01.11.2009

Pressemitteilung Hochzeit im Herbst – Bahn frei für die Astern

Wenn sich die üppig blühende Sommerzeit im Garten dem Ende neigt und die Abende wieder kürzer und kühler werden, dann dürfen wir uns, dem schlechten Wetter zum Trotz, noch einmal auf eine Hochsaison im Garten freuen: Denn Schönheiten wie Astern und Sonnenbraut rebellieren mit ihren leuchtenden Farben gegen die kalten Herbsttage und wollen das Gartenjahr einfach nicht enden lassen.

Die Sonnenbraut beginnt bereits Ende Juni zu blühen und hält mit der richtigen Sortenzusammenstellung bis in den September hinein durch, um dann gemeinsam mit den Astern dem Herbst Paroli zu bieten. Garten-Astern unterscheidet man in großblütige und kleinblütige Astern. Die Raublatt-Aster (Aster novae-angliae) zählt zu den Großblütigen. Angepasst an ihren natürlichen, sonnig trockenen Standort in der nordamerikanischen Prärie, trägt sie rau behaarte Blätter und Stängel, mit denen sie sich vor Verdunstung schützt. Diese Eigenschaft macht die Raublatt-Aster für unsere Gärten besonders wertvoll, denn sie ist wenig anfällig für Trockenstress und darauf resultierende Krankheiten. Raublatt-Astern werden etwa einen bis anderthalb Meter hoch und blühen ab Ende August bis in den Oktober hinein in Weiß, Rosa, Rot und Pink aber auch in Violett und Blau. Empfehlenswerte Sorten sind beispielsweise die leuchtend pinkfarbene ´Alma Pötschke´, die purpurrosa  ´Andenken an Paul Gerber´, die weißblühende ´Herbstschnee´ und auch die niedrig wachsende und deshalb besonders standfeste dunkelviolette Sorte ´Purple Dom´.

Die beliebteste Garten-Aster ist die ebenfalls großblütige Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii). Sie blüht im September und Oktober, teilweise sogar bis zum November. Die Glattblatt-Aster stammt aus den feuchten Regionen der Prärie und trägt keine schützende Behaarung. Im Garten sollte sie deshalb regelmäßig gegossen werden. Die Glattblatt-Astern werden ca. 90 bis 120 Zentimeter hoch und ihre Blüten leuchten ähnlich wie die der Raublatt-Astern von Rosa bis Blau. Damit sie möglichst lange blühen und gesund bleiben, sollte man unempfindliche und bewährte Sorten auswählen. Der Arbeitskreis Staudensichtung hat über mehrere Jahre Astern geprüft und empfiehlt zum Beispiel die Sorte ´Dauerblau´, die purpurrosa ´Karminfeuer´ oder die silbrig rosafarbene ´Rosenquarz´.

Zu den großblütigen Astern zählen außerdem die früh blühende Berg-Aster (Aster amellus) und die Kissenaster (Aster dumosus). Durch ihre geringe Höhe von 30 bis 40 Zentimetern sind sie besonders standfest und lassen sich ideal im Vordergrund von Beeten vewenden. Sie eignen sich außerdem gut als Vorpflanzung vor höherwachsenden  Rau- und Glattblatt-Astern, denn sie verdecken elegant die kahl werdenden Schwestern.

Mit ganz vielen klitzekleinen Blüten begrüßt die Myrten-Aster (Aster ericoides) den nahenden Herbst.  Bereits Mitte September öffnen sich ihre zierlichen zartweiß, rosa oder hellviolett getönten Blüten. Diese kleinblütige Aster wird stattliche 80 bis 120 Zentimeter hoch. Mit ihren filigranen schleierartigen Blüten wirkt sie besonders edel in Kombination mit den letzten Rosen im Garten. Als empfehlenswert gelten beispielsweise die weiße Sorte ´Schneetanne´ und die hell rosalilafarbene Myrten-Aster ´Lovely´

Jetzt ist die ideale Zeit zu schauen, wo sich im Garten noch Platz für diese Herbstblüher finden lässt. Ideale Pflanzzeit für diese Stauden ist noch bis zum Mai des nächsten Jahres.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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