01.07.2013

Pressemitteilung Stauden für den schattigen Garten

Wer im Sommer nach Feierabend auf seiner Terrasse noch einmal ein Sonnenbad nehmen will, tut gut daran, den Standort sorgfältig auszuwählen. So ist der Schattenwurf eines Hauses Mitte Juni gegen 18.30 Uhr nicht nur fünfmal größer als das Haus selbst, sondern er fällt auch in süd-östlicher Richtung. Sonnenbaden geht also um diese Zeit am besten in nord-westlicher Richtung.

Vor einem anderen Problem steht dagegen derjenige, dessen Garten in die Jahre gekommen ist und die größer gewordenen Bäume und Sträucher heute Schatten werfen, wo bei der Neuanlage noch volle Besonnung vorgeherrscht hatte. Kann da noch etwas ordentlich wachsen? Schließlich sind Blütenpflanzen doch sonnenliebende Geschöpfe!

Aber keine Bange, es gibt auch attraktive Pflanzen, die bei geringer Belichtung gedeihen. Gut bodendeckende Arten, die auch mit wechselnden Belichtungsverhältnissen zurechtkommen, sind z. B. die Storchschnabel-Arten (Geranium). Dabei verträgt Geranium cantabrigense am meisten Besonnung. Es gibt davon die weiß blühende Sorte „Biokovo“ und die Sorte „Karmina“ mit karminroten Blüten. Geranium endressii will etwas mehr Beschattung und Bodenfeuchte. Geranium macorrhizum hat duftendes wintergrünes Laub. Auch diese Art gibt es in einer weißrosa und einer hellpurpurnen Sorte. Da diese Arten Ausläufer treiben, breiten sie sich gut aus und bedecken den offenen Boden. Allerdings müssen in den ersten Jahren nach der Pflanzung die Unkräuter gejätet werden. Besonders wichtig ist es, Wurzelunkräuter rechtzeitig und restlos zu entfernen.

Der Frauenmantel (Alchemilla mollis) mit seinem zartgrünen Blütenschleier, die hoch aufragende, großblumige, weiße und blaue Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) und die kurzlebigen Fingerhut-Arten (Digitalis) vermehren sich gut durch Aussaat. Zusammen mit dem Goldgreiskraut (Senecio doria) stehen sie in kleinen Tuffs zwischen den Bodendeckern.

Unter Bäumen mit dichter Krone und weit herab reichendem Blätterdach oder in Gehölzbeständen mit geschlossenem Saum haben wir Verhältnisse, die denen des Laubwaldes vergleichbar sind: Im Frühjahr ausreichend Licht und Bodenfeuchte, im Sommer Vollschatten und evtl. Bodentrockenheit. Wie in den heimischen Wäldern gedeihen hier Frühlingsblüher in großer Zahl: Blaue und rosafarbene Leberblümchen spitzen durch das Laub. Die weißen Blütensterne der Buschwindröschen gesellen sich hinzu und breiten sich im Laufe der Jahre mit ihren kleinen Rhizomen im verrottenden Falllaub aus. Das Lungenkraut hat nicht nur interessante Blüten, sondern darüber hinaus sehr attraktives, weiß geflecktes Laub, das erst im Herbst einzieht. Wie das Lungenkraut, Einen vergleichbaren Farbwechsel macht auch die Frühlingsplatterbse während der Blüte durch.

Für Schattenplätze mit feuchtem Boden eignen sich: Winterlinge und Schneeglöckchen, die das Frühjahr ankündigen. Im März/April blühen die Kugelprimeln, gefolgt von Osterglocken. Danach erscheinen tränendes Herz und die Waldglockeblume. Nahezu ganzjährig erfreuen die Funkien mit der Schmuckwirkung ihrer Blatthorste. Im Herbst folgen Anemone und Silberkerze. Gut gestaltet machen Schattenbereiche im Garten wenig Arbeit und viel Freude, auch wenn sie verglichen mit Prachtstauten oder Sommerblumen von stillerem und bescheidenerem Charakter sind.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.
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