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Pressemeldung vom 15.01.2010
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Kinderärztlicher Notdienst am Wochenende - Stellungnahme von Landrat Roland Schwing

Die Forderung nach der Einrichtung eines kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes im Landkreis Miltenberg ist nicht neu. Sie wurde bereits in der Vergangenheit immer wieder laut, ist bis dato aber regelmäßig an der fehlenden Bereitschaft einiger Kinderärzte im Landkreis gescheitert.

Deshalb hat Landrat Schwing bereits im Dezember 2005 gegenüber der Bezirksstelle Unterfranken der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns in Würzburg einen schriftlichen Vorstoß unternommen, um hier eine Änderung herbeizuführen (Schreiben vom 20.12.2005).

Mit Antwortschreiben vom 06.02.2006 teilte  die Bezirksstelle Unterfranken der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns dazu Folgendes mit:
"... In der Vergangenheit wurden seitens der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) bereits mehrfach Bemühungen zur Einrichtung eines kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes im Landkreis Miltenberg unternommen. So war bereits in den Jahren 1990 und 1999 ein entsprechendes Vorhaben auf Grund der Nichtteilnahme einiger Kinderärzte gescheitert. Im Rahmen unserer Umfrage vom letzten Jahr bei den Kinderärzten des Landkreises Miltenberg haben sich drei von sieben Kinderärzten klar gegen die Einrichtung eines kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes ausgesprochen. Sie halten einerseits einen solchen Dienst nicht zwingend für erforderlich und andererseits erscheint ihnen die Dienstbelastung in einer Gruppe mit lediglich sieben Kinderärzten (mit einer Dienstfrequenz in jeder siebten Woche) unzumutbar hoch.

Wir haben Verständnis für den Wunsch vieler Eltern für die Einrichtung eines kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes. Auch halten wir die Einrichtung von kinderärztlichen Bereitschaftsdiensten grundsätzlich für sinnvoll. Der Bedarf für einen eigenen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst ist jedoch in städtischen Bereichen größer als in ländlichen Bereichen, wo vielfach die Versorgung von Kindern auch durch Allgemeinärzte gewährleistet wird. Andererseits müssen wir feststellen, dass sich in ländlichen Bereichen wegen einer nicht ausreichenden Zahl an Kinderärzten in der Regel kein kinderärztlicher Bereitschaftsdienst einrichten lässt.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir bei diesem Votum der Kinderärzte (3 ablehnende Stellungnahmen von insgesamt 7) und angesichts der Tatsache, dass ein solcher Dienst nicht zwingend erforderlich ist, derzeit keinen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst einrichten können. ..."

Soweit aus dem damaligen Antwortschreiben der Bezirksstelle Unterfranken der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns. Der Wunsch, die Bitte und die Forderung nach einem kinderärztlichen Bereitschaftsdienst im Landkreis Miltenberg besteht natürlich weiterhin. Kinder- und Jugendärzte sind speziell auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin weitergebildete Fachärzte. Sie haben diesbezüglich während ihrer Weiterbildung besondere und vertiefte Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erworben, wodurch sie sich  für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen empfehlen und anbieten.

Nachdem inzwischen viele Kinder und Jugendliche im Landkreis Miltenberg auch während der normalen Sprechstundenzeiten von den nun 8 im Landkreis tätigen Kinder- und Jugendärzten betreut bzw. behandelt werden, bleibt zu hoffen, dass nun endlich auch ein eigenständiger kinderärztlicher Bereitschaftsdienst an den Wochenenden und Feiertagen im Landkreis Miltenberg eingerichtet wird.

Für unsere Kinder, Eltern und Familien im Landkreis hält Landrat Schwing dies für wichtig und dringend geboten!

 

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