04.05.2012
Seniorenbeauftragte bilden sich weiter

18 Seniorenbeauftragte aus dem Landkreis haben Kleinwallstadts Bürgermeister Thomas Köhler und Sozialamtsleiter Manfred Vill am vergangenen Wochenende in der neu hergerichteten Kleinwallstädter Zehntscheune zur zweiten Fortbildungsveranstaltung für Seniorenbeauftragte im Landkreis Miltenberg begrüßt.
Vill zeigte sich erfreut, dass es bis auf zwei Kommunen mittlerweile in allen Gemeinden Seniorenbeauftragte gibt. Der Landkreis setze mit dem Fortbildungsangebot eine Handlungsempfehlung aus dem 2010 beschlossenen Seniorenpolitischen Gesamtkonzept um.
In einer Eingangsrunde berichteten die Teilnehmer über die vielfältigen Situationen der Seniorenarbeit in ihren Herkunftsgemeinden, über ihre Erfolge, aber auch über Schwierigkeiten vor Ort. Als Referentin trat Jutta Stratmann vom Fastra-Institut (Dortmund) auf, eine im gesamten Bundesgebiet tätige Fachfrau, die auch in Bayern Workshops im Auftrag und mit Unterstützung des Bayerischen Sozialministeriums und der Bertelsmann-Stiftung moderiert hat – beispielsweise im Herbst letzten Jahres in Mönchberg.
Stratmann ging sehr flexibel auf die Themenwünsche der Teilnehmer ein. Auf besonderes Interesse stießen Tipps der Referentin zur Bildung von Netzwerken in der örtlichen Seniorenarbeit. Wichtig sei es Stratmann zufolge, durchaus verschiedene „Sinn-Netzwerke“ zu Themen einzurichten, auf die die Netzwerk-Partner auch Lust hätten. Denn, so die Referentin: Der Spaß-Faktor ist für den dauerhaften Bestand eines Netzwerkes letztlich unverzichtbar.
In zwei Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmer zu Konzepten von Begegnungsstätten sowie über Möglichkeiten zur Aktivierung von Senioren zum Ehrenamt aus. Darüber hinaus ging es um neue Wohnmodelle, Finanzierungstöpfe und die Frage, wie der ideale Seniorenbeauftragte aussehen sollte.
Finanziert wurde die Veranstaltung aus einem Teil des Preisgeldes, das der Landkreis im November 2010 von der bayerischen Sozialministerin für sein Landkreis-Seniorenkonzept erhalten hatte.