18.08.2015

Pressemitteilung Erste Flüchtlinge sind eingetroffen

Am Montag gegen 13.15 Uhr sind die ersten von bis zu 200 Flüchtlingen in der Realschulturnhalle Miltenberg angekommen. Mit dem Bus aus Schweinfurt kamen zumeist jüngere Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, darunter viele Familien mit Kindern. Mit einem Informationsschreiben waren die Anwohner in der direkten Umgebung bereits am Freitag über die Ankunft informiert worden. Zur Ankunft der Flüchtlinge waren auch stellvertretender Landrat Thomas Zöller und Miltenbergs Bürgermeister Helmut Demel gekommen.

Nach einem ersten Gesundheitscheck im Bus, den Mitarbeiter des Roten Kreuzes und des Gesundheitsamts vornahmen, wurde jeder der 51 Flüchtlinge mit einem blauen Band ausgestattet, das ihn in den ersten Tagen eindeutig identifiziert. Erschöpft und häufig nur mit einer Plastiktüte in der Hand aus dem Bus steigend, wurden die Flüchtlinge zunächst mit Wasser, Obst und Brot verpflegt.

Mit Hilfe einiger Dolmetscher erklärte Sozialamtsleiter Manfred Vill den Asylsuchenden den Ablauf der Registrierung, die Familien mit Kindern waren zuerst an der Reihe. Zunächst wurden sie im Büro des Ausländeramts registriert, fotografiert und mit einem Ausweis ausgestattet, der ihnen den Zugang zur Flüchtlingsunterkunft ermöglicht. Mit einem Laufzettel in der Hand, führte der Weg anschließend zum Gesundheitsamt. Hier wurden die Flüchtlinge auf ihren körperlichen Zustand untersucht. Notfalls stehe auch das Krankenhaus in Erlenbach bereit, erklärte Gesundheitsamtsleiter Dr. Erwin Dittmeier.


Diese Hygienebeutel mit Kamm, Seife und Zahnbürste helfen den Flüchtlingen über die ersten Tage.
Diese Hygienebeutel mit Kamm, Seife und Zahnbürste helfen den Flüchtlingen über die ersten Tage.

Im Büro des Sozialamts stellten die Mitarbeiter des Amts danach fest, ob die Flüchtlinge weiteren Bedarf haben – etwa im Fall von Schwangerschaften. Dort bekamen sie auch Handtücher sowie Hygienebeutel mit Kamm, Zahnbürste, Seife und Duschgel, die ihnen über die ersten Tage helfen sollen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialamts kümmern sich aber auch um Kleidung, wenn hierfür Bedarf erkennbar ist. Anschließend bekommen die Flüchtlinge ihren Platz in der Halle zugewiesen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts werden vor allem in den ersten Tagen tagsüber stets vor Ort sein, ebenso wie zahlreiche Helferinnen und Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes.
Auch die Caritas ist in der Realschulhalle vor Ort, wie Wolfgang Härtel erklärte. Rund 30 Ehrenamtliche, darunter pensionierte Lehrer und Erzieherinnen, wollen helfen, freute er sich. Zusammen mit ihnen will er es möglich machen, dass morgens und nachmittags für einige Stunden Kinderbetreuung angeboten wird.

Auf diesen Feldbetten verbringen die Flüchtlinge in den nächsten sechs Wochen die Nächte.
Auf diesen Feldbetten verbringen die Flüchtlinge in den nächsten sechs Wochen die Nächte.

Den Helferinnen und Helfern in der Realschulturnhalle stehen bei ihrer Arbeit mehrere Dolmetscher zur Verfügung, die in den Sprachen Arabisch, Farsi, Albanisch, Russisch und Englisch die Kommunikation sicherstellen sollen. Auf Seiten des Landratsamts sind neben zahlreichen erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ämter auch alle Auszubildenden im Einsatz.

Das Landratsamt weist nochmals darauf hin, dass der Zugang zur Unterkunft nur mit Sonderausweis möglich ist. Dies wird von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes kontrolliert. Freiwillige Helfer können sich bei Wolfgang Härtel (Telefon: 09371 978945, E-Mail: w-haertel@caritas-mil.de) melden. Wer gewaschene Handtücher zur Verfügung stellen möchte, kann diese beim Sozialamt im Landratsamt Miltenberg, Zimmer 2600 abgeben. Kleider, Schuhe, Spielsachen und Buggys für die Asylsuchenden nimmt der BRK-Laden Kreuz & Quer in Obernburg, Kreßstraße 2, Tel. 06022 508 39 39 an.

Im Dauereinsatz in der Realschulturnhalle: Hausmeister Roman Förtig und Judith Appel, Sachbereichsleiterin Sozialpädagogischer Fachdienste am Landratsamt.
Im Dauereinsatz in der Realschulturnhalle: Hausmeister Roman Förtig und Judith Appel, Sachbereichsleiterin Sozialpädagogischer Fachdienste am Landratsamt.

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