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Pressemeldung vom 29.10.2009
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Hospiz-Palliativ-Tag am 11. November in Miltenberg

Palliativ LogoDie Sorge um Schwerstkranke und ihre Möglichkeiten zur Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt des Palliativ-Hospiz-Tags am Mittwoch, 11. November, von 13.30 Uhr an im Alten Rathaus in Miltenberg.

Hospiz und Palliativ sind Worte, die in letzter Zeit häufig gebraucht werden. Hospize waren früher Herbergen für Reisende, das Wort Palliativ wurde abgeleitet aus dem lateinischen Begriff „Pallium“ (Mantel). Beide Worte werden oft synonym verwendet in Zusammenhang mit Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen. Laut Umfrage möchten etwa 90 Prozent der Menschen zu Hause sterben, aber nur für etwa 30 Prozent geht dieser Wunsch in Erfüllung.

In der Kontroverse zwischen Wunsch und Wirklichkeit und der medizinischen Forderung, Leben um jeden Preis zu erhalten, entwickelte sich die Hospizbewegung. Cinceley Saunders hatte die Vision „vom menschenwürdig begleitenden Sterben“ zusammen mit dem medizinischen Behandlungsziel, „nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sonder den Tagen mehr Leben geben.“ Der Wille des Menschen und die Sorge um ihn sollen im Mittelpunkt stehen, nicht seine Krankheit. Der Patient soll entscheiden, was er möchte. Alles soll unterlassen werden, was den Sterbevorgang in einer Umgebung, die Geborgenheit vermittelt, verlängert. Die Angehörigen sollen mit einbezogen werden, die Versorgung soll durch ein Team von Ärzten, Pflegekräften, Seelsorgern, ehrenamtlichen Helfern und weiteren Personen sichergestellt werden.

Inwieweit kann ich meine letzte Lebensphase selbst gestalten oder werde ich auf Grund meiner Hilfsbedürftigkeit „fremdbestimmt“? Welche Rolle spielt die Patientenverfügung? Wie sind die Angebote vor Ort? Diese und weitere Fragen sind Inhalte in den Vorträgen am Palliativ-Hospiz-Tag. Daneben werden Informationen in einer Ausstellung vermittelt, die von Sozialstationen, Betreuungsstelle, Hospizgruppen und –vereinen, Palliativeinrichtungen der Umgebung und sozialen Beratungsstellen gestaltet wird. Vertreter von Institutionen und ehrenamtlich in diesem Bereich engagierten Gruppen beantworten persönliche Fragen.

Der Palliativ-Hospiz-Tag, der vom Arbeitskreis „Palliativ-Hospiz“ veranstaltet wird, wird um 13.30 Uhr mit Grußworten eröffnet, um 14 Uhr gibt es „Aktuelles zur Patientenverfügung und zur palliativen Pflegesituation“, vorgetragen vom Bundestagsabgeordneten Wolfgang Zöller. Um 15 Uhr referiert Dr. med. Ulrich Moser über den „Stand der palliativen Versorgung im Kreis Miltenberg aus landärztlicher Sicht“, ehe um 16 Uhr Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Freiherr Wilhelm von Lamezan über „Spannungsfeld Notfallmedizin – Palliativmedizin: Gegensätze?!“ spricht. Für Erfrischungen, Kaffee und Kuchen sorgt der Ökumenische Hospiz-Verein Miltenberg.

Hospiz-Palliativ-Tag

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