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Pressemeldung vom 13.01.2010 |
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Fünf Bürger mit Ehrenpreis des Landkreises ausgezeichnet
Beim Neujahrsempfang des Landkreises Miltenberg am Montag hat Landrat Roland Schwing fünf Bürger des Landkreises für ihren herausragenden ehrenamtlichen Einsatz mit dem Ehrenpreis des Landkreises ausgezeichnet.
Seit 1994 gebe es diese Auszeichnung, die der Kreistag gestiftet habe. Voraussetzung für eine Ehrung sei, dass der oder die Geehrte sich mindestens 25 Jahre lang in Vereine, Organisationen oder sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen, kirchlichen oder anderen gemeinnützigen Zielen engagiert haben. Der Preis, so Schwing, dürfe an höchsten fünf Personen pro Jahr verliehen werden. Die Geehrten erhalten eine Bronze-Skulptur, die eine Gruppe von Menschen darstellt und aus der eine Figur – symbolisch der zu Ehrende – herausragt.

Lothar Becker (Niedernberg) ist seit 1959 im Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Miltenberg-Obernburg. 44 Jahre lang, von 1965 bis April 2009, war er Kolonnenführers beziehungsweise Bereitschaftsleiter in Niedernberg. Während dieser Zeit wurde unter seiner Federführung und Verantwortung das Rotkreuz-Haus errichtet. Außerdem erreichte er, dass dieses Haus auch durch seine eigene tatkräftige Mithilfe behindertengerecht ausgebaut wurde. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass dort mit Beteiligung der Gemeinde der Seniorentreff „Spätlese“ eingerichtet werden konnte. Becker zeichnete sich durch seine überregionale Mitarbeit auf vielen Gebieten, insbesondere in der Ausbildung und im Katastrophenschutz, aus. Als Ausbilder leitete er zahlreiche Erste-Hilfe-Lehrgänge und war wesentlich an der Gestaltung der Sanitätslehrgänge beteiligt. Zudem war er von 1985 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Miltenberg-Obernburg. „Lothar Becker hat großen Anteil am guten Image der Bereitschaft Niedernberg“, lobte der Landrat.
Dietmar Fichtinger (Stadtprozelten) ist seit 1977 Mitglied der Kirchenverwaltung und übt seit dieser Zeit auch das Amt des Kirchenpflegers ehrenamtlich aus. Er erledigt alle finanziellen Angelegenheiten und fertigt die Buchführung, den Haushaltsplan und die Kirchenrechnung. Außerdem ist er seit über 25 Jahren als Lektor und Kommunionhelfer in der Pfarrei Stadtprozelten tätig. Seit Dezember 2000 ist er auch Wortgottesdienstleiter. Er organisiert zudem die jährliche Sebastiani-Wallfahrt von Stadtprozelten nach Dorfprozelten. Ferner führt er seit über 20 Jahren ehrenamtlich die Vereinskasse der Kolpingfamilie Stadtprozelten.
Otmar Hofmann (Bürgstadt) hat sowohl im Gesang als auch beim Musizieren seine Heimat. Seit über 50 Jahren ist er aktiver Musiker, zuletzt in der Kapelle „Fränkische Rebläuse“ Bürgstadt und der Stadtkapelle Miltenberg. Von 1979 bis 1995 war er musikalischer Leiter der Fränkischen Rebläuse. An verschiedenen Wettbewerben und Wertungsspielen nahm die Kapelle mit sehr guten bis hervorragenden Leistungen teil. Das gleiche Engagement zeigte Hofmann bei den Sängern. Dieses Hobby übt er seit 60 Jahren im Gesangverein Bürgstadt aus. Zusätzlich war er von 1974 bis 2001 Dirigent des Männerchores und von 1981 bis 1999 Dirigent des Frauenchores. Beide Chöre haben unter seine Leitung ein beachtliches Leistungsvermögen erreicht. Auch leitet er seit 2006 den „Senioren-Singtreff“, der alle vier Wochen stattfindet.
Klara Riedel (Elsenfeld) hat im Sport sprichwörtlich ihren „Mann“ gestanden. Frauen, so lobte der Landrat, fänden in vielen Sportdisziplinen schon seit Jahren durch beeindruckende Leistungen Beachtung und Anerkennung. Dazu zählt auch Klara Riedel, die eine „tragende Säule“ im TV Elsenfeld sei. Dort sei sie langjähriges Mitglied im Vorstand mit unterschiedlichsten Aufgabenschwerpunkten. Zu ihren Tätigkeiten zählen vier Jahre als Jugendleiterin, 13 Jahre als Technische Leiterin, 15 Jahre als Abteilungsleiterin und 33 Jahre als Übungsleiterin. Zusätzlich organisierte sie das Gau-Kinderturnfest im Jahre 1984 sowie zahlreiche weitere Sportveranstaltungen.
Ludwig Ritter (Mömlingen) ist ein Sinnbild für ehrenamtliches Engagement im Landkreis. Vor allem im Sport und in der Politik habe Ritter vielfältige Verdienste, lobte der Landrat. So sei er 44 Jahre lang Gemeinderat in Mömlingen, 23 Jahre lang stellvertretender Bürgermeister 33 Jahre lang Mitglied des Bayerischen Landtages und 44 Jahre lang im Kreistag. Geehrt werde er aber für seine Leistungen im Sport. Von 1943 bis 1951 spielte er Fußball in Mömlingen, von 1951 bis 1954 war er Jugendleiter im Radsportverein, von 1953 bis 1955 Bezirksjugendleiter beim Radsportbezirksverband Unterfranken. In Ritters Zeit als Vorsitzender von Viktoria Mömlingen in den Jahren 1968 und 1969 fiel der Bau eines Rasenfußballplatzes mit Kunststoffeinlage. Ludwig Ritter, so der Landrat, „ist der geborene Vereins- und Verbandsfunktionär“, der örtlich und überörtlich erfolgreich wirkte. Seit 1968 ist er Vorsitzender der Bachgau-Pokal-Gemeinschaft (41 Jahre), seit 1965 Vereinsring-Vorsitzender von Mömlingen (44 Jahre), seit 1973 Kreisvorsitzender des BLSV-Kreises Miltenberg ( 36 Jahre), von 1980 bis 2008 war er stellvertretender Vorsitzender des BLSV-Bezirks Unterfranken (28 Jahre), seit 1982 bis heute ist er Vorsitzender des Sportplatzpflegerings im BLSV (27 Jahre), von 1987 bis 2000 war er Vizepräsident im Bayerischen Landes-Sportverband. Die Liste, so der Landrat, ließe sich weiterführen, aber Ritter habe die Ehrungsvoraussetzungen mehrfach erfüllt. Unzählige Sportstätten hätten dank seiner Unterstützung gebaut werden können, bilanzierte Schwing. Dank Ritter habe sich der Landkreis Miltenberg den Namen „Sportlandkreis“ verdient.
„Menschen, die sich engagieren, wie Sie es tun, machen das Leben bei uns heller und bunter. Ich hoffe und wünsche, dass Sie sich auch weiter für die Allgemeinheit bereitstellen und sich mit Ihrer Tat- und Schaffenskraft zum Wohle ihrer Mitmenschen einsetzen“, sagte Schwing nach der Vorstellung der zu Ehrenden und dankte auch den Partnern der Geehrten, die wegen des Ehrenamtes häufig auf den Ehepartner verzichten mussten.
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