01.05.2016

Pressemitteilung Erdbienen

Kaum ist der Frühling da, und der Gartenbesitzer freut sich auf ein paar unbeschwerte Stunden in seinem Garten, wird ihm der Aufenthalt von einem gefährlich erscheinenden Gewimmel und Gesumme verleitet. Zu Hunderten kommen Bienen aus der Erde und fliegen über den Rasen oder dem Staudenbeet. 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um Sand- bzw. Erdbienen. Sie gehören zu den Wildbienen und stehen unter Naturschutz. Sie dürfen daher nicht getötet werden. Auch ein Umsiedeln ist nur nach Genehmigung durch die Naturschutzbehörde statthaft. Was ist also zu tun? Zunächst einmal gilt es, die Ruhe zu bewahren. Die Aggressivität der Sandbienen liegt weit unter der von Honigbienen. Diese haben zahlreiche Feinde, die an ihre Brut und den Honigvorrat wollen und sind es gewöhnt, alles zu verteidigen. Bei den Wildbienen und speziell bei Sand- oder Erdbienen ist es anders. 

  • Sie haben kein Zusammengehörigkeitsgefühl wie die Honigbiene. Jede Erdbiene lebt für sich allein und kümmert sich nicht um andere. 
  • Gemeinsamkeit ist ihr fremd, so auch das gemeinsame Verteidigen gegen einen Feind. 
  • Jedes Weibchen ist die Königin ihres eigenen Volkes. Wenn es verletzt wird oder stirbt, stirbt das Volk mit ihr. Sie wird sich also aus jeder Gefahr heraushalten. 
  • Erdbienen haben kaum Feinde. Sie sind es also nicht gewöhnt sich zu verteidigen 
  • Zudem handele es sich bei dem Gewimmel, das der Gartenbesitzer wahrnimmt, meist um Männchen, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können. Von der Wärme hervorgelockt schlüpfen sie häufig aus den Erdnestern des Vorjahres. Die Weibchen folgen einige Tage später. Nur sie haben einen Stachel, der aber zu schwach ist, um die menschliche Haut zu durchdringen. 

Haben sich die Bienenmännchen verpaar, sterben sie ab. Die Weibchen dagegen beginnen, jedes für sich, aber gerne in Nachbarschaft zu Artgenossinen, mit dem Bau eines Nestes. Sie sind viel beschäftigt und daher selten zu sehen. Von ihren Aktivitäten künden kleine Erdhaufen mit einem Loch in der Mitte. Nach etwa vier Wochen ist alles vorbei – bis zum nächsten Frühling. 

Der Gartenbesitzer sollte auch bedenken, dass Wildbienen überaus nützlich sind. Sie bestäuben die Obstbäume und Erdbeeren und sind gerade heute, wo die Honigbiene immer mehr verschwindet, unsere wichtigsten Helfer bei der Erzeugung von Obst. 

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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