01.01.2015

Pressemitteilung Die Bio-Fliegenfalle

Was wird nicht alles unternommen, um Wohnräume frei von Mücken und Stuben- und Fruchtfliegen, zu halten. Klebestreifen, Fliegengitter, Insektenfallen und selbst die chemische Keule gelangen zum Einsatz. Wer hat schon mal daran gedacht, sich im alljährlichen Kampf gegen diese Plagegeister von Pflanzen unterstützen zu lassen? Gemeint sind Insektivoren, allgemein bekannt auch unter dem Begriff Insekten- oder fleischfressende Pflanzen.

Diese Pflanzen sind zwar keine Garantie für eine mückenfreie Zukunft, aber dennoch der Aufmerksamkeit wert. Ihre Kultivierung ist nicht ganz einfach, aber durchaus im eigenen Wohnzimmer möglich.

Insektenfressende Pflanzen, die auch als Zimmerpflanzen geeignet sind, werden ihren Fangmechanismen entsprechend, in drei Gruppen eingeteilt: 

  • Pflanzen mit Klappfallen z. B. die Venusfliegenfalle und die Wasserfalle 
  • Pflanzen mit Fallgruben, z. b. die Kannenpflanze und die Kobralilie 
  • Pflanzen mit Klebefallen, z. B. der Sonnentau und das Fettkraut 

Wer lange Freude an seinen „Bio-Fliegenfallen“ haben will, sollte auf folgende Standortansprüche besonders achten: Insektenfressende Pflanzen wachsen nur gut an einem sonnigen Fensterplatz mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im Handel werden diese Pflanzen in offenen Gläsern angeboten, was dem Anspruch nach hohe Luftfeuchtigkeit Rechnung trägt.

Eine rötliche Färbung der Pflanzen ist ein Zeichen für genügend Licht. Bleibt die Rotfärbung aus, sollten die Pflanzen an hellere Standorte gestellt werden. Insektenfressende Pflanzen lieben ein lockeres, durchlässiges und gleichmäßig feuchtes Substrat. Empfehlenswert ist die Verwendung von Regenwasser oder möglichst kalkfreiem Wasser.

Die Produktion pflanzlicher Masse ist bei den Insektivoren, wie bei alle Pflanzen, an das Vorhandensein von Licht, Wasser, Kohlendioxid und der notwendigen Nährstoffe im Boden angewiesen. Zur Ergänzung des Nahrungsangebotes spezialisierten sich die Insektivoren auf die Nutzung tierischer Eiweiße. Sie fangen Insekten, verdauen diese bis auf die Haut und gewinnen so zusätzliche Nährstoffe, besonders den Stickstoff als Motor jeglichen Pflanzenwachstums. Das ist notwendig, da am natürlichen Standort dieser Pflanzen Nährstoffarmut herrscht.

Auch im Wohnzimmer beziehen fleischfressende Pflanzen genügend Nährstoffe aus Substrat und Insekten, so dass sie nicht zusätzlich gedüngt werden brauchen. Für ein jährliches Umtopfen im Frühjahr aber sind sie dankbar. Im Winter bevorzugen sie einen kühlen (1 – 12° C), aber hellen Standort.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Roman Kempf, unter Telefon 09371 501-582.

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