|
Pressemeldung vom 07.12.2009 |
|
Arbeiten im Zeitplan, Schäden durch Vandalismus
Viele Millionen Euro investiert der Landkreis Miltenberg in eine zeitgemäße Ausstattung seiner Schulen. Getrübt wird dieses Engagement aber von Vandalismus an den Baustellen, wie Kreisbaumeisterin Margrit Schulz in der nichtöffentlichen Bauausschusssitzung am Donnerstag berichtete.
Der vierte Bauabschnitt am Schulzentrum in Elsenfeld liege im Zeitplan, sagte Schulz und kündigte an, dass die Arbeiten im August 2010 beendet sein sollen. Anschließend könne mit dem fünften Abschnitt begonnen werden. Die Rohbauarbeiten seien fast abgeschlossen, das Flachdach komplett abgedichtet, die Wärmedämmung auf dem südlichen, eingeschossigen Bereich sei fast komplett verlegt. Die Fassade soll bis zum Jahresende dicht sein, sagte Schulz. Die Trockenbauarbeiten seien in beiden Geschossen gut vorangekommen, die Innenputzarbeiten hätten termingerecht im November begonnen. Die Elektro-, Sanitär- und Heizungsarbeiten lägen ebenfalls im Zeitplan, freute sich Schulz, darüber hinaus seien zwei riesige, schwingungsgedämpfte Lüftungsgeräte aufgestellt worden. Den Beginn der Estrich- und Asphaltarbeiten kündigte sie für Mitte Januar 2010 an. Für den vierten Bauabschnitt seien nur noch wenige Ausschreibungen notwendig, die Außenanlagen für die Bauabschnitte III bis V würden erst am Ende des fünften Abschnittes ausgeschrieben. Die Fachklassenausstattung im Rahmen des IV. Bauabschnitts (Mobiliar für Biologie-, Physik- und Chemieklassen) sei für 210 676 Euro vergeben worden, erklärte die Kreisbaumeisterin und freute sich, dass das Angebot um über 44 000 Euro unter dem Kostenansatz liege. Anfang April würden die Ausschreibungspakete für den Bauabschnitt V verschickt, die unter anderem die Abbruch- und Rohbauarbeiten umfassen.
Vandalismus am Schulgebäude
Betroffenheit war in den Gesichtern der Bauausschussmitglieder zu erkennen, als Kreisbaumeisterin Schulz ausführlich über Vandalismus an den Baustellen berichtete. Nicht nur Handwerksfirmen seien davon betroffen, auch an den Schulgebäuden seien sehr hohe Schäden festgestellt worden. Am Samstag, 28. November, seien gegen 22.30 Uhr zahlreiche Graffitis an den Gebäuden der Bauabschnitte I und II sowie am IZBB-Gebäude angebracht worden, sagte Schulz. Glücklicherweise seien die Täter von der Videoüberwachungsanlage gefilmt worden, die auch nachts Infrarotbilder liefere. Die Polizei sei den fünf Tätern, darunter zwei Mädchen, auf der Spur. Was die Beseitigung der Schäden betrifft, konnte Schulz noch keine Angabe zu den Kosten machen.
Auch Landrat Roland Schwing zeigte sich angesichts der sinnlosen Taten verärgert. Da man seinerzeit eine Überwachungsanlage installiert habe, würden die Täter aber sicher gefasst. Das werde dann sicher Nachahmer abschrecken. Auch die Schule wolle bei der Identifizierung der Täter helfen, sagte Schwing und gab den Vandalen noch eine Chance, sich freiwillig zu melden: „Dann kommen sie etwas günstiger davon.“ Auf den Vorschlag von Bürgermeister Manfred Schüßler, die Polizei solle öfter an der Baustelle vorbeifahren, antwortete Schwing, dass die Polizei dies personell nicht leisten könne. Die Polizei fahre jetzt schon freiwillig so oft wie möglich vorbei.
Kostenmehrung durch Preissteigerung
Kreisbaumeisterin Schulz berichtete von Baupreissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich, die man etwa seit dem dritten Bauabschnitt beobachte. Darüber hinaus seien in Abstimmung mit dem Bauausschuss mehrere Wünsche der beteiligten Schulen verwirklicht worden. Aber auch eine neue Lüftungsanlage für die Bauabschnitte III und IV schlage mit 1,3 Millionen Euro zubuche. Dazu seien weitere unerwartete Maßnahmen gekommen, die sich erst im Laufe der Planungsfortschreibung und der Bauphasen ergeben hätten. Rund 759 000 Euro habe man beispielsweise für größere Einzelmaßnahmen ausgegeben, die nicht im FAG-Antrag erfasst sind – beispielsweise Trafostation und Klassenzimmerpavillons. Insgesamt rechne sie mit einer hochgerechneten Bausumme von 39,7 Millionen Euro gegenüber einst geplanten 34,4 Millionen Euro. Schulz hoffte darauf, dass der Landkreis bei der Ausschreibung der Rohbauarbeiten für den fünften Bauabschnitt keine negative Überraschung erleben möge. Allerdings seien die Baupreise seit dem Konjunkturpaket deutlich gestiegen, dämpfte sie die Hoffnungen. Das Kreisbauamt versuche, so viel wie möglich zu sparen, versicherte die Kreisbaumeisterin.
<< Zur Homepage
<< Zu allen Pressemeldungen
Druckerfreundliche Ansicht |