat Scherf war sich mit Rösch und Wenzel einig, dass es auch in diesem Jahr wieder vordringliche Aufgabe der Polizei sei, die Bevölkerung zu sensibilisieren und Möglichkeiten der Sicherung von Wohnungseigentum aufzuzeigen. Für Fragen zum Einbruchsschutz steht Ihnen die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Polizeiinspektion Aschaffenburg, Lorbeerweg 1, 63741 Aschaffenburg, Telefon: 06021 857-1830, Email: kpi.aschaffenburg@polizei.bayern.de gerne zur Verfügung.
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