01.07.2008

Pressemitteilung Leckere Früchtchen

Wie sich die Zeiten ändern. Früher stand bei der Erdbeere der Heilwert der Blätter im Vordergrund, die Frucht selbst wurde aufgrund des geringen Kaloriengehaltes eher unterbewertet als „die Frucht die nicht nährt“. Heute schätzt man die Beeren, weil sie auf schmackhafte Weise unglaubliche Mengen an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen liefern, ohne dick zu machen: Vitamin C zum Beispiel, Folsäure, Eisen, Calcium und Mangan befinden sich reichlich in dieser süßen Frucht.

Einen sonnigen und luftigen Platz mögen die Pflanzen am liebsten, zudem bevorzugen Erdbeeren einen lockeren humosen und leicht sauren Boden. Aber auch mit weniger idealen Voraussetzungen kommen sie zu Recht. Um den Boden zu verbessern und den Humusgehalt zu steigern, kann im Frühjahr etwas Kompost ausgebracht werden, drei bis fünf Liter pro qm sind genug.

Die meisten Erdbeersorten blühen zwittrig und sind Selbstbefruchter, dennoch wirkt sich eine Fremdbestäubung durch eine weitere Sorte in der Nachbarreihe deutlich ertragsteigernd aus. Rein weibliche Blüten, etwa bei „Mieze Schindler“, brauchen gleichzeitig blühende Befruchtersorten. Die außen an der Frucht befindlichen Nüsschen sind die eigentlichen Samen der Pflanzen. Je größer ihre Anzahl, umso größer wird die Frucht. Mangelnde Bestäubung, etwa unter Folien, Blütenfrost oder sehr wechselhaftes Blühwetter lassen diese Samen absterben und es kommt zu verkrüppelten Früchten.

Erdbeersorten werden über Ausläufer vermehrt, wobei ihre Eigenschaften theoretisch erhalten bleiben. Leider treten aber bei jeder Eigenvermehrung Erbänderungen auf, die zusammen mit der Weitergabe von Krankheiten über die Ausläufer zu einem Abbau der Sorte nach einem gewissen Zeitraum führen können. Dadurch wird die Pflanze geschwächt, so dass Ertrag und Qualität schon ab der dritten Generation deutlich nachlassen können. Dann ist es zeit, auf frisches Pflanzgut zurück zu greifen.

Erdbeerpflanzgut wird in drei Formen angeboten:

Einmal als so genannte Grünpflanzen, dann als Frigopflanzen und auch als Topfpflanzen. Grünpflanzen sind in wasserundurchlässigen Kunststoffbeuteln verpackt, wodurch eine lange Frischhaltung gewährleistet ist. Frigopflanzen werden in den Wintermonaten geerntet, in Kühlräumen bei -2 Grad C gelagert und stehen dann für eine Pflanzung ab März überwiegend für den Erwerbsanbau zur Verfügung. Topfpflanzen sind, wie der Name sagt, in einem Topf angezogen, haben also einen Wurzelballen. Diese sind meist früher als die Grünpflanzen im Handel.

Gute Pflanzware hat eine kräftige Herzknospe, mindestens drei voll entwickelte Blätter und ein gut verzweigtes Wurzelwerk, bzw. einen gut durchwurzelten Ballen. Der Juli ist die ideale Pflanzzeit.

Nach der Pflanzung ist in gut mit Kompost versorgten Böden kein zusätzlicher Dünger nötig. Während der Wasserbedarf vor der Blüte noch sehr hoch ist, lässt er zur Zeit der Fruchtbildung deutlich nach. Zuviel Wasser macht die Früchte wässrig, im Geschmack fade und anfälliger für Krankheiten, insbesondere in schweren Böden. Andererseits bleiben die Erdbeerfrüchte bei anhaltendem Wassermangel zu klein.

Nach der Ernte soll alles Laub mit der Heckenschere, bei größerer Fläche mit dem hochgestellten Rasenmäher abgeschnitten werden um zu verhindern, dass anhaftende Pilzerkrankungen die neu gebildeten Blätter infizieren können. Zu dem wandern aus alten Blättern Hemmstoffe abwärts zum Rhizom und beeinträchtigen das nächstjährige Wachstum.

Erdbeerpflanzen werden in der Regel zweijährig gezogen. Für die Neupflanzung ist ein frisches Pflanzbeet zu wählen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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