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Pressemeldung vom 26.10.2009
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Bauarbeiten am Elsenfelder Schulzentrum liegen gut im Zeitplan

Kreisbaumeisterin Margrit Schulz hat die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstag im großen Sitzungssaal des Landratsamts über den Fortschritt der Bauarbeiten im Schulzentrum Elsenfeld sowie am Hermann-Staudinger-Gymnasium Elsenfeld informiert. Der vierte Bauabschnitt des Elsenfelder Schulzentrums sei Schulz zufolge „eine große Herausforderung“ – was sie unter anderem auf aufwändige Demontage- und Abrissarbeiten zurückführte. Bis zum Ende der Sommerferien habe man es aber geschafft, die lärmintensivsten Arbeiten zu beenden, so dass der Bauabschnitt komplett entkernt war. „Zurzeit liegen wir supergut im Zeitplan“, freute sich die Kreisbaumeisterin. Die Fassade soll bis zum Winterbeginn abgedichtet sein, damit der Innenausbau in den Wintermonaten abgewickelt werden kann. Ende September hätten die Firmen mit der Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallation begonnen.

Über einen neu geschaffenen Innenhof in der Realschule sei es künftig möglich, über eine fast vollständig verglaste Fassade die Aula von der Seite natürlich zu beleuchten. Auch der naturwissenschaftliche Unterrichtsbereich der Realschule werde künftig durch Tageslicht erhellt. Der Innenhof soll auf Wunsch der Schulen aber nicht als Pausenfläche genutzt werden, sondern nur für Veranstaltungen. Eine Kletterwand, wie in Entwurfsplanung auf Wunsch des Gymnasiums noch vorgesehen, wird es aus finanziellen Gründen aber nicht geben. Die Wand, rechnete die Kreisbaumeisterin vor, hätte zwischen 80000 und 100000 Euro gekostet. „Die Anschaffungskosten und der Unterhalt sind aber nicht zu stemmen“, meinte Landrat Roland Schwing dazu und stellte klar, dass eine Kletterwand nicht zur Standardausrüstung von Schulen gehört. Schwing kündigte an, dass der Landkreis den Sparstift künftig auch in weiteren Bereichen ansetzen müsse. Auch die Schulleitung des Gymnasiums sei angesichts der hohen Kosten erschrocken und habe Verständnis dafür, dass dieser Wunsch nicht zu verwirklichen sei, meinte der Landrat. Bestätigt wurde dies durch Schulleiter Günther Siegel, der zusammen mit dem Leiter der Realschule, Johann Mertl, der Sitzung beiwohnte. Der Bauausschuss schloss sich Schwings Auffassung an und sprach sich dafür aus, auf die Kletterwand zu verzichten.

Die aktualisierte Planung für den fünften Bauabschnitt sei Gymnasium und Realschule am 14. Oktober im Hinblick auf die Werkplanung und das noch anstehende Ausschreibungspaket (Rohbaugewerke und Haustechnik) vorgestellt und intensiv besprochen worden, sagte die Kreisbaumeisterin.  Dabei sei die Planung für das Obergeschoss mit Verwaltung und Lehrerzimmern von beiden Schulen positiv aufgenommen worden. Laut den Plänen erhalten beide Schulen das gleiche Raumangebot. Der bestehende zweite Flur werde dabei zugunsten des Lehrerzimmers und der angrenzenden Räume entfallen, sagte Schulz. Die endgültige Abstimmung der elektronischen Geräte und der Möblierung würden zeitnah zu den jeweiligen Ausschreibungen erfolgen.

Am Hermann-Staudinger-Gymnasium (HSG) Erlenbach sei in den Sommerferien ebenfalls viel getan worden, sagte die Kreisbaumeisterin und wies darauf hin, dass man die korrodierte Fußbodenheizung der Aula durch eine Deckenstrahlheizung ersetzt habe. Darüber hinaus sei der Verbindungsflur von der Aula zum Osteingang saniert worden, die angrenzenden vier Klassenzimmer habe man medientechnisch ertüchtigt. 550000 Euro habe der Landkreis für diese Arbeiten investiert, rechnete Schulz vor, weitere 100000 Euro würden für die Pflasterung von Teilflächen des Pausenhofs und Baumersatzpflanzungen ausgegeben. Angesichts dieses Landkreis-Engagements, so Landrat Roland Schwing, könne er die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen, die er dem Erlenbacher Jahresbericht entnommen habe. Man vergesse offenbar, dass der Landkreis hohe Summen am HSG investiert habe.
Da am HSG immer noch der Wunsch nach einem Trinkbrunnen besteht, in dem Schüler ihre Trinkflaschen füllen können, wurde Kreisbaumeisterin Margrit Schulz damit beauftragt, Kontakt mit dem HSG aufzunehmen und eine Lösung zu finden, die der Landkreis mittragen kann. Der Landkreis hatte die Errichtung eines Brunnens zuvor abgelehnt; nun aber wurde von Erlenbacher Seite signalisiert, den Brunnen selbst bezahlen zu wollen.

Arne Kruft von der Energieagentur Unterfranken informierte anschließend über den Stand des von ihm bearbeiteten Antrags auf Aufnahme des Landkreises  in ein Klimaschutz-Programm des Deutschen Instituts für Urbanistik. Mit einem Konzept will der Landkreis Miltenberg dabei den Energieeinsatz in seinen Liegenschaften nachhaltig verbessern. „Der Antrag ist durch, aber leider nur in einer reduzierten Variante“, bedauerte Kruft, dennoch sei noch „alles Notwendige drin“. Zu den Kernpunkten zählen unter anderem die Erstellung von Gebäudesteckbriefen, die Auswertung von Verbrauchswerten und die Ausarbeitung von Energiesparmaßnahmen. Daraus könne man einen Leitfaden für kleine Kommunen entwickeln. Der Förderbescheid sei allerdings noch nicht eingetroffen, sagte Kruft. Zeit dafür wird es: Bereits im Dezember 2008 war der Förderantrag verschickt worden, aber erst im Mai 2009 hatte der Projektträger Jülich Nachforderungen gestellt. Nach mehreren Schreiben zwischen Miltenberg und Jülich, Ergänzungen und Stellungnahmen hat der Projektträger erst am 25. September 2009 bestätigt, dass die Änderungen eingegangen sind. Erst in der vergangenen Woche wurde nun bestätigt, dass die förderfähigen Gesamtausgaben auf 126460 Euro festgelegt wurden und der Antrag auf dem Weg in das Bundesumweltministerium ist.  Der endgültige Bescheid soll im November im Landratsamt ankommen.

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