01.03.2013

Pressemitteilung Nützlinge helfen bei der Schädlingsbekämpfung

„Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz“, weiß der Volksmund. Und tatsächlich, je nachdem wie die letzten Tage des Winters verlaufen, werden schon bald blühende Obstbäume das Gärtnerherz erfreuen. Doch auch die Schädlinge „stehen Gewehr bei Fuß“ um sich, sobald die Tage wärmer werden, an den austreibenden Gehölzen gütlich zu tun.

Doch wo Gefahr ist, ist auch Hilfe, denn den meisten unserer Gartenschädlinge hat die Natur auch Nützlinge entgegengestellt. So vertilgt eine einzige Florfliegenlarve in 3 Wochen bis zu 300 Blattläuse oder andere Schädlinge! Ein einziger Marienkäfer braucht im Laufe seiner Larvenzeit bis zu 3.000 Blattläuse oder Spinnmilben!

Ein Kohlmeisenpärchen, so sagt man, vertilge während der Jungenaufzucht bis zu 8.000 Raupen und andere Schadinsekten innerhalb von nur 3 Wochen. Was liegt da näher, als diese Nützlinge in ihrer Entwicklung zu unterstützen? Deshalb sollten Vogelnistkästen rechtzeitig gereinigt und bei Bedarf evtl. zusätzlich aufgehängt werden.

Die Empfehlung für einen mittelgroßen Garten lautet: Einen Nistkasten mit 26 mm Einflugloch für Blaumeisen, eins bis zwei Nistkästen mit 32 mm Einflugloch für Kohlmeise, Feldsperling, Gartenrotschwanz und eine Halbhöhle pro Garten für Hausrotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper.

Dabei sollten folgende Grundregeln beachtet werden:
  • Nistkästen senkrecht hängen;
  • Abstand zwischen den einzelnen Nistkästen ca. 5 – 10 m;
  • Flugloch nicht zur Wetterseite ausrichten;
  • freien Ein- und Ausflug gewähren und
  • möglichst ungestörte Plätze auswählen.

Für einen größeren Garten empfiehlt es sich, auch Sitzkrücken für Greifvögel aufzustellen.
Besonders tagaktive Beutegreifer wie Turmfalke, Bussard, Milan, Habicht und Sperber, sowie die nachtaktiven Eulen und Käuze nehmen solche 4 – 5 m hohen Stangen mit einem Querholz als Ansitzmöglichkeit an der Spitze gerne an. Von hier aus haben sie einen guten Überblick auf Feld- und Wühlmäuse. Außerdem dienen solche Ansitze auch als Kröpfplatz zur Nahrungsaufnahme sowie als Rast- und Ruheplatz.

Weitere Hilfen für Nützlinge wären: Eine artenreiche Bepflanzung mit Blütenpflanzen von Frühjahr bis zum Herbst, Insektenhotel als Nisthilfe und Überwinterungsquartier für Florfliegen und Co. sowie ein „wildes Eck“ mit Steinen, Laub und Schnittholz als Unterschlupf für Igel und andere Kleinsäuger.

In jedem Fall gilt: Erst muss der Tisch gedeckt sein, bevor die Nützlinge zum Fressen kommen. Daher nicht gleich bei der ersten Laus zur Pflanzenschutzspray greifen, sondern abwarten und der Natur vertrauen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.
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