01.12.2006

Pressemitteilung Weihnachtskaktus – Blüten an Blätterketten

Sie wachsen aus der Erde als blattähnliche Gebilde, die sich zu einer Kette aneinander reihen. Um die Weihnachtszeit bilden sich an deren Enden ausgefallene röhrenförmige Blüten, mal rot, rosa oder weiß, manchmal auch lila.

Weihnachtskaktus (Schlumbergera) heißt diese ungewöhnliche Topfpflanze, die rechtzeitig zum Fest ihre leuchtenden Blüten öffnet. Stacheln hat sie keine, obwohl sie, botanisch gesehen, tatsächlich zu den Gliederkakteen gehört. Ursprünglich kommt die Pflanze aus den tropischen Regenwäldern Brasiliens. Dort lebt sie, ähnlich der Orchideen, epiphytisch in den Baumkronen, d. h. sie sitzt auf den Bäumen, entnimmt ihnen aber keine Nährstoffe und auch kein Wasser.

Will man eine sichere Blüte bis zur Weihnachtszeit erzielen, muss die Pflanze ab August etwas kühler stehen und man darf ihr fast kein Wasser mehr geben. Ab Oktober kann es dann wieder etwas wärmer sein, doch die Temperaturen sollten 20° C nicht überschreiten. Sobald die Blütenknospen erscheinen, muss wieder mehr gegossen und auch leicht gedüngt werden.

Steht der Weihnachtskaktus nicht zu warm, blüht er oft mehrere Wochen lang. Während dieser Zeit düngt man ihn alle 14 Tage mit einem Blumenvolldünger. Nach der Blüte braucht die Pflanze eine Ruhepause, in der weniger gegossen und nicht mehr gedüngt wird. Ab März entstehen dann an der Pflanze neue Blattsprossen. Jetzt wird wieder mehr gegossen und auch leicht gedüngt. Ein Düngerstäbchen reicht als Nahrung für die Sommermonate vollkommen aus. Sobald es warm wird, fühlt sich der Kaktus auch draußen wohl – an einem schattigen Platz im Garten oder auf dem Balkon.

Der Weihnachtskaktus ist eine Kurztagspflanze, die erst dann Blüten ansetzt, wenn die Tage kürzer werden. Bei viel zusätzlichem künstlichem Licht wird dieser Prozess unterbrochen und die Pflanze setzt keine Knospen an. Auch wenn sie zum Beispiel wegen Fensterputzen verrückt wird, muss darauf geachtet werden, dass sie genau so wieder zurückgestellt wird, sonst blüht sie ebenfalls nur spärlich.

Es kann zwar vorkommen, dass bei nur mäßig hellem Standort der Kaktus im Februar oder März noch einmal blüht, trotzdem sollte man ihn nicht mit seinem Verwandten, dem Osterkaktus verwechseln. Hatiora gaertneri, wie diese Pflanze botanisch heißt, sieht zwar ähnlich aus, hat aber kleinere Blattglieder und blüht, wie der deutsche Name verrät, normalerweise um die Osterzeit. Durch falsche Ruhezeiten kann sich natürlich auch hier die Blüte verschieben und der Laie ist dann vollkommen verwirrt. Aber eine blühende Pflanze ist ja zu jeder Jahreszeit schön.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371/501 582.

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