21.05.2015

Pressemitteilung Diskussion um den Neubau des südlichen Wertstoffhofs

Auf Antrag der CSU-Fraktion diskutierte der Kreistag am vergangenen Montag nochmals über den aktuellen Stand der möglichen Kosten und den bereits vom Fachausschuss einstimmig festgelegten möglichen Standort des südlichen Wertstoffhofs. Das Ansinnen der CSU-Fraktion, das Verfahren komplett neu aufzurollen, fand keine Zustimmung. Stein des Anstoßes war die in der Sitzung des Umweltausschusses am 4. Mai vorgestellte Kostenschätzung des Gutachtens Schmidt und Bechtle über circa 400.000 Euro. Diese Kostenschätzung bezog sich allerdings auf eine Minimallösung eines Wertstoffhofes von nur 800 Quadratmetern. Nach dem bisherigen Stand der Planungen soll der Wertstoffhof in Bürgstadt eine Gesamtfläche von bis zu 7400 Quadratmetern mit eine Nutzfläche von 6000 Quadratmetern haben, so der Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft Wolfgang Röcklein. Die Gesamtkosten würden sich damit auf 2,3 Millionen, die jährlichen Betriebs- und Unterhaltungskosten auf 241.000 Euro belaufen. Dies sei nicht hinnehmbar, so CSU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Reinhard. Bau und Betrieb des neuen Wertstoffhofs durch ein Privatunternehmen wurde von Röcklein kritisch gesehen, da neben rechtlichen Problemen bei der Gebührenerhebung in diesem Fall die Kostenumlegung auf die Müllgebühren nur schwer kalkulierbar sei. 

Schließlich fand der Vorschlag von Landrat Jens Marco Scherf einhellige Zustimmung, den Verlauf der Beratungen im Fachausschuss über die Größe des Wertstoffhofes abzuwarten, da dessen Ergebnis dann dem Kreistag zur Beratung und möglichen Beschlussfassung vorgelegt wird. 

Um den Mitgliedern des Kreistags Gelegenheit zu geben, sich von möglichen Varianten in Bezug auf Ausstattung und Kosten ein Bild zu machen, wurde die kurzfristig vond er Verwaltung ermöglichte Exkursion zu drei Wertstoffhöfen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Auf Grundlage der Eindrücke aus der Exkursion wird der Umweltausschuss im Herbst seine Beratungen fortsetzen.

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