31.07.2015

Pressemitteilung Sparkasse mit Ergebnissen des Jahres 2014 zufrieden

Keine spektakuläre, aber eine solide Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahrs hat der Vorstandsvorsitzender Sparkasse Miltenberg-Obernburg, Thomas Feußner, am Donnerstag dem Kreistag vorgelegt. Laut Feußner könne man mit den Ergebnissen, die in einem schwierigen Marktumfeld erzielt worden seien, zufrieden sein.

„Wir waren für unsere Kunden ein verlässlicher Partner“, stellte er fest und sprach trotz niedriger Zinsen von einem erfreulichen Kreditgeschäft. Trotz einer leicht rückläufigen Bilanzsumme – sie sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent – bleibe man Marktführer im Landkreis. Auch der Bilanzgewinn von 2,86 Millionen Euro liege leicht unter dem Wert des Jahres 2013. Das Eigenkapital habe man um 2,8 Prozent von 115 auf 118 Millionen Euro gesteigert.

Erfreulich sei das Kundengeschäft gelaufen, blickte Feußner zurück. So habe die Sparkasse 164 Millionen Euro neue Kredite vergeben; ein stolzer Zuwachs von 16 Prozent gegenüber den Werten des Vorjahres. Auf der anderen Seite sprach Feußner aber auch von „erheblichen und kräftigen Tilgungen.“ Die Kunden investierten kräftig in Immobilien, verwies der Vorstandsvorsitzende auf Immobilienkredite in Höhe von rund 65 Millionen Euro – acht Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Vom Bauspargeschäft dagegen habe man sich mehr versprochen, so Feußner, der hier von leichten Rückgängen sprach.
Im Bereich der Altersvorsorge mache sich positiv bemerkbar, dass die Sparkasse viele Berater speziell ausgebildet habe. So könne man sich über eine Verdopplung dieses Geschäftsvolumens freuen. Dass die Kunden ihrer Sparkasse vertrauen, sei auch am verwalteten Kundenvermögen ersichtlich, das sich auf über zwei Milliarden Euro belaufe und rund 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liege.
Geleistet werde dies von 530 Mitarbeitern, darunter 49 Auszubildende. Feußner gab auch zu bedenken, dass die Sparkasse mit in 2014 gezahlten 3,9 Millionen Euro Körperschafts- und Gewerbesteuer ein guter Steuerzahler sei und darüber hinaus durch Spenden und Sponsoring die Region mit über 350.000 Euro unterstützt habe.

Um sich in einem schweren Marktumfeld fit für die Zukunft zu machen, habe man auf das geänderte Kundenverhalten reagiert und mit einhelliger Zustimmung des Verwaltungsrats ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt. „Wir müssen schlanker und wendiger werden“, sagte Feußner und begründete das neue Filialkonzept, das die Schließung von Filialen und die Umwandlung von Filialen in Automatenstandorte umfasst. Die Situation habe man im Vorfeld genau analysiert – nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht, sondern unter anderem auch im Hinblick auf die geographische Lage und die Kundenfrequenz. So werde man künftiger mit weniger Geschäftsstellen vertreten sein, aber man werde das Serviceangebot – etwa mit einem Bargeld-Taxi und Bargeld-Agenturen – und die Servicezeiten der verbleibenden Geschäftsstellen erweitern. Die größte Geschäftsstelle sei aber das Internet, bezog sich der Vorstandsvorsitzende auf das sich ändernde Kundenverhalten.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem das neue Filialkonzept diskutiert, das von einigen Kreisräten kritisch gesehen, aufgrund der wirtschaftlichen Zwänge aber zumeist akzeptiert wurde. Unter anderem wurde die Frage gestellt, welche Verantwortung der Verwaltungsratsvorsitzende und die Verwaltungsratsmitglieder für das neue Filialkonzept tragen. Landrat Jens Marco Scherf stellte klar, dass alle Mitglieder des Verwaltungsrats kein imperatives Mandat hätten, sondern einzig und allein dem Wohl des Landkreises verpflichtet seien. Das Gremium habe in seiner Amtszeit stets diesem Anspruch genügt und sehr gut und sorgfältig gearbeitet, brach Scherf eine Lanze für das Gremium. „Wir haben eine hohe Verantwortung, dass unsere Sparkasse leistungsfähig bleibt“, stellte der Landrat klar. Auch Vorstandsvorsitzender Thomas Feußner sprach davon, dass im Verwaltungsrat keine politische Diskussion erfolgt sei, sondern die sachorientierte Arbeit im Vordergrund gestanden habe. „Die Schließungen sind schmerzlich, aber wirtschaftlich unvermeidbar“, brachte es ein Kreisrat auf den Punkt. Ein Kreisrat regte an, Gespräche mit den Raiffeisen- und Volksbanken zu führen, um an Standorten ohne Sparkassen-Automat gemeinsame Automaten zu betreiben.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden auch die Mithaftung der Sparkasse für die LBS und die Landesbank Bayern thematisiert sowie die Belastungen durch die Hypo-Alpe-Adria. „Die Bilanz der Sparkasse schirmt diese Risiken ab“, antwortete Thomas Feußner.
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