05.10.2015

Pressemitteilung Einbürgerungsfeier für 23 neue deutsche Staatsbürger

„Wir sind Deutschland“, so fasste Deniz Hizmetci ihre Eindrücke von der traditionellen Einbürgerungsfeier im Landratsamt Miltenberg zusammen. Die im Landkreis Miltenberg geborene und in Obernburg lebende Studentin der Goethe-Universität Frankfurt erklärte in ihrem Grußwort für die 23 Eingebürgerten, was aus ihrer Sicht Integration bedeutet: Partizipation, also die aktive Beteiligung an der Bürgergesellschaft. Deniz Hizmetci motivierte alle neuen deutschen Staatsbürger, sich aktiv und ehrenamtlich zu engagieren.
Bürgermeister Peter Maurer (Sulzbach) forderte die Eingebürgerten in seinem Grußwort auf, ab sofort alle Bürgerrechte in Anspruch zu nehmen, aber selbstverständlich auch die staatsbürgerlichen Pflichten in Anspruch zu nehmen. Das aktive und passive Wahlrecht biete die Möglichkeit, politische und gesellschaftliche Entwicklungen zu beeinflussen und mitzugestalten. Vor allem wünscht sich Maurer mehr Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund in den Stadt- und Gemeinderäten und dem Kreisparlament. Wem dies nicht liegt, der möge sich doch wenigstens in den Parteien engagieren. Viele Probleme wären so leichter zu wahrzunehmen und zu lösen. Weitere Beispiele für staatsbürgerliches Engagement seien die Tätigkeit als Wahlhelferin bzw. Wahlhelfer oder auch der Besuch von Bürgerversammlungen.

Landrat Jens Marco Scherf hatte die 23 Damen und Herren anlässlich ihrer Einbürgerung mit den Zeilen von Hermann Hesse begrüßt: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: „Was bedeutet es, die deutsche Staatsbürgerschaft zu anzunehmen? Neben der Sprache und dem „Hier in Deutschland auf Dauer leben“ bedeutet es ganz besonders ein ausdrückliches „Ja“ zu unserer Werteordnung und damit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit seiner freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“
Scherf betonte, dass die Grundrechte auch Verpflichtung sind: „Wir schützen und ermöglichen die Entfaltung der Persönlichkeit nicht zum Selbstzweck, denn die Gesellschaft lebt vom Einsatz des einzelnen: Unsere Demokratie braucht Interesse und Anteilnahme des einzelnen genauso wie das ehrenamtliche Engagement. Ob als Jugendbetreuer in einem Sportverein, in einem Musikverein, ob als Aktiver in der Feuerwehr, beim BRK oder beim THW, ob in der Nachbarschaftshilfe, als Pate für einen Jugendlichen oder in einem der Helferkreise für unsere Flüchtlinge. Unsere Gesellschaft lebt davon, dass die Menschen die Freiheit nutzen, ihre Talente und Begabungen in die Gemeinschaft einzubringen.

Nach dem Bekenntnis der Bewerber überreichten Scherf und gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, Bürgermeister Günther Oettinger, moderiert von Gerald Rosel, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, Urkunden an insgesamt 23 Eingebürgerte aus der Türkei (12), Rumänien und Thailand (je zwei) Italien, Kasachstan, Kolumbien, Kosovo, Madagaskar sowie Ukraine und Vereinigte Staaten (je eine/r).

Musikalisch begleitet wurde die Einbürgerungsfeier vom Saxophonquartett der Fränkischen Rebläuse. Nach dem gemeinsamen Singen des Deutschlandlieds schloss sich ein Empfang an.

Nach der Einbürgerungsfeier stellten sich die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Landrat Jens Marco Scherf (links) und dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, Günther Oettinger (rechts), zum Gruppenfoto.
Nach der Einbürgerungsfeier stellten sich die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Landrat Jens Marco Scherf (links) und dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, Günther Oettinger (rechts), zum Gruppenfoto.

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