03.06.2019

Pressemitteilung Schnittlauch hegen und pflegen

Der Schnittlauch (Bot.: Allium schoenoprasum) ist eines der am häufigsten genutzten Kräuter. Ob großer Garten oder kleiner Balkon, Schnittlauch lässt sich flexibel anbauen und steht uns stets frisch zur Verfügung.

Regelmäßige Pflege und Schnitt
Schnittlauch bevorzugt dabei nährstoffreiche, nicht zu trockene und kalkhaltige Böden ohne Staunässe. Das Zwiebelgemüse benötigt für eine reiche und sich wiederholende Ernte während des Sommers immer wieder Wasser und Nährstoffe. Durch die Bayerische Gartenakademie wird hier die Gabe von stickstoffbetontem Flüssigdünger empfohlen. Eine Kompostgabe im zeitigen Frühjahr stellt die Grunddüngung dar.

Rostartige Flecken an den Halmen sind ein Zeichen für den Schnittlauchrost. Sollte dieser bei Ihren Pflanzen auftreten, sollten Sie den Schnittlauch komplett zurück schneiden. Die Halme sind nicht mehr für den Verzehr geeignet. Der Schnittlauch bildet an mehrjährigen Standorten ein dichtes Wurzelwerk aus. Dieses sollte von Zeit zu Zeit mit einem Kultivator aufgerissen werden, um den Wurzeln Platz zu schaffen. In der Folge bilden sich wieder Dichte Horste.

Als Würzkraut schneiden wir die bis 30 Zentimeter hohen Röhrenblätter heraus. Sortenabhängig sind diese sehr zart oder gröber. Beim Rückschnitt sollten etwa drei Zentimeter jedes Halms stehen bleiben.

Blüte und anschließende Pflegemaßnahmen
Aktuell können wir es vereinzelt in Kräuterbeeten und -spiralen beobachten. Unser Schnittlauch kann, sofern wir ihn lassen, auch blühen! Dies erfolgt ab Mitte Mai in Form von vielen kleinen Einzelblüten, sogenannte Scheindolden. Je nach Sorte sind die Blüten rosa und lila, jedoch gibt es auch Sorten mit rötlichen oder gar weißen Blüten. Insekten, wie Bienen, finden die Blüte besonders spannend und laben sich zumeist ausgiebig an dem reichhaltigen Nahrungsangebot. Daher ist es ratsam einen Teil des Schnittlauchs zur Blüte kommen zu lassen.

Die Blütenstängel werden in der Folge der Blütenbildung holzig. Sie können zwar noch verzehrt werden, i.d.R. sind diese auf Grund der Härte nur bedingt genießbar. Nach der Blüte sollte das alte Laub und die Blüten entfernt und der Boden mit Kompost angereichert werden, um das durchtreiben bis zum Herbst zu fördern.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Gabriel Abt unter Telefon 09371 501-582.
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