01.04.2013

Pressemitteilung Duftpflanzen

Zwar werden Pflanzen in der Regel nach ihrer Blüte und ihrem Aussehen ausgewählt und gepflanzt, zunehmend achten Pflanzenliebhaber aber auch auf deren Duft. Düfte wirken auf das limbische System des Gehirns und können so die Stimmung heben und den Mensch erfreuen.

Zunächst erfüllen Pflanzendüfte in der Natur aber einen anderen Zweck. Sie locken in erster Linie Insekten zur Bestäubung an, um den Fortbestand der Art zu sichern. Auch wenn Bienen überwiegend auf Farben, insbesondere auf die Farbe Blau, reagieren, hat sich gezeigt, dass im Nahbereich der Pflanzenduft auch für Bienen eine Bedeutung hat. Unauffällige weiße, grünliche oder cremefarbene Blüten durften oft besonders stark, um auf sich aufmerksam zu machen. Auf Schmetterlinge üben süße Düfte, wie sie Lavendel oder Flieder verströmen, eine besondere Anziehungskraft aus. Nachtfalter besuchen vor allem Pflanzen, die abends duften, wie die Nacht-Levkoje. Käfer werden von fruchtigen Aromen, wie sie die Zitronenmelisse ausströmt, angezogen. Fliegen dagegen fühlen sich zu faulig riechenden Pflanzen wie dem Dreiblatt hingezogen. Vögel dagegen reagieren nicht auf Düfte, sondern auf Farbe.

Verantwortlich für den Pflanzenduft sind ätherische Öle – natürliche, leicht flüchtige, konzentrierte chemische Stoffe – die in den Pflanzenzellen eingelagert werden. Düfte sind Kompositionen aus vielen Einzelkomponenten und daher für Chemiker schwer synthetisch herzustellen. Um etwa einen Rosenduft nachzuahmen, können 500 Einzelkomponenten notwendig sein.

Das Spektrum an duftenden Pflanzen scheint fast unendlich groß zu sein. Daher kann aus dieser Gruppe lediglich eine Auswahl von empfehlenswerten Arten und Sorten vorgestellt werden. Allein unter den Nadelgehölzen gibt es zahlreiche Vertreter mit aromatisch harziger Note, wie Tannen und Kiefer. Eine leichtere Duftnote verströmen die Zedern. Etwas strenger – und für manche unangenehm – ist der Geruch von Thujen. Der Duft von Scheinzypressen und Wacholder dagegen wird in der Regel als angenehm empfunden. Die Beeren von Wacholder werden wegen ihres intensiven Geschmacks sogar als Gewürz verwendet.

Wunderbar angenehmen Blütenduft kann man bei zahlreichen Obstgehölzen finden. Neben Kern- und Steinobst verfügen auch Holunder, Kiwi, Mispel oder Zieräpfel über einen ansprechenden Duft. Quitten und Pfirsichbäume haben ihren Dufthöhepunkt zur Erntezeit.

Zu den duftenden Ziergehölzen zählen Sommerflieder (Buddleja alternifolia) dessen hellviolette Blüten stark nach Honig duften, der falsche Jasmin (Philadelphus coronarius) mit seinem herrlich fruchtigen Duft, der Gartenflieder (Syringa microphylla) mit seinem typischen betörenden Fliederduft und natürlich die Rosen, wobei nicht alle Sorten duften.

Hinzu kommt die große Zahl an duftenden Stauden, Küchenkräutern, Heil- und Gewürzpflanzen. Aber es gibt auch Pflanzen, die durch ihre negativen Gerüche Stress auslösen können. Denn im Gegensatz zu den Augen, die man schließen kann, um sich vor unschönen Bildern zu schützen, kann man den Geruchssinn nicht einfach ausschalten, da dieser unmittelbar mit dem Atem gekoppelt ist.

Die Intensität der Duftentfaltung ist abhängig von der Tageszeit, von sonnigen oder schattigen Standorten, von der Bodenbeschaffenheit und nicht zuletzt vom Wetter. Das intensivste Dufterlebnis kann man an einem warmen, windstillen Tag nach einem leichten Sommerregen genießen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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