15.07.2015

Pressemitteilung Lob für ehrenamtliches Engagement im Rotkreuzladen

Seit genau fünf Jahren gibt es den Rotkreuzladen in der Obernburger Kreßstraße und mittlerweile ist er nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Aus Anlass dieses kleinen Jubiläums hatte BRK-Kreisgeschäftsführer Edwin Pfeifer nicht nur seine rund 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen eingeladen, auch Prominente wie Landrat Jens Marco Scherf, Obernburgs Bürgermeister Dietmar Fieger sowie der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Heinz-Peter Kehrer und BRK-Vorsitzender Dr. Thomas Rothaug gaben sich die Ehre und arbeiteten im Lager und an der Kasse mit.

Kaum einer der Gäste hatte bislang den Blick hinter die Kulissen des Ladens geworfen, wo sich ein großes Lager befindet und ein Großteil der Arbeit erledigt wird: Die aus den Kleidungscontainern entnommenen Kleider werden hier begutachtet und nach Sortimenten und Größen sortiert. Keine einfache Aufgabe, wie die Gäste erkennen mussten. Erschwerend kommt hinzu, dass mancher Mitbürger die Rotkreuzcontainer als Entsorgungscontainer missbraucht. Genau das sind sie aber nicht, stellten BRK-Vorsitzender Rothaug und Bürgermeister Fieger fest: In die Container solle vielmehr gut erhaltene Kleidung, die sauber und gewaschen ist. Im Rotkreuzladen kann die Ware dann verkauft werden.

Kreisgeschäftsführer Pfeifer bescheinigte dem Laden, der rasch Resonenz in der Bevölkerung gefunden habe, eine tolle Entwicklung. Der Laden, der ausschließlich mit Ehrenamtlichen betrieben wird, habe 24 Stunden pro Woche geöffnet, erklärte Pfeifer. „Wir sind von Anfang an von den Bürgern überrollt worden“, bilanzierte er. Durch das ehrenamtliche Engagement und die gute Miete könne man sehr gute Preise bieten. Am Tag gingen zwischen 400 und 700 Teile über die Ladentheke, wusste Pfeifer, pro Tag kämen zwischen 90 und 140 Kunden. Angelieferte Artikel, die nicht mehr verkauft werden können, würden aussortiert und gingen direkt in die Altkleiderverwertung. Viel habe man vor allem in der Anfangszeit dem Einsatz von Monika Schnabel und Doris Klug zu verdanken, stellte der Geschäftsführer fest, der sich über ein tolles Team freute. Der Laden stehe vermutlich vor Veränderungen, kündigte Pfeifer an, da das Haus, in dem sich der Laden befindet, von der Stadt Obernburg verkauft wird. Allerdings habe man noch einen Mietvertrag, der bis Ende April 2016 läuft. „Es wird weitergehen“, glaubt der Geschäftsführer.

Landrat Jens Marco Scherf dankte wie alle anderen Gäste den Ehrenamtlichen, die für den Erfolg des Ladens stehen. Es sei für ihn sehr interessant, das Projekt aus nächster Nähe sehen zu können, so der Landrat. Das Projekt sei zum einen ein soziales Projekt, das für den Zusammenhalt der Gesellschaft stehe. Zum anderen sehe man hier auch, wie nachhaltig gearbeitet wird und wie Kleidung nicht gleich entsorgt, sondern weiterverwendet wird. Scherf hoffte, dass das Projekt weitergehen möge.

„Was hier in den vergangenen fünf Jahren aufgebaut worden ist, ist fantastisch“, stellte der BRK-Kreisvorsitzende Dr. Thomas Rothaug fest. Der attraktive Mietpreis, den die Stadt Obernburg gemacht habe, habe dem Projekt sehr geholfen, dankte Rothaug Obernburgs Bürgermeister Dietmar Fieger. Fieger, auch Mitglied des BRK-Kreisvorstands, erklärte, dass die Stadt das Gebäude im Jahr 2008 gekauft habe, um ein Römermuseum darin einzurichten. Nachdem dieses Projekt gescheitert sei, werde man das in Toplage liegende Haus in Kürze verkaufen, kündigte Fieger an. Das Bieterverfahren sei weit fortgeschritten, sagte er. Ärzte und Büros sollten hier künftig Platz finden, sagte er. Die Stadt habe Interesse daran, für diese Premiumlage eine geeignete Nutzung zu finden. Der neue Eigentümer müsse dann entscheiden, wie es mit dem Rotkreuzladen weitergeht.

Stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Heinz-Peter Kehrer, der ebenfalls im Laden mithalf, zeigte sich sehr beeindruckt vom Umschlag der Waren. „Wenn man sieht, welche Logistik dahinter steckt, verdient das höchsten Respekt“, sagte er zu den Ehrenamtlichen. 

Eine anstrengende Arbeit ist das Sortieren der Ware im Rotkreuzladen Obernburg. Aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Ladens halfen (von links) Heinz-Peter Kehrer, Dietmar Fieger, Dr. Thomas Rothaug und Landrat Jens Marco Scherf im Lager mit.
Eine anstrengende Arbeit ist das Sortieren der Ware im Rotkreuzladen Obernburg. Aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Ladens halfen (von links) Heinz-Peter Kehrer, Dietmar Fieger, Dr. Thomas Rothaug und Landrat Jens Marco Scherf im Lager mit.

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