01.11.2006

Pressemitteilung Hortensie – Erfolgreiche Einbürgerung

Eine der berühmtesten Persönlichkeiten Unterfrankens ist Philipp Franz von Siebold. Als Arzt, Botaniker, Zoologe und Völkerkundler gehörte der Würzburger zu den Wenigen, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Japan einreisen durften. Seine Forschertätigkeit hat nicht nur die wissenschaftliche Entwicklung Japans, sondern auch die Gartenkultur Europas nachhaltig beeinflusst. Aus der Vielzahl der Pflanzen, die er zuerst beschrieben und nach Europa eingeführt hat, gehört auch die Hortensie, die mit ihrer opulenten Blütenpracht bis in den Herbst hinein begeistert.

Die Gattung Hydrangea, wie die botanische Bezeichnung lautet, kennt achtzig verschiedene Arten, die ihrerseits nochmals in zahlreiche Sorten untergliedert sind. Allen Hortensienarten ist gemeinsam, dass sie schattenverträglich sind und saure, leicht feuchte Böden bevorzugen. Außerdem haben sie nur unscheinbare Blüten. Die Farbenpracht der Dolden, die der Blumenfreund bewundert, sind eine Anhäufung von blütenblattartig vergrößerten Kelchblättern, so genannte Scheinblüten. Die eigentlichen, sehr kleinen Blüten, befinden sich im Inneren der einzelnen Rispen.

Neben den Ballenhortensien aus dem Bauerngarten, in den verschiedenen Blau- und Rottönen, gibt es auch Sorten, mit rahmweißen Rispenblüten, mit flachen Tellerblüten oder auch die Kletterhortensie mit ihren weißen Schirmblüten.

Am meisten verbreitet ist bei uns die Bauernhortensie (Hydrangea marcrophylla). Sie blüht von Natur aus mehr oder weniger rosa. Um die vielfach so ersehnte blaue Blütenfarbe zu erzielen, muss der Boden sauer sein, das heißt der PH-Wert sollte bei 4,5 liegen. Für die blaue Farbe sind die Aluminiumionen im Boden verantwortlich, die nur bei niedrigen PH-Werten pflanzenverfügbar sind. Will man die Färbung verstärken, können die Pflanzen mit Amoniakalaun oder Aluminiumsulfat gegossen werden (3 g/l Wasser einmal wöchentlich). Die Behandlung sollte vier bis fünf Mal während des Blütenansatzes vom Juni bis August erfolgen. Der Fachhandel bietet auch eigens dafür geschaffenen Hortensiendünger an. Allerdings lassen sich nicht alle roten Sorten färben.

Blühen die Ballenhortensien schlecht oder überhaupt nicht, kommen hierfür drei Gründe in Frage:

  1. Der Winter war sehr streng und die Pflanzen sind zurückgefroren. Vor allem zu stark gedüngte Hortensien sind sehr frostanfällig.
  2. Falscher Rückschnitt. Da die Blütentriebe sich überwiegend aus dem letztjährigen Holz entwickeln, dürfen nur zu dicht stehende Triebe und die erfroren Spitzen abgeschnitten werden.
  3. Während der Blütenbildung von Juni bis August war es zu feucht. Die Triebe setzen dann keine Blütenknospen an, sondern treiben wieder durch.

Im Gegensatz zu den Ballenhortensien können Rispenhortensien jährlich zurückgeschnitten werden. Die ideale Pflanzzeit ist der Herbst. Da unsere Baumschulen die Hortensien aber zunehmend in Töpfen anbieten, können sie mittlerweile auch ganzjährig gepflanzt werden.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371/501 582.

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