25.07.2017

Pressemitteilung Veranstaltungen Geo-Naturpark Aktuell - Ausgabe Halbjahr 2017

Obernburg am Main: Römersommer XVII mit umfangreichem Programm (17. Juni bis 17. September 2017)

Die Römerstadt Obernburg am UNESCO-Welterbe Limes macht in diesem Sommer ihre reiche Geschichte auf besondere Weise erlebbar: Unter dem Titel „Römersommer XVII“ präsentiert sie in Zusammenarbeit mit dem StadtMarketing-Verein und dem Förderkreis Mainlimes-Museum seit dem 17. Juni - und noch bis zum 17. September 2017 - eine spannende, informative und originelle Veranstaltungsreihe. So werden die römischen Verhältnisse am Mainlimes durch die Erlebnis-Ausstellung „Legionäre Roms“ des Veranstalters „Mules of Marius“ in der Kochsmühle wieder lebendig. Das Begleitprogramm zur Ausstellung vertieft Wissen und Erleben zur römischen Epoche. Sonntägliche Führungen durch das römische Obernburg sowie Besuche im Römermuseum schaffen zudem ein
Bewusstsein dafür, welche Zeugnisse dieser Zeit im Stadtbild zu finden sind oder unter dem Pflaster der Straßen verborgen lagen.

Am 7. Juli wartet ein weiteres Highlight: ein Römisches Gastmahl im Rosengarten der Stadt entführt die Teilnehmer kulinarisch in
längst vergangene Zeiten. In diese können sie auch am 19. und 20. August in den Mainanlagen eintauchen und den römischen Militäralltag in einem Kohortenlager anschaulich und eindrucksvoll kennen lernen. Das erste Septemberwochenende steht dann ganz
im Zeichen der schönsten und lustigsten Römerfilme, die in einem Open-Air-Kino auf dem Kirchplatz präsentiert werden.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet der Main-Limes-Markt, der am Wochenende des 16. und 17. September in den Mainanlagen ein reichhaltiges Programm sowie historische Darstellungen von Akteuren und Vereinen aus der Region bietet.

Geo-Naturparktag, „Klingender Steinbruch“ und Geopark-Fotoausstellung im Rahmen des Jubiläums „1200 Jahre Mömlingen“
Auf einen weiteren Höhepunkt des Jubiläumsjahres können sich Musikfreunde am 23. September freuen. Der „Klingende Steinbruch“, ein Konzertabend im Steinbruch Königswald, ist zahlreichen Besuchern weit über den Kreis Miltenberg hinaus noch in lebhafter Erinnerung. In diesem Jahr lädt die „Italienische Nacht“, die im Rahmen des Kulturwochenherbsts stattfindet, zu einem Musikerlebnis der
ganz besonderen Art ein. Das kurzweilige Programm reicht von verträumten Sopranarien bis hin zu gefühlvollen Duetten. Kurz: ein großartiger Abend mit italienischen Klassikern aus „La Traviata“, „Norma“, „Tosca“ und vielen anderen Meisteropern. Die Gesangssolisten und das Kammerensemble garantieren eine geballte Ladung an mitreißenden Melodien – von Programm,
Moderation und Musik werden sicher nicht nur Opernliebhaber begeistert sein. Vor dem Konzertabend, der um 20:00 Uhr startet, sowie in der Pause erwarten die Gäste phantasievolle Klang- und Tanzinstallationen entlang des Weges sowie regionale Köstlichkeiten – und dies alles inmitten 250 Millionen Jahre alter, illuminierter Sandsteinwände wirkungsvoll in Szene gesetzt. Konzertkarten unter http://kulturwochen.landratsamt-miltenberg.de.

Und schließlich wird am ersten Adventswochenende (25. November), an dem der Mömlinger Adventsmarkt startet, die Geopark-Fotoaustellung „Landschaft erleben“ eröffnet. Die 28 großformatigen Bilder laden zu einer Entdeckungsreise durch die Region ein und präsentieren die Einzigartigkeit von Erdgeschichte, Natur, Mensch und Kultur zwischen Rhein, Main und Neckar. Die Ausstellung wird in mehreren Räumlichkeiten rund um die neu gestaltete Ortsmitte und die Umweltpädagogische Station „Adam-Otto-Vogelhaus zu sehen sein, sodass die Besucher sowohl räumlich als auch virtuell eine kleine Entdeckungsreise unternehmen können.

Dr. Jürgen Jung, Burglandschaft e.V.: Mein Lieblingsort – die Gotthardsruine
bei Weilbach/Amorbach Seit 2011 arbeitet Dr. Jürgen Jung für den Verein Burglandschaft e.V.. Dessen Ziel ist es, die historisch bedeutenden Bauwerke Region Odenwald und Spessart zu beleuchten und für den sanften Tourismus in Wert zu setzen. Dabei arbeitet er mit dem Geo-Naturpark sowie mit dem Archäologischen Spessart-Projekt zusammen. Dieses führt entsprechende wissenschaftliche Grabungen durch und schafft damit die Grundlage für die nachhaltige Präsentation der Bodendenkmäler. Ein ausgezeichnetes Beispiel hierfür ist die Gotthardsruine bei Weilbach/Amorbach, Lieblingsort von Jürgen Jung: „ Als eine Art Kegelberg ragt der Gotthardsberg, angeschlossen an den Höhenzug des Sommersberges, in das Mudtal hinein und überragt die Talniederung um etwa 150 m. Eine ideale Position für die Burg „castrum francenberg“, die bereits 1168 auf Geheiß von Friedrich Barbarossa niedergelegt werden musste. Im Anschluss wurde ein Frauenkloster errichtet, das bereits 1244 wieder aufgelöst wurde. Zwischenzeitlich wollten die Herren von Dürrn erneut eine Burg errichten, bevor wiederum ein Klosterbetrieb, angeschlossen an die Abtei in Amorbach eingerichtet wurde. Zerstört wurde die Anlage schließlich 1525, als Götz von Berlichingen mit seinen Truppen in Amorbach lagerte. Heute noch ist der Rest der dreischiffigen Basilika erhalten, die nach einem Blitzschlag im 18. Jahrhundert ein neues Dach erhielt. Auch wurde der nördlich angeschlossene Treppenturm zu einem Aussichtsturm erhöht. Von hier aus hat man einen eindrucksvollen Blick auf die umgebenden Höhen des Odenwaldes und in gleich 7 Täler (Mud, Morre, Weilbach, Ohrnbach, Otterbach und Billbach). Man überschaut eine über 1000-jährige Kulturlandschaft um Amorbach und Weilbach und erkennt in der Ferne sogar das Kloster Engelberg im Maintal bei Großheubach. Eine Reihe von Infomaterialien, eine Geopunkt-Tafel des Geo-Naturparks und eine Internetseite bieten die Möglichkeit, tief in die Geschichte der Gotthardsruine einzutauchen und die eindrucksvolle Landschaft auf sich wirken zu lassen. Der Gotthardsberg ist ein besonders stimmungsvoller Ort, der zum Innehalten und Nachdenken einlädt - und besonders geschichtsträchtig dazu. Als begeisterter Mittelalterdarsteller tritt man am Gotthard gerne noch einmal seine persönliche Zeitreise an und lässt dessen Geschichte am besten im Originalgewand auf sich wirken - etwa als Ritter des Erzbischofs zu Mainz …“ 

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