01.05.2014

Pressemitteilung Gefüllt blühende Pflanzen – ja oder nein!

Die Blüten einer Pflanze dienen der sexuellen Fortpflanzung. Da als Endprodukt Samen entsteht, werden sie auch Samenpflanzen genannt. Neben windbestäubende Pflanzen, zu denen in erster Linie die Nadelbäume und Gräser gehören, gibt es auch die große Gruppe der Pflanzen, die auf Bestäuber wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge oder Vögel angewiesen sind. Im Gegensatz zu den Windbestäubern haben diese auffällige Blüten, um die entsprechenden Tiere anzulocken. In vielen Schulbüchern werden die Blüten der Anemone oder der Tulpe als typisches Beispiel vorgestellt. Danach besteht der Grundbauplan einer Blüte aus dem meist unscheinbaren Kelchblättern, den auffällig gefärbten Petalen (Kronblättern), den Staubblättern (männlich) und den Fruchtknoten (weiblich).

Solchermaßen blühende Pflanzen werden als einfachblühend bezeichnet. Durch Mutation oder auch gezielte Züchtung können aber auch Blüten entstehen, bei denen die Staubblätter, seltener auch die Fruchtblätter, in Kronblätter umgewandelt sind. Man spricht dann von gefüllter Blüte.

Bienenfreunde lehnen solche Blüten ab, da sie für die Honigproduktion meist ausfallen.

Es gibt historische Gartenpflanzen, bei denen die Füllung der Blüte gang und gäbe ist, wie bei Rosen, Nelken oder Dahlien. Auch bei Korbblütlern wie den Sonnenaugen oder den ausdauernd blühenden Sonnenblumen sind gefüllte Blüten die schönere Variante.

Manche Pflanzen werden erst durch die Füllung zur Gartenpflanze, wie beispielsweise das Seifenkraut. Andere Pflanzen, wie die gefüllt blühenden Margeriten, dagegen haben sich nicht durchgesetzt.

Auch unter dem breiten Sortiment der Sommerblumen gibt es viele gefüllt blühende Sorten. Neben der fehlenden Nahrungsquelle für Insekten und Falter haben sie einen weiteren Nachteil: Sie putzen sich nicht selbst. Ihre verblühten Blüten bleiben als vertrocknete Reste auf den Stielen sitzen. Um das zu verhindern, muss alles Verblühte abgeschnitten werden. Die Pflanzen sehen dann nicht nur schöner aus, sondern man fördert damit auch die Nachblüte bis zum ersten Frost.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Gefüllt blühende Pflanzen sind überwiegend attraktiver und blühen länger als ungefüllte. Da sie außer ihrem Zierwert für die Natur kaum einen Nutzen darstellen, sollten Sie in einem Garten nicht die Oberhand gewinnen. Und weil bei solchen Pflanzen die Bestäubung fehlt, kann man von ihnen auch keinen Samen gewinnen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.
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