01.12.2011

Pressemitteilung Zimmerpflanzen sind gut für das Raumklima

Erkältungskrankheiten nehmen in den Wintermonaten bekanntlich zu. Ein Grund dafür liegt in der trockenen Raumluft beheizter Wohnungen und Büros. Sie greift die Schleimhäute in Nase und Rachenraum an und schwächt ihre Abwehrkraft gegen Krankheitskeime. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt bei 45 – 55 %. Zimmerpflanzen sind die optisch ansprechendere und auch energiesparende Alternative zu elektrischen Raumbefeuchtern.

Interessant ist, dass Pflanzen sich den Umständen anpassen können: Ist die Luft zu feucht, wird sie entfeuchtet, ist sie zu trocken, erhöhen die Pflanzen durch vermehrtes Verdunsten die Luftfeuchtigkeit.

Außerdem binden sie den Staub in der Luft, produzieren Sauerstoff und entziehen der Raumluft gleichzeitig Kohlendioxyd. Nicht zu unterschätzen ist auch der psychologische Effekt. In begrünten Räumen steigt die Konzentrationsfähigkeit, Ermüdungserscheinungen und selbst Kopfschmerzen nehmen ab, wie Untersuchungen ergeben haben. Zudem filtern spezielle Enzyme in den Pflanzen Schadstoffe aus der Luft. Aloe, Grünlilie, Bogenhanf, Gerbera und Orchideen  gelten als besonders wirksam. Selbst über die Wurzeln kann die Entgiftung der Luft erfolgen, wie Studien bereits in den 90er Jahren gezeigt haben.

Die Schadstoffe können aus Möbeln, Tapeten, Teppichböden oder elektronischen Geräten stammen. Auch Lösungsmittel aus Haushaltsreinger und Lacke können Probleme verursachen. Die größten Luftverschmutzer aber sind Laserdrucker und Kopierer.

Manche Zimmerpflanzen können bei Allergikern aber auch Probleme hervorrufen. Der Kontakt mit der Birkenfeige kann z. B. zu juckenden Hautauschlägen führen, Fließschnupfen, Asthma oder Bindehautentzündung verursachen. Auch bei Wolfsmilchgewächsen ist Vorsicht geboten. Hierzu gehört der beliebte Weihnachtsstern. Bei Hautkontakt mit dem Saft kann es zu Hautreizungen kommen.

Um die positiven Wirkungen von Zimmerpflanzen möglichst lange zu genießen, sind ihre Standortansprüche zu beachten. Viele haben ein mittleres Lichtbedürfnis. Das heißt, sie wollen hell stehen, sind aber vor starker direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. West- und Ostfenster sind daher am besten geeignet. Südfenster sind im Winter zwar gut für lichthungrige Arten wie Hibiskus, Flammendes Käthchen oder Zyperngras. Im Sommer sind jedoch Hitzestau und Verbrennungen möglich. Um die Mittagszeit ist daher zu schattieren und öfters zu lüften. Außerdem steigt der Wasserverbrauch der Pflanzen. Dankbar sind Pflanzen an solchen Standorten daher für regelmäßiges Besprühen. Das Wasser sollte in diesem Fall zimmerwarm und kalkarm sein.

Für die Nährstoffversorgung gilt: Werden Flüssigdünger verwendet, erhalten die meisten Zimmerpflanzen während der Vegetationsperiode etwa alle 14 Tage eine Gabe. Schwachzehrende Arten wie Farne, Primeln und Usambaraveilchen nur alle 3-4 Wochen. Im Winter reichen Düngeabstände von 6-8 Wochen. Auf trockenes Substrat darf nicht gedüngt werden. Verbrennungen könnten die Folge sein. Auch die angegebene Düngekonzentration ist einzuhalten. Im Zweifelsfall ist die niedrigere Dosierung zu wählen. Nährstoffmangel lässt sich leichter beheben als Nährstoffüberschuss.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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