01.01.2014

Pressemitteilung Farbe für den winterlichen Garten

Auch der winterliche Garten kann farblich eine gute Figur machen. Bereits vor dem ersten Laubaustrieb im April können frühblühende Stauden und Gehölze mit Farbakzenten begeistern.

Von Ende Dezember bis Ende März zum Beispiel blühen die verschiedenen Sorten der Zaubernuss (Hamamelis). Ihre Blüten vertragen problemlos Temperaturen bis minus 10°C. Ist es ihnen zu kalt, rollen sie einfach vorübergehend ihre Blütenblätter ein. Ebenfalls robuste frühblühende Klassiker sind der Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) oder die Kornelkirsche (Cornus mas), deren Früchte sich später auch in der Küche verarbeiten lassen. Weitere frühblühende Gehölze sind: die Schneekirsche (Prunus subhirtella „Autumnalis“), die Mahonie (Mahonia bealei oder M. japonica), die Stern-Magnolie (Magnolia stellata), der Duft-Schneeball (Viburnum farreri) oder der Seidelbast (Daphne mezereum).

Als Unterpflanzung eignen sich Zwergsträucher wie die Besenheide (Calluna) oder die Schneeheide ( Erica). Einige Sorten davon blühen bereits im November, sodass bei ge-schickter Sortenkombination von Mitte November bis Ende April ein Blütenteppich den Garten schmückt. Nicht zu vergessen die Frühjahrsgeophyten wie Schneeglöckchen, Crocus, Winterling oder Blaustern.

Bei der Auswahl und Anordnung früh blühender Pflanzen empfiehlt es sich nach folgenden Kriterien vorzugehen:

  • Welche Teile des Gartens werden auch im Winter benutzt/begangen?
  • Wann und in welcher Farbe blühen die ausgewählten Gehölze?
  • Welche Pflanzen haben eine gute Fernwirkung, können also vom Haus aus gesehen werden?
  • Welcher Standort sagt den Gehölzen zu? Brauchen sie Winterschutz?
  • Haben die Gehölze auch einen ansprechenden Wuchs, eine attraktive Herbstfärbung oder Fruchtschmuck?

Wer eigentlich gibt den Pflanzen das Signal zum Blühen, mag sich mancher Gartenfreund fragen. Woher wissen sie, dass sie im Frühjahr, Sommer oder Herbst blühen sollen? Ein Kriterium ist die Tageslänge. Manche Pflanzen setzen Blüten an, wenn die Tage länger werden, andere, wenn sie kürzer werden. Das gilt auch für viele unserer Gemüsearten. So wissen auch Hobbygärtner, dass ein im Sommer gesäter Spinat als Langtagpflanze rasch in die generative Phase kommt, also Blüten ansetzt. Nur wenn er früher ausgesät worden ist und damit noch kurze Tage erlebt hat, bildet er genügend von der gewünschten Blattmasse.
Daneben gibt es auch tagneutrale Pflanzen. Ihr Blühzeitpunkt wird von der Temperatur bestimmt. Tulpen, Narzissen und Krokusse zum Beispiel brauchen mehrere Wochen Winterkälte, damit sie zum Blühen stimuliert werden. Steigen dann die Temperaturen, treiben sie aus und blühen. Reben und Obstgehölze können Temperaturen sogar addieren. Erst wenn eine bestimmte Anzahl wärmerer Tage registriert werden, schlagen sie aus. Durch das Summieren der Wärme wird verhindert, dass diese Pflanzen nach ein paar wärmere Tage im Winter nicht vorzeitig zu blühen beginnen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.
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