01.04.2014

Pressemitteilung Tag des Baumes - Ehrentag für einen Freund

„Mein Freund der Baum ist tot“, sang vor über 40 Jahren die Schlagersängerin Alexandra. Sind Bäume wirklich unsere Freunde? Welche Rolle spielen sie in unserem Leben?

Schon vor tausenden von Jahren verehrten die Menschen die Bäume und wussten ihre Gaben zu schätzen. Bevor sie einen Baum fällten, entschuldigten sie sich bei ihm. Baumfrevel wurde hart bestraft, manchmal sogar mit dem Tod. Als Bonifatius – „der Apostel der Deutschen“ – die „Donar-Eiche“ bei Geismar fällte, soll er von den erzürnten Bauern erschlagen worden sein.

Aus der Verehrung für die Bäume sind zahlreiche Bräuche entstanden, die bis heute Be-stand haben. Wir kennen den Stammbaum, in jeder Familie gibt es ein Stammbuch und den Erstgeborenen nennen wir Stammhalter. Beim Neubau eines Hauses stellen wir einen Richtbaum auf den Dachstuhl und bald werden allerorten wieder Maibäume errichtet. In fast allen Kulturen kennen wir den Weltenbaum als Mittelpunkt der Welt und Stütze des Universums und unser trauter Weihnachtsbaum gehört heute nicht nur in europäischen Ländern wie selbstverständlich zum Weihnachtsfest.

Ein Baum bietet aber auch handfeste Vorteile. Ohne ihn wären wir nicht lebensfähig. Er ist ein gigantisches Kraftwerk, das CO² auf natürliche Weise in Sauerstoff und Kohlenstoff umwandelt. Untersuchungen zeigen, dass bereits ein einziger Baum bei optimalen Wachstumsbedingungen im unseren Breiten der Atmosphäre jährlich rund 100 kg CO² entzieht. Wird er nach 100 Jahren im Form von Möbel, Dachstuhl oder Bauholz weiter verwendet , kann er auch noch viele Jahrzehnte nach seinem Tod die Kohlendioxidbilanz nachhaltig verbessern.

Vielen Menschen ist kaum bewusst, wie Bäume als Teil durchdachter Grünanlagen unser urbanes Klima verbessern können. So kann mit dem Grün dem so genannten Backofeneffekt entgegengewirkt werden, der an heißen Sommertagen durch die Speicherung von Wärme in den Straßen und Mauern entsteht. Die Temperatur kann an solchen Tagen in entgrünten Stadtkernen bis zu 10 ° C höher sein, als in begrünten Vororten. Trotz aller hoch entwickelten Gebäudetechnik sind Bäume, die Schatten spenden und für angenehme Kühlung sorgen, daher unentbehrlich.

Dr. Sandrine Manusset aus Nevez in Frankreich hat in einer Studie zudem festgestellt, dass es einen direkten Zusammenhang gibt zwischen mangelnder Verfügbarkeit von Grünanlagen in Wohnungsnähe und dem Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Ein Stadtpark in Wohnungsnähe wirke sich bei älteren Menschen ebenfalls positiv auf ihre Beweglichkeit aus. Grünflächen hätten zudem eine wichtige Funktion für Freizeitaktivitäten und zur Pflege sozialer Kontakte.
Am 25. April ist wieder der Tag des Baumes. Auf dem Standbild des Amerikaners Julius Sterling Morten, der vor über 100 Jahren zum ersten Mal den Tag des Baumes beging, steht zu lesen: „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft“. Lasst uns also mehr Bäume pflanzen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.
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