01.09.2017

Pressemitteilung Wie alt werden Bäume?

Unsere Region ist nicht nur durch die Mittelgebirge Spessart und Odenwald, sondern seit alters auch von ihrem Bewuchs, dem Wald, insbesondere der Buche, geprägt. Erst nachdem der Holzhunger des Menschen auf großen Flächen zu Waldverwüstungen geführt hatte, wandelte sich dieses Bild im Zuge der Wiederaufforstungen zu Gunsten der Nadelbäume, vorrangig der Fichte und Kiefer. Die heutige Verteilung der Baumarten entspricht also nicht der natürlichen Verteilung. Bayernweit entspricht heute der Laubbaumanteil rund 40 Prozent und der Nadelbaumanteil dementsprechend 60 Prozent. 

Unsere heimischen Baumarten können über 50 Meter groß werden, die heimischen Laubbäume werden allerdings meist nicht höher als 40 Meter. Die Baumart mit der höchsten Wuchshöhe ist der immergrüne Eukalyptus, der aus Australien stammt. Ein Baum erreichte einst die stattliche Höhe von 165 Meter. Doch derzeit ist kein Exemplar mit einer solch enormen Höhe bekannt. Die höchsten noch stehenden Bäume der Welt sind die Riesenbäume (Küsten-Sequoia) im etwa 48 Kilometer breiten Küstenstreifen von Oregon bis Monterey in Kalifornien sowie die Mammutbäume, Bäume aus der Familie der Sumpfzypressengewächse im westlichen Nordamerika. Erstere sind über 90 Meter hoch und haben einen Umfang von zwölf Metern. Der derzeit höchste Baum wächst im „Hain der großen Bäume“, ist 120 Meter hoch und über 13 Meter dick. Der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron gigantea) kann bis zu 135 Meter hoch werden. 

Bäume zählen zu den ältesten Lebewesen der Welt. In der Forstwirtschaft unterscheidet man beim Baumalter jedoch zwischen dem Erntealter und dem Alter, das die Bäume auf natürliche Weise erreichen können. Als ältester Baum der Erde gilt die Grannenkiefer (Pinus aristata) in der Sierra Nevada (Kalifornien), die derzeit ca. 4700 Jahre alt ist. Der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron gigantea) kann 3000 bis 4000 Jahre alt werden. Unter den heimischen Bäumen wird die Eiche mit bis zu 700 Jahren am ältesten. Einzelne Exemplare schafften es im Spessart aber auch schon auf 1000 Jahre. Doch auch die geläufigen Nadelbäume Tanne, Lärche, Kiefer und Fichte können bis zu 600 Jahre alt werden. Birken dagegen leben nur etwa 100 Jahre und auch unsere Obstbäume übersteigen dieses Alter selten. Der mit Abstand häufigste Baum in Deutschland, die Rotbuche, liegt mit ungefähr 250 Jahren im Mittelfeld. Ihr Erntealter im Wirtschaftswald beträg aber nur 120 bis 140 Jahre, das der Fichte 100 bis 130 Jahre. 

Viele wissen, dass man das Alter eines Baums anhand seiner Jahresringe bestimmen kann. Schneidet man eine Scheibe aus einem gefällten oder umgestürzten Baum, lassen sich diese erkennen. Da Bäume kontinuierlich wachsen, entspricht die Anzahl ihrer Ringe ihrem Alter. 

Es gibt viele Faktoren, die das Leben von Bäumen verkürzen können. Dazu zählt neben dem allgemeinen Klimawandel beispielsweise auch der saure Regen. Beides macht die Bäume angreifbar für Schädlinge wie den Borkenkäfer oder den Eichenprozessionsspinner. Auch sinkende Grundwasserstände oder darin enthaltene Schadstoffe können sich negativ auswirken. Nicht zuletzt können Keime und Pilze durch mechanische Verletzungen eindringen und den Baum zum vorzeitigen Absterben bringen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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