01.11.2013

Pressemitteilung Wichtige Arbeiten im Herbst

Vorausgedacht ist halb gemacht. Auch im Garten erspart Vorbeugen späteren Ärger, erleichtert die Arbeit und steigert die Freude am eigenen Stückchen Land. Gartenfachberater Roman Kempf erinnert an die wichtigsten Arbeiten im Herbst.

Da ist zunächst der Frostspanner. Die kleinen Raupen dieses Schmetterlings können Bäume komplett kahlfressen. Bevorzugt werden Obstgehölze. Zwar treten sie erst im Frühjahr in Erscheinung, doch im Herbst ist die beste Zeit etwas gegen den Schädling zu tun. Am wirkungsvollsten ist es, im frühen Herbst bis in den Winter hinein Leimringe an Stämmen und Pfählen anzubringen. Die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners wollen zur Paarung und Eiablage in die Baumkrone klettern, bleiben aber an dem klebrigen Leim hängen. Stämme mit grober Borke sollten vor dem Anbringen geglättet werden, damit der Leimring gut anliegt. Bedenken Sie, dass die Weibchen auch an den Stützpfählen empor krabbeln können. Wichtig ist es auch, die Leimringe im Frühjahr wieder zu entfernen, um zu verhindern, dass Vögel sich daran bedienen und mit den klebrigen Insekten ihre Brut füttern.

Die feuchte Witterung im Frühsommer und die trockenen Wochen danach bescherten uns erheblichen Pilzbefall an Zierpflanzen und Gemüsearten. Dürfen solche kranken Pflanzen auf den Kompost? Als Faustregel gilt: Pflanzen, die an Stängeln und Blättern erkrankt sind, können auf den Kompost. Vorsicht ist bei Wurzelkrankheiten geboten.

Kein Problem stellt beispielsweise der Mehltau dar. Er ist ausschließlich auf lebendes Gewebe angewiesen. Auch bei schorfbefallenen Blättern, die verrotten, geht der Pilz zugrunde. Die Blätter können deshalb unbedenklich auf den Kompost. Gleiches gilt für die Monilia-Spitzendürre und –Fruchtfäule an zahlreichen Obstarten. Moniliakrankes Material ist die Leibspeise der Regenwürmer. Auch von kompostierten Blättern, die von der Kräuselkrankheit am Pfirsich oder dem Birnengitterrost befallen waren, geht keine Gefahr mehr aus.
Bei Pilzerkrankungen im Gemüsebereich steht die Braunfäule der Tomaten an erster Stelle. Diese Krankheit befällt von kranken Kartoffeln aus unsere Tomaten. Kranke Tomatenpflanzen können deshalb auf den Kompost. Ebenso Pflanzen mit Rostbefall.

Ganz anders stellt sich die Sachlage bei bodenbürtigen Krankheitserregern dar. Diese bilden Dauerkörper aus, die außergewöhnlich widerstandsfähig sind. Für sie wäre es ein Leichtes, einen Kompostiervorgang zu überstehen. Vorsicht geboten ist deshalb bei der Schwarzfäule des Salates und bei Sclerotinia, die unter anderem an Möhren, Sellerie und Tomaten vorkommt. Diese Krankheiten bilden weiße, watteartige Pilzgeflechte, in denen oft schon die zentimetergroßen schwarzen Dauerkörper zu finden sind.

Mit besonderer Aufmerksamkeit sind die Fuß- und Welkekrankheiten, verursacht von Fusarium und Verticilium zu behandeln. Erkennbar sind sie daran, dass trotz ausreichenden Gießens die Pflanzen „schlappen“. Schneidet man den Stengel durch, erkennt man, dass die Leitungsbahnen gebräunt sind. Befallen werden die meisten Gemüsearten, besonders häufig Gurke, Tomate und Paprika, aber auch Sommerastern. Solcher Art erkrankte Pflanzen am besten über die braune oder graue Tonne entsorgen.

Viele Gartenbesitzer schneiden schon im Herbst ihre Sträucher und entfernen das Laub. Doch oft ist es besser, diese Arbeiten in das Frühjahr zu verschieben. Denn viele Gehölze, wie der Schmetterlingsflieder und die Bartblume, vertragen den Schnitt im Herbst nicht. Es könnte die Winterhärte leiden oder es könnten Schadpilze in die Schnittwunden eintreten. Lassen Sie, wenn möglich, das Laub auf den Beeten liegen. Dies ist ein guter Winterschutz für die Pflanzen und für so manche Tiere (Marienkäfer, Molche) ein sicheres Überwinterungsversteck.

Auch wenn der Garten zur Ruhe kommt, die Gartenplagen Unkraut und Schnecken sind immer noch aktuell. Viele Unkräuter wie die Vogelmiere entwickeln und vermehren sich an milden Wintertagen weiter. Beugen Sie einer Ausbreitung vor. In taufeuchten Morgen- und Abendstunden und bei Regenwetter streifen die Nacktschnecken durch den Garten und suchen Verstecke zur herbstlichen Eiablage. Jede Nacktschnecke, die sie jetzt bekämpfen und die nicht ihre Eier ablegen kann, vermindert den Scheckenbefall im nächsten Jahr um ein Vielfaches. Frühes Umgraben fördert den Scheckenbefall. In den entstandenen Hohlräumen finden sie ideale Bedingungen zur Eiablage und zur Überwinterung. Bei leichten und sandigen Böden ist das jährliche Umgraben sowieso nicht unbedingt erforderlich.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.
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