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Pressemeldung vom 22.10.2009
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Landkreis erweitert Angebot an Ganztagsschulen

Miltenberg. Offene und gebundene Ganztagsschulen waren das beherrschende Thema der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales am vergangenen Dienstag. Mit der Erweiterung seines Angebotes an Ganztagsschulen reagiert der Kreis auf gesellschaftspolitische wie auch auf bildungspolitische und pädagogische Anforderungen. Im aktuellen Schuljahr 2009/10 gibt es zehn Gruppen der offenen Ganztagsschule an Schulen des Landkreises. Erste Landkreisschule mit einer gebundenen Ganztagsklasse ist die Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule zur Lernförderung in Miltenberg.

Für das laufende Schuljahr hat die Regierung von Unterfranken zehn Gruppen der offenen Ganztagesform an Landkreisschulen genehmigt, fünf davon an den drei Gymnasien in Miltenberg, Erlenbach und Elsenfeld, vier an den Realschulen in Miltenberg und Elsenfeld und eine Gruppe an der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule in Miltenberg. „Offene Ganztagsschule“ bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Pflichtunterricht der jeweiligen Schule zusätzliche Betreuungs- und Freizeitangebote am Nachmittag wahrnehmen können. Die Zusatzangebote werden von externen Kooperationspartnern durchgeführt. Der pauschalierte Finanzierungsanteil des Landkreises hierfür beträgt 5000 Euro je Gruppe, insgesamt also 50.000 Euro. Neu seit diesem Schuljahr ist, dass die Eltern keine eigenen Beiträge mehr für die Angebote erbringen müssen. Lediglich noch die Kosten für die Mittagsverpflegung haben sie selbst zu tragen.

Schule als Lebenswelt
Nach den Vorgaben des Kultusministeriums können für das Schuljahr 2009/10 nur an Förder- und Hauptschulen weitere gebundene Ganztageszüge eingeführt werden. Landrat Roland Schwing wies darauf hin, dass die Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule die erste Schule des Landkreises sei, in der die Form der gebundenen Ganztagsschule eingerichtet worden ist. Die Kostenbeteiligung des Landkreises betrage auch hier pauschal 5.000 Euro je Ganztagsklasse und Schuljahr. „Das sind Investitionen, die uns spätere Ausgaben im sozialen Bereich und in der Jugendhilfe ersparen. Wir leisten damit ein echtes Stück Prävention.“, so Schwing weiter.

„Bei der gebundenen Ganztagsschule sind die Betreuungs- und Beschäftigungsangebote flexibel über den gesamten Tag verteilt“, erklärte Schulleiter Friedrich Herrmann den anwesenden Kreisrätinnen und Kreisräten das neue Angebot für die Hauptschulstufe an seiner Schule. „Neben Unterrichts- und Studierzeiten gibt es kreative Phasen der Beschäftigung, in denen kein Unterricht im strengen Sinn stattfindet“, so Herrmann weiter. Damit sei die Schule nicht mehr nur Lernort, sondern Lebenswelt. Bereits nach wenigen Wochen der Einführung der neuen Schulform zeichne sich ab, dass die Lernsituation für die Schülerinnen und Schüler wesentlich entspannter sei, was auch die Eltern verstehen und schätzen. Herrmanns Resummé: „Die gebundene Ganzstagsschule ist ein guter Weg, den wir weiter gehen wollen.“

Die Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule in Miltenberg als Schule zur Lernförderung besuchen zurzeit 193 Schülerinnen und Schüler, die von rund 30 sonderpädagogischen Lehrkräften unterrichtet werden.

 

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