01.12.2012

Pressemitteilung Koriander und Anis zur Weihnachtsbäckerei

Wenn Pfefferkuchen und leckeres Gebäck die Weihnachtszeit ankündigen, Kandiertes nach Großmutterart zum knabbern verleitet, dann wird den wenigsten Schlemmern bewusst sein, dass manche der Zutaten aus Gemüse oder deren Früchten bestehen, die wir sonst ganz anders kennen.

Anis (Pimpinella anisum) zum Beispiel ist eine uralte Würzpflanze, die sich nicht nur in Backwaren wiederfindet, sondern auch in bekannten alkoholischen Zubereitungen wie Raki, Pernod und Ouzo, die rings ums Mittelmeer gerne genossen werden. Der Geschmack und auch die jungen Pflanzen werden leicht mit Fenchel verwechselt, eine nahe Verwandte, die uns im Garten geläufiger ist. Anis-Tee hilft gegen Husten und Erkältungen, löst Krämpfe und regt den Appetit an. Verwendet werden die gemahlenen Samen, die sich nach der Befruchtung aus den weißen Blütchen entwickeln.

Anis lässt sich auch bei uns anbauen. Man kann im Frühjahr direkt ins Freiland aussäen. Die Pflanze liebt das Licht und gute Böden. Sie ist einjährig und wird je nach Standort und Witterung bis 60 cm hoch. Da ihre Dolden ungleichmäßig abreifen, schneidet man im August/September, wenn die Stängel gelber werden, die ganze Pflanze ab und lässt sie, in Kistchen gelegt, nachreifen. In der Küche wird Anis zunehmend vom Sternanis abgelöst. Dieser ist im Anbau erfolgreicher, kommt aus China und hat ähnliche Inhaltsstoffe. Als Pflanze sieht er aber anders aus und ist mit dem echten Anis auch nicht verwandt.

Auch der Koriander (Coriandrum sativum), das Lebkuchengewürz aus den gemahlenen reifen Samen, ist aus der Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken. Seit Jahrhunderten gehört es zu den Gewürzen, die uns aus dem Orient erreichen. Der Doldenblütler mit weißen, unscheinbaren Blüten, bildet runde Samenstände, die aus je zwei halbkugelartigen Samen bestehen.

Der Anbau der einjährigen Pflanze erfolgt ebenfalls als Direktsaat ins Freiland. Der Koriander liebt einen eher halbschattigen Standort und leichte, durchlässige Böden. Geerntet wird ab Juli bis Anfang August bis kurz vor der Vollreife. Wie beim Anis lässt man die Dolden in einer Kiste nachreifen.

Das würzig-süße Aroma der Samen steht in merkwürdigem Gegensatz zu den weichen, farnartigen Blättern, die einen für nordeuropäische Sinnesorgane unangenehmen Geruch ausströmen. „Wanzenkraut“ wird der Koriander auch dementsprechend genannt. Dennoch ist es gerade diese kräftige Geschmacksnote, die – wiederum nur in Spuren und nicht in Massen genossen – in der Küche Arabiens, Indiens und Fernost heiß begehrt ist. Koriander ist in den Ländern des Orients ähnlich wie bei uns die Petersilie sehr wichtig und gehört auch zu den Bestandteilen der Curry-Mischung.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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