01.06.2007

Pressemitteilung Düngung von Beet- und Balkonpflanzen

Im Gegensatz zu Stauden und Sommerblumen blühen Beet- und Balkonpflanzen vom Sommer bis in den späten Herbst hinein. Doch will der Blumenliebhaber Freude an seinen Pflanzen haben, muss er neben der Auswahl der richtigen Pflanzen auch auf die Qualität der Blumenerde achten und für eine ausgewogene Düngung sorgen.

In Balkonkästen steht den Pflanzen nur ein begrenzter Durchwurzelungsraum zur Verfügung. Bedingt durch das geringe Volumen unterliegt das Substrat einem ständigen Wechsel zwischen Nässe und Trockenheit. Nur hochwertige Blumenerde kann mit ihrem Pufferungsvermögen Schwankungen im Nährstoff- und Wasserhaushalt ausgleichen.

Einige Pflanzenarten haben zudem einen erhöhten Eisenbedarf. In einer „normalen“ Blumenerde neigen sie im Lauf des Sommers zu Vergilbungen zwischen den Blattadern (Chlorosen). Dazu gehören: Blaue Fächerblume, Petunie, Surfinia, Margeriten, Elfenspiegel, Elfensporn und Zauberglöckchen.

Vorteilhaft für diese Pflanzen ist eine Erde mit einem pH-Wert im sauren Bereich. Falls solche Erde in der Gärtnerei nicht zu bekommen ist, tut eine eigens hergestellte Mischung aus Balkonblumenerde und Rhododendronerde im Verhältnis 1:1 die gleichen Dienste.

Die in guten Blumenerden enthaltene Vorratsdüngung reicht nur für den Anfang aus. Für anhaltend schöne Blüte und gutes Wachstum ist aber über den ganzen Sommer eine regelmäßige Nährstoffzufuhr unerlässlich. Folgende 3 Varianten stehen zur Verfügung:

Flüssigdünger:

Flüssige Blumendünger haben sich auf Grund ihrer unkomplizierten Handhabung in den letzten Jahren durchgesetzt. Der Handel bietet ein großes Sortiment an, wobei es starke Qualitäts- und Preisunterschiede gibt. Beim Einkauf ist auf eine ausführliche Deklaration der Nährstoffe zu achten. Neben den Hauptnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kali (K) sollten unbedingt Spurenelemente enthalten sein. Ein guter Blumendünger hat ein N-P-K-Verhältnis von 18-12-18.

Die Dosierung von Flüssigdünger ist einfach, da ein Messbecher oder die Verschlusskappe als Maßeinheit Verwendung finden. Normalerweise wird bis Ende September wöchentlich einmal nach Gebrauchsanweisung gedüngt.

Manche Dünger enthalten einen Vermerk, dass sie sich besonders für Pflanzen eignen, die zu Blattvergilbungen (Chlorosen) wegen Eisenmangel neigen. Daneben gibt es auch spezielle Eisendünger wie „Optifer“ oder „Sequestren“.

Nährsalze:

Nährsalze wie z.B. Blaukorn müssen erst in Gießwasser aufgelöst werden und verlangen vom Anwender hohe Sorgfalt, denn die Gefahr ist groß, durch Überdosierung die Pflanzen zu schädigen. Wer nicht über die nötige Erfahrung verfügt, muss mit Briefwaage oder Messbecher arbeiten. Für die wöchentliche Düngung werden 20 g Nährsalz in eine 10 l-Gießkanne gegeben. Die Nährsalzmenge kann auch halbiert werden; dann muss man zweimal in der Woche düngen. Gedüngt wird bis Ende September.

Langzeitdünger:

Schon beim Bepflanzen der Balkonkästen kann auch Langzeitdünger nach Gebrauchsanleitung gleichmäßig verteilt in die Erde eingearbeitet werden. Ein Dünger mit einer Wirkung von 6 Monaten ist zweckmäßig, auf Dünger mit einer kürzeren Wirkungszeit sollte verzichtet werden. Im Handel werden auch Langzeitdünger als Düngekegel angeboten. Sie sind preislich erheblich teurer, bieten aber keine Vorteile für die Entwicklung der Pflanzen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371/501 582.

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