01.01.2011

Pressemitteilung Orchideen und ihre Kultur

Die Orchidee gehört zu den beliebtesten Zierpflanzen. Keine andere ist von vergleichbarer Schönheit, blüht so lange und so andersartig. Kein Wunder, dass ihre Besitzer an ihnen hängen und sie immer wieder zum Blühen bringen wollen. Doch die Pflegehinweise auf den Etiketten sind meist so allgemein, dass sie fast wertlos sind. Außerdem heißen fast alle Orchideen „Cambia“, egal aus welchen Kreuzungen sie stammen und wie sie aussehen.

Macht man sich aber mit ein paar grundsätzlichen Pflegeansprüchen vertraut, ist die Kultur der Orchideen, trotz ihrer Artenvielfalt, recht einfach.

Orchideen wachsen nicht in Blumenerde.

Es gibt zwar auch Orchideen, die in Gartenerde gedeihen, aber die bei uns angebotenen Topfpflanzen wachsen in ihrer Heimat auf Bäumen. Sie nehmen Wasser und Nährstoffe zum Teil aus der Luft, zum Teil aus dem Regenwasser auf. Werden die Wurzeln in normale Blumenerde gepflanzt, so verfaulen sie innerhalb von wenigen Wochen. Das ideale Substrat besteht aus Rinde, Torf und anorganischen Zusätzen, die zwar Wasser halten, aber dennoch luftdurchlässig sind.

Zuviel Wasser ist Gift.

Viele Orchideen werden tot gegossen. In der Regel reicht es, die Pflanze im Winter einmal, im Sommer zweimal pro Woche zu gießen. Die Wassermenge hängt von der Topfgröße ab. Man überprüft dies am besten durch Anheben des Topfes. Erscheint er leicht, kann gegossen werden. Ist er schwer, sollte noch gewartet werden. Als zweite Faustregel gilt: Wächst die Orchidee, braucht sie mehr Wasser, zeigt sie kein Wachstum, sollte man das Giessen einschränken. Auf keinen Fall darf Wasser im Übertopf stehen bleiben. Das beste Giesswasser ist sauberes Regenwasser.

Düngen - weniger ist mehr.

Orchideen sind wahre Hungerkünstler. Man tut ihnen also keinen Gefallen, wenn sie wöchentlich gedüngt werden. Es reicht zu düngen, wenn an der Pflanze ein neues Blatt oder ein neuer Trieb entsteht. Das geschieht bei den meisten Orchideen zwischen Frühling und Herbst. In dieser Zeit kann alle 2 – 4 Wochen mit einem speziellen Orchideendünger gedüngt werden.

Zuviel Sonne vermeiden.

Orchideen sind zwar lichthungrig, wollen aber nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Ost- oder Westfenster sind der beste Standort. Hinsichtlich der Temperaturansprüche ist die Orchidee sehr anpassungsfähig. Am besten ist ein temperierter, nicht allzu warmer Standort.

Blütenstängel nicht abscheiden.

Grundsätzlich gilt: nur abschneiden, was abgestorben ist. Die meisten der bei uns angebotenen Orchideen gehören zu der Gruppe Phalaenopsen. Sie machen keine Ruhepause durch und können mehrfach hintereinander blühen. Sind sie abgeblüht, bleibt ein grüner Stängel übrig. Daraus entstehen wieder neue Blüten. Schneidet man diesen Stängel ab, verzichtet man für das laufende Jahr auf eine neue Blüte.

Manche Orchideenarten, wie z. B. die Cattleyen, benötigen eine Ruhpause von wenigen Wochen bis zu einigen Monaten. In dieser Zeit soll wenig gegossen und nicht gedüngt werden. Man erkennt diese Arten an ihrem Wuchs. Sie wachsen nicht wie die Phalaenopsen in die Höhe, sondern bilden seitlich sogenannte Bulben, also Sprossverdickungen. Dieses Wuchsverhalten führt dazu, dass die Pflanze früher oder später seitlich über den Topfrand hinauswächst und umgetopft werden muss. Das Ende der Ruhezeit erkennt man daran, dass das Wachstum wieder einsetzt.

Es gibt auch eine Orchideenart, die lianenartig wächst und Höhen bis zu 23 m erreichen kann. Sie heißt Vanilla planinfolia und wir kennen diese Pflanze von ihren Fruchtständen. Es sind die uns bekannten Schoten der echten Vanille.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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