Informationen zur Schutzimpfung gegen COVID-19

 2021-05-12_Impf-Info Amtsblätter 

  1. Registrierung: Wie kann ich mich zur Impfung anmelden?
    Zuständig ist das Impfzentrum des Landkreises, zu dem Ihr Wohnsitz oder der Ort Ihres gewöhnlichen Aufenthalts gehört. Das gilt selbst dann, wenn ein anderes Impfzentrum näher oder besser zu erreichen ist. Die Anmeldung erfolgt bevorzugt online unter www.impfzentren.bayern. Sie benötigen hierzu eine E-Mail-Adresse, die von bis zu fünf Personen verwendet werden kann.
    Falls Sie sich auch mit Unterstützung durch Freunde und Familie nicht online registrieren können, steht Ihnen die Registrierung über die Hotline des Landkreises Miltenberg zur Verfügung. Diese erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und am Wochenende von 9 bis 14 Uhr unter der Rufnummer 09371 501-750.
  2. Terminvereinbarung: Wann werde ich geimpft?
    Nach erfolgreicher Registrierung werden Sie unter Berücksichtigung Ihrer Personen- und Gesundheitsdaten mittels eines bayernweit einheitlichen Programms (BayIMCO) priorisiert. Das örtlich zuständige Impfzentrum kann keinen Einfluss auf die Priorisierung und den Zeitpunkt der Impfung nehmen. Sobald Sie entsprechend Ihrer Einstufung zur Impfung anstehen, erhalten online registrierte Bürgerinnen und Bürger automatisch eine Aufforderung zur Vereinbarung eines Termins. Sollten Sie sich telefonisch registriert haben, werden Sie über Telefon zur Terminvereinbarung kontaktiert. Bitte beachten Sie, dass Sie zeitgleich den Termin zur Erst- und zur Zweitimpfung bestätigen und dass eine Änderung im Anschluss nicht mehr vorgesehen ist (siehe Frage 8). 
  3. Welche Unterlagen benötige ich zum Impftermin?
    Für die Anmeldung benötigen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis und Ihren Impfausweis, sofern vorhanden. Um den Ablauf vor Ort zu erleichtern, bitten wir Sie, im Zuge der Online-Terminvereinbarung bereits einen „Impfbogen zur Mitnahme bei Erstimpfung“ auf der Homepage des Registrierungsportales zu erstellen und ausgedruckt mitzubringen. Sofern Sie Ihren Termin telefonisch vereinbart haben, können Sie den Impfbogen auch handschriftlich ausfüllen.
    Bei Personen, die wegen ihres Berufes, wegen einer Erkrankung oder wegen sonstiger besonderer Umstände zur Impfung berechtigt sind, muss zusätzlich ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden. Hierzu eignen sich unter anderem: 
    • bei Arbeitnehmern eine unterschriebene Bestätigung des Arbeitgebers 
    • bei Selbstständigen zum Beispiel ein Nachweis der Mitgliedschaft im jeweiligen Dachverband, ein Nachweis der Zulassung der ausgeübten Tätigkeit, oder ein vergleichbares Dokument
    • bei pflegenden Angehörigen ein Bestätigungsschreiben der pflegebedürftigen Person (oder des gesetzlichen Vertreters), je nach Grund der Pflegebedürftigkeit z. B. mit dem Vordruck für pflegende Angehörige der Prioritätsgruppe 2 oder dem Vordruck für pflegende Angehörige der Prioritätsgruppe 3.
    • bei engen Kontaktpersonen einer Schwangeren ein Bestätigungsschreiben der Schwangeren.
    • zum Nachweis einer relevanten Erkrankung ein ärztliches Attest.
    • zum Nachweis anderer Umstände, die zur Impfberechtigung führen, entsprechend vergleichbare Dokumente
  4. Gemeinsame Impftermine: Kann ich mit meinem Partner/meiner Partnerin einen gemeinsamen Termin vereinbaren?
    Das Landratsamt Miltenberg hat keinen Einfluss auf die Priorisierung der Impflinge innerhalb des bayernweit einheitlichen Programms und kann daher keine impfwilligen Bürgerinnen und Bürger zur Terminvereinbarung vorschlagen. Deshalb können derzeit keine gemeinsamen Partnertermine vereinbart oder ortsbezogene Gruppen gebildet werden. Wenn beide Partner bereits eine Einladung zur Terminvereinbarung erhalten haben, steht es Ihnen jedoch frei, bei entsprechend freien Kapazitäten für beide Personen Termine an demselben Tag zu buchen.
  5. Wo werde ich geimpft?
    Zu Ihrer Impfung begeben Sie sich mit den oben genannten Unterlagen zum vereinbarten Termin zum Impfzentrum des Landkreises Miltenberg an der Helios-Klinik in der Breitendieler Straße 32, 63897 Miltenberg. Parkmöglichkeiten befinden sich entlang der Straße „Im Bruch“ im rückwärtigen Bereich der Klinik. Das Impfzentrum ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Buslinien 81 und 86 (Fahrpläne finden Sie unter www.vab-info.de) – erreichbar. Der Eingang zum Impfzentrum befindet sich an der Stirnseite des Containerbaus.
  6. Impfvorgang: Wie läuft die Impfung ab?
    Nach der Anmeldung am Check-In des Impfzentrums klärt Sie ein Arzt per Video im Wartebereich über die Impfung auf. Anschließend werden Sie in eine Impfkabine gebeten, wo Sie offene Fragen mit dem Impfarzt besprechen können. Sofern vor Ort keine Gegenanzeigen festgestellt werden, erhalten Sie Ihre erste Corona-Schutzimpfung. Danach sollten Sie im Nachbeobachtungsbereich circa 15 Minuten verweilen, um mögliche Reaktionen des Körpers beobachten zu können.
  7. Impfstoff: Was wird aktuell verimpft? 
    Derzeit werden Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca verwendet. Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer sowie Moderna enthalten einen kleinen Teil der Erbinformation des Coronavirus in Form von messenger-Ribonukleinsäure (kurz mRNA). Bei dem AstraZeneca-Impfstoff handelt es sich um einen sogenannten Vektor-Impfstoff, das heißt die Informationen des Corona-Virus werden mit Hilfe eines ungefährlichen und nicht vermehrungsfähigen zweiten Virus in die Körperzellen gebracht. Beide Technologien führen dazu, dass der Körper lernt, die Merkmale des Coronavirus zu erkennen und Abwehrkräfte dagegen aufzubauen. Weitere Informationen finden Sie in folgenden Aufklärungsmerkblättern. 
    Aufklärungsmerkblatt für Vektorimpfstoffe
    Aufklärungsmerkblatt für mRNA-Impfstoffe
    Jedem Termin ist eine Impfdosis eines bestimmten Herstellers zugeordnet, sodass ein Wechsel des Impfstoffes am Tag der Impfung nicht möglich ist – auch nicht nach Vorlage eines ärztlichen Attestes. Welchen Impfstoff Sie erhalten, erfahren Sie nach der Vereinbarung Ihres Impftermins online im Registrierungsportal der bayerischen Impfzentren oder bei telefonischer Terminvereinbarung über das Callcenter.
    Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca wird von der Ständigen Impfkommission derzeit nur für Personen über 60 Jahren empfohlen, sodass jüngeren Menschen bei der Terminvereinbarung automatisch Termine mit anderen Impfstoffen angeboten werden. Darüber hinaus ist derzeit keine Wahlmöglichkeit zwischen den Impfstoffherstellern vorgesehen. Gerne können Sie Fragen zu dem für Sie vorgesehenen Impfstoff im Gespräch mit dem Impfarzt klären. Sollten Sie die Impfung mit dem entsprechenden Produkt generell ablehnen, bitten wir Sie, Ihren Termin frühzeitig zu stornieren, sodass die hinterlegte Impfdosis einer anderen Person angeboten werden kann.
    Hintergrund:Nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin war eine leichte Häufung von Blutgerinnseln an untypischen Stellen (etwa im Kopfbereich), zum Teil in Verbindung mit Blutungen an anderer Stelle, aufgefallen. Es handelte sich um seltene Einzelfälle (ca. 1 von 100.000 Geimpften), meist bei Frauen unter 60 Jahren. Diesen Einzelfällen gegenüber steht der Nutzen der Impfungen, die schwere Erkrankungen und Todesfälle durch Covid-19 zu einem hohen Prozentsatz verhindern können und von der überwiegenden Mehrheit der Geimpften weltweit gut vertragen worden.
  8. Zweitimpfung: Warum und wann werde ich ein zweites Mal geimpft
    Um einen ausreichenden Impfschutz sicherzustellen, empfehlen alle drei genannten Hersteller eine Zweitimpfung. Wann diese stattfinden soll, ist abhängig vom Impfstoff, welcher bei der Erstimpfung zum Einsatz kommt. Dabei liegt der Abstand je nach Hersteller zwischen sechs und zwölf Wochen. Für Personen unter 60 Jahren, die eine erste Impfdosis mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca erhalten haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission derzeit eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) nach einer Frist von 12 Wochen. Personen, die von dieser Änderung betroffen sind, wurden rechtzeitig informiert.
    Bitte beachten Sie, dass Sie den Termin zur Zweitimpfung bereits gemeinsam mit dem Erstimpftermin bestätigen und eine Abänderung des Zweitimpftermines nicht vorgesehen ist. Sollten Sie den zweiten Impftermin aus wichtigem Grund (z.B. schwere Krankheit, Krankenhausaufenthalt) versäumen, ist eine Impfung zu einem späteren Zeitpunkt im Einzelfall möglich. Eine Vorverlegung des Zweitimpftermines dagegen können wir nicht anbieten.
    Hintergrund:
    Bei den Zulassungsstudien der derzeit verwendeten Impfstoffe wurden überwiegend kürzere Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung eingehalten als die derzeit von der Ständigen Impfkommission empfohlenen sechs bis zwölf Wochen. Mittlerweile haben ergänzende Studien gezeigt, dass schon die Erstimpfung einen guten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bietet. Außerdem scheint je nach Hersteller die Wirkung der Impfung teilweise sogar besser zu sein, wenn der Abstand zwischen den beiden Impfungen etwas länger gewählt wird.
    Die Ständige Impfkommission und die Bundesregierung haben vor diesem Hintergrund entschieden, die Abstände zwischen den zwei Impfterminen für alle Personen zu verlängern, unabhängig von Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Hierdurch können deutlich mehr Menschen frühzeitig vor schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen geschützt werden.
  9. Dezentrales Impfen: Kann ich auch außerhalb des Impfzentrums geimpft werden? 
    Aus logistischen Gründen sind Einzelimpfungen zu Hause nur in besonderen Einzelfällen möglich. Wenn eine pflegebedürftige Person mit Hilfe in einen Rollstuhl mobilisiert werden kann, besteht die Möglichkeit, für den Transport ins Impfzentrum einen Krankenfahrdienst in Anspruch zu nehmen. Unter Umständen kann Ihr Hausarzt hierfür einen Transportschein ausstellen, sodass die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.
    Für Menschen, die auch mit qualifizierter Unterstützung und Hilfsmitteln wie Rollstuhl, Tragestuhl, etc. das Bett nicht verlassen können, sind Einzelimpfungen durch mobile Teams zu Hause möglich. Bitte melden Sie sich bei Bedarf unter 09371 501-750.
    Auch bei vielen Hausärzten des Landkreises ist eine Impfung mittlerweile möglich, die Terminvergabe hierzu erfolgt jedoch ausschließlich über die Praxen. Sollten Sie nach der Registrierung für das Impfzentrum eine Impfung bei Ihrem Hausarzt erhalten haben, bitten wir Sie, Ihre Registrierung für das Impfzentrum über Ihren Online-Account oder über das Callcenter (09371-501-750) zu löschen.
  10. Covid-19-Erkrankung: Werde ich trotz Erkrankung geimpft? 
    Bürgerinnen und Bürger, welche kürzlich an einer labordiagnostisch bestätigten Covid-19-Erkrankung litten, sollen nach aktueller Empfehlung des Robert-Koch-Institutes vorerst nicht geimpft werden, da nach der Infektion von einem Schutz über 6-8 Monate auszugehen ist.
    Eine Ausnahme kann bei Personen mit bekannter Immunschwäche vorliegen. In diesem Fall ist es notwendig, dass Sie mit einem Arzt - in der Regel dem Hausarzt, nicht aber dem impfenden Arzt - die Voraussetzungen zur Impfung abklären. Sofern Ihr behandelnder Arzt bestätigt, dass die Impfung trotz der durchgemachten Infektion erforderlich ist, können Sie einen Termin zur Erstimpfung vereinbaren. Das Attest müssen Sie zur Impfung im Original vorlegen.
    Sofern die Covid-19-Erkrankung bereits mehr als sechs Monate zurückliegt, kann die Impfung nach aktueller Empfehlung des Robert-Koch-Institutes auch ohne weitere Begründung stattfinden. Ein Attest ist dann nicht erforderlich, sondernes genügt ein Nachweis des Erkrankungsdatums, z.B. durch Vorlage des damaligen Testergebnisses. In diesem Fall ist eine einzige Impfdosis ausreichend, der bei Terminvereinbarung automatisch vergebene Termin zur Zweitimpfung wird daher nach Ihrer Erstimpfung storniert.
  11. Was passiert mit Impfdosen, die am Tagesende übrig sind? Kann ich abends vorbeikommen und mich impfen lassen, wenn etwas übrig ist? 
    Tatsächlich kommt es vor, dass einzelne Impfdosen übrig bleiben, z.B. weil jemand nicht erschienen ist oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden konnte. Für die Verteilung solcher Impfdosen nutzen wir die Software „Impfbrücke“, für die sich alle Landkreisbürgerinnen und -bürger anmelden können, die bereits im Portal der bayerischen Impfzentren registriert sind. Wie viele Dosen übrig sind, steht jedoch erst unmittelbar vor Betriebsschluss fest. 

    >> Weitere Informationen zur "Impfbrücke"

Bitte denken Sie bei Ihrem Impftermin an folgende Unterlagen:

  • Lichtbildausweis
  • Impfpass, sofern vorhanden
  • ausgefüllter Impfbogen, siehe Frage 3
  • Nachweise zur Impfberechtigung, siehe Fragen 3 und 10

Antworten auf wichtige Fragen zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (STIKO) zur Impfung finden Sie hier: RKI - Impfen - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zusammen gegen Corona - Informationen zum Impfen Bundesministerium für Gesundheit

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