DienstleistungVerkehr und Mobilität

Das Thema "Verkehr und Mobilität" beinhaltet Themen wie Elektromobilität, Carsharing, Radverkehr und ÖPNV. Diese Seite bietet Ihnen eine Vielzahl von Informationen.

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Sebastian Randig
Klimaschutzmanager
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Die Treibhausgasemissionen im Bereich Verkehr sind in Deutschland laut dem Umweltbundesamt seit 1995 gestiegen. Obwohl die Fahrzeuge immer effizienter wurden und pro Kilometer gemessen weniger Treibhausgase ausstoßen, hat die Zunahme des Verkehrs im Allgemeinen die Einsparungen mehr als ausgeglichen. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, sollten die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor entsprechend wissenschaftliche Studien allerdings um 2050 im Zuge der Dekarbonisierung auf nahezu null sinken. Entscheidend in dieser Hinsicht ist nicht nur die Umstellung auf emissionsärmere bzw. emissionsfreie Antriebe der Fahrzeuge, wobei der Elektroantrieb im Moment die Nase vorne zu haben scheint. Im Gegenteil, ein ganzes Bündel an Maßnahmen ist nötig, wozu auch das Carsharing, die Förderung des Radverkehrs und die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zählen.

Elektromobilität

Die Elektromobilität gilt momentan als vielversprechender Ansatz zur Reduzierung von Treibhausgas- sowie anderen Schadstoffemissionen. Der Wirkungsgrad des Elektromotors unter Annahme von Strombezug aus erneuerbarer Energien ist vergleichsweise hoch. Alternative Antriebstechnologien wie die Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird, oder synthetische Kraftstoffe weisen einen deutlich geringeren Wirkungsgrad auf. Im Zuge der Herstellung der Kraftstoffe (z.B. Elektrolyse zur Wasserstoffgewinnung) treten hier große Energieverluste auf. Vorteil dieser Antriebe ist im Gegensatz zur Elektromobilität, dass die Kraftstoffe speicherbar sind. Im Falle synthetischer Kraftstoffe kann sogar die bestehende Infrastruktur an Tankstellen und die bisherige Antriebstechnik weitergenutzt werden. Allerdings ist der Elektromotor technisch am ausgereiftesten. Weitere Steigerungen bei der Reichweite der Batterien sowie Preisrückgänge der Elektrofahrzeuge sind zu erwarten. Viele Fahrzeughersteller scheinen daher besonders auf den Elektroantrieb zu setzen.

Woher kommt der Strom für die Elektromobile? Dies ist eine entscheidende Frage für den Klimaschutz. Wenn der Strom aus einem Kohlekraftwerk bezogen wird, ist für das Klima nichts gewonnen. Nur wenn erneuerbare Energien den benötigten Strom liefern, handelt es sich um einen tatsächlich klimafreundlichen Antrieb.Auch die Herstellung der Batterien geht oftmals auf Kosten der Umwelt. Einige der benötigten Rohstoffe stammen aus Konfliktregionen. Für den Durchbruch der Elektromobilität muss außerdem, eine Ladeinfrastruktur geschaffen werden. Um sie auch auf großem Maßstab einsetzen zu können, gilt es, sich all diesen Herausforderungen zu stellen.

Der Landkreis Miltenberg strebt an, Vorreiter bei der Elektromobilität zu sein. Daher soll der Fuhrpark des Landratsamtes schrittweise auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Die Beschaffung eines CO2-freundlichen Fuhrparks wurde als eine Maßnahme im Integrierten Energie- und Klimakonzept der Region Bayerischer Untermain (IEKK) aus dem Jahr 2011, aufgenommen. Landrat Scherf ist bereits mit einem Elektrofahrzeug unterwegs. Im IEKK wurde die Errichtung von Ladestationen als eine weitere Maßnahme festgeschrieben. In diesen Orten existieren Stromtankstellen:

  • Altenbuch: Hohe Bergstraße 1, Feuerwehrhaus, je ein Ladestecker Typ 2 (22 kW) und Schuko, Nutzung kostenlos
  • Amorbach: Debonstraße, Sparkasse, ein Ladestecker Typ 2 (11 kW) 
  • Bürgstadt: Josef-Ullrich-Straße 2, zwei Ladestecker Typ 2 (22 kW) 
  • Kleinwallstadt: Bayernstraße 27, zwei Ladestecker Typ 2 (11 bzw. 22 kW) 
  • Klingenberg: Ludwigstraße 41a, Hof der Stadtwerke, ein Ladestecker Typ 2 (11 kW), Nutzung kostenlos 
  • Klingenberg-Röllfeld: Jakob-Hemmelrath-Straße, Firma Hemmelrath, ein Ladestecker Typ 2 (22 kW), Nutzung kostenlos 
  • Miltenberg: Berliner Platz 1, Raiffeisen-Volksbank, zwei Ladestecker Typ 2 (22 kW) 
  • Miltenberg: Brückenstraße 2, Landratsamt, je ein Ladestecker Typ 2 (22 kW) und Schuko, Nutzung kostenlos 
  • Miltenberg: Engelsplatz, zwei Ladestecker Typ 2 (22 kW) 
  • Miltenberg: Mainstraße 5, EMB Energieversorgung, zwei Ladestecker Typ 2 (22 kW) 
  • Niedernberg: Römerstraße 77, König System- & Elektrotechnik, ein Ladestecker Typ 2 (22 kW) 
  • Obernburg: Oberer Neuer Weg, Solarcarport, zwei Ladestecker Typ 2 (22 kW) 
  • Obernburg: Dieselstraße 4, Autohaus Seitz, je zwei Ladestecker Typ 2 (22 kW) und Schuko 
  • Weilbach: An der Güterhalle, Solarcarport, je ein Ladestecker Typ 2 (11 kW) und Schuko, Nutzung kostenlos

Eine Übersichtskarte mit Stromtankstellen in ganz Europa finden Sie unter anderem bei GoingElectric, bei e-tankstellen-finder.com oder beim Ladeatlas des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Energie und Technologie.?

Carsharing

Beim Carsharing werden Fahrzeuge geteilt und stehen daher einer Vielzahl an Personen zur Verfügung. Meist gehört das Auto einem bestimmten Carsharing-Anbieter, die durch eine App auf dem Handy das Fahrzeug für angemeldete Nutzerinnen und Nutzer bereitstellen. Carsharing kann viele Vorteile haben:

  • Ein Carsharing-Fahrzeug kann bis zu 20 Fahrzeuge ersetzen. Das heißt auch, dass werden weniger Parkplätze gebraucht werden.
  • Carsharing-Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen für Strecken, für die ein Auto nicht unbedingt notwendig ist, den ÖPNV oder das Fahrrad.
  • Fahrzeuge des Carsharing sind meistens effizienter und daher für das Klima wünschenswert (oft Elektrofahrzeuge).
  • Jedoch gibt es auch Studien, die das Carsharing und dessen Effekte auf die Umwelt kritisch sehen, besonders das sogenannte „Free-floating Carsharing“.

Der Landkreis Miltenberg ist daher bemüht, Carsharing-Angebote in den einzelnen Städten, Märkten und Gemeinden zu schaffen. Hierzu lief bereits Anfang 2018 eine Ausschreibung durch das Landratsamt, welcher sich mehrere Kommunen angeschlossen hatten. Allerdings wurde auf die Ausschreibung hin und auch in der Folge kein Angebot vorgelegt, das den Vorgaben des Landkreises und der Kommunen entsprach. Für alle Angebote wären eine Eigenbeteiligung oder anderweitige Verpflichtungen erforderlich gewesen. Nichtsdestotrotz wird der Landkreis die Carsharing-Landschaft weiter im Auge behalten und sich darum bemühen, ein für alle Seiten zufriedenstellendes Angebot für Carsharing im Landkreis Miltenberg zu schaffen.

Radverkehrskonzept

Momentan ist ein Radverkehrskonzept für den kompletten Landkreis Miltenberg in Bearbeitung. Der Fokus dieses Konzepts liegt auf dem Alltagsverkehr. Durch die Entwicklung eines kreisweiten Radroutennetzes soll der Radverkehrsanteil gesteigert werden, indem insbesondere kurze Wege und Alltagswege auf das Rad verlagert werden. Dies ist auch eine Zielsetzung im Rahmen des IEKK. Dabei sollen auch die Potentiale berücksichtigt werden, die durch die zunehmende Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes be- und entstehen. Das heißt, dass die Fahrradinfrastruktur ebenso für Fahrräder mit Elektroantrieb tauglich sein soll. Da 60 % der Bevölkerung im Landkreis in der Maintalachse wohnt, ergibt sich ein hohes Radverkehrspotential. Die Verlagerung von Wegen vom Auto auf das Fahrrad nutzt dabei nicht nur dem Klima durch die vermiedenen Treibhausgasemissionen, sondern auch der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Informationen inklusive der zugehörigen Unterlagen finden Sie auf der Website Radverkehrskonzept. Außerdem wurde ein Wegedetektiv für den Landkreis Miltenberg eingeführt, über welchen Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen und Hinweise zur Radinfrastruktur im Landkreis weitergeben können.

ÖPNV

Eine weitere Maßnahme aus dem IEKK ist die Verlagerung von Verkehrswegen auf den ÖPNV. Dafür soll das Angebot verbessert und verdichtet werden. Im IEKK wurde die Zielsetzung formuliert, 10 % des motorisierten Individualverkehrs durch die Verbesserung des Angebots und der Rahmenbedingungen auf den ÖPNV zu verschieben. Dies entspricht einer Verdopplung des ÖPNV-Anteils. Konkret wurden hierbei zum Beispiel die folgenden Maßnahmen ergriffen: Das Angebot für Bahnreisende in Richtung Heidelberg und Mannheim wurde verbessert, wie auch die Verbindung über Wertheim nach Würzburg durch die direkte Buslinie 977, welche von Miltenberg aus zum Sitz der Regierung von Unterfranken startet. Im Dezember 2019 wird es zudem weitere Verbesserungen durch Taktverkürzungen bei der Regionalbahn und dem Regionalexpress auf der Maintalbahn von und nach Aschaffenburg geben.

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