01.11.2007

Pressemitteilung Amaryllis – Eine Zwiebel, die im Winter blüht!

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, ist die imposanteste blühende Zimmerpflanze des Winterhalbjahres. Mit ihren verschiedenen Blütenfarben und –formen, ziert sie die Wohnungen und weckt die Sammelleidenschaft. Liebhaber der Amaryllis sind ständig auf der Suche nach außergewöhnlichen Sorten. Bei entsprechender Pflege, kann man sie über Jahre hinweg immer wieder zum Blühen bringen.

Hippeastrum, umgangssprachlich Ritterstern oder eigentlich falsch Amaryllis genannt, ist eine als Zimmerpflanze weit verbreitete Zwiebelpflanze und gehört zur Familie der Amaryllidaceae. Auffallend sie die meistens ein bis zwei Blütenschäfte, die mit drei oder vier großen Blüten besetzt sind. Die bekannteste Sorte blüht scharlachrot, es gibt aber auch welche mit weißen oder rosa Blüten bzw. allen Farben dazwischen und zudem unzählige Kreuzungen, die sich durch Zweifarbigkeit auszeichnen.

Von November bis Februar werden die großen Zwiebeln in Töpfe mit ca. 14 cm Durchmesser gepflanzt. Dabei sollte ein Drittel der Zwiebel aus der Erde herausragen. Die Wurzeln dürfen beim Eintopfen nicht geknickt oder beschädigt werden.

Je größer die Zwiebel, desto mehr Blüten sind zu erwarten. Großblumige Sorten sollten einen Zwiebelumfang von etwa 35 cm, kleinblütige von etwa 25 cm aufweisen. Als idealer Standort gilt ein Fensterbrett über einem warmen Heizkörper bei Temperaturen um 20 °C. Anfangs sollte noch vorsichtig gegossen werden. Bei zuviel Wasser verfault die Zwiebel. Sobald der Schaft ca. 10 cm hoch ist, benötigen die Pflanzen mehr Wasser und 14-tägige Düngergaben. Damit der Blütenstil gerade wächst, dreht man den Topf ab und zu. Nach fünf bis acht Wochen kann man mit den ersten Blüten rechnen. Die Blütezeit verlängert sich, wenn der Ritterstern ab diesem Zeitpunkt kühler gestellt wird.

Nach dem Verblühen wird der Blütenschaft abgeschnitten. Jetzt entwickeln sich mehr und mehr Blätter. Diese Phase ist für die Blütenpracht im kommenden Jahr entscheidend. Die Blüte hat der Zwiebel viel Kraft entzogen. Jetzt produzieren die Blätter wieder Speicherstoffe und Substanzen, die in der Zwiebel eingelagert werden und die Energie für die erneute Blütenbildung liefern.

Ab Mai stehen die Amaryllis am liebsten im Freien an einem halbschattigen Platz und sollten jede Woche mit Düngergaben (1 g oder 1 ml Volldünger pro Liter Wasser) versorgt werden. Ab August werden sie nicht mehr gegossen und trocken gestellt, damit sich in dieser Ruhephase üppige Blütenknospen entwickeln können. Die Zwiebeln können in der Erde bleiben. Die eingetrockneten Blätter werden am besten vollständig entfernt. Bei einer Lagertemperatur von 13 °C können die Zwiebeln bis zu drei Monaten aufbewahrt werden, bis sie wieder in frische Erde kommen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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