Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
07.12.2017

Pressemitteilung Sparkasse will Führungsstruktur straffen

In der Führung der Sparkasse Miltenberg-Obernburg wird es im kommenden Jahr Veränderungen geben: So wird der Vorstand vom 1. September 2018 an statt aus drei nur noch aus zwei Personen bestehen. Der Kreisausschuss empfahl gegen zwei Stimmen dem Kreistag, die dafür notwendige Satzungsänderung zu beschließen.

Landrat Jens Marco Scherf, Vorsitzender des Verwaltungsrates, brachte dem Gremium die Änderung des wirtschaftlichen und politischen Umfelds näher, denen sich Banken ausgesetzt sehen: Die Zinsentwicklung schlage auf den Gewinn durch, der regulatorische Aufwand sei besonders für kleinere Banken enorm und auch das Kundenverhalten hin zur Onlinenutzung stelle Banken vor Herausforderungen. Deshalb gelte es, zu reagieren und die Effizienz in den Kreditinstituten zu erhöhen. Ein Schritt, den der Verwaltungsrat der Sparkasse Miltenberg-Obernburg einstimmig beschlossen habe, seien Änderungen in der Führungsebene. So solle die erste und zweite Führungsebene künftig statt aus zwölf nur noch aus neun Personen bestehen. Eine Personalie betreffe Vorstandsmitglied Heinz Peter Kehrer, der Ende August 2018 auf eigenen Wunsch in den vorzeitigen Ruhestand gehen wolle, erklärte Scherf. Der Verwaltungsrat sei sich daraufhin einig gewesen, das Führungstrio der Sparkasse vom 1. September 2018 in ein Führungsduo umzuwandeln. Vorstandsvorsitzender Thomas Feußner werde künftig sein Mandat als Bezirksobmann der Sparkassen in Unterfranken nicht mehr ausüben und sich auf die Sparkasse Miltenberg-Obernburg konzentrieren. Der Vorstandsvorsitzende werde zudem für die Beantwortung von Fragen in der nächsten Kreistagssitzung zur Verfügung stehen, kündigte der Landrat an.

Einstimmig sagte der Ausschuss Ja zur Schaffung einer Brandschutzdienststelle im Landratsamt. Laut Personalchef Gerhard Rüth wolle man den ehrenamtlich tätigen Kreisbrandrat durch eine hauptberufliche Fachkraft im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes entlasten. Rüth stellte das umfangreiche Aufgabengebiet des neuen Stelleninhabers vor, das unter anderem die Abgabe von Stellungnahmen zu Belangen des abwehrenden Brandschutzes (Bauleitplanung, Immissionsschutz, Baugenehmigungsverfahren), die Prüfung bautechnischer Nachweise, das Erstellen von Brandschutznachweisen, Prüfungen und Abnahmen, die Verwaltung der taktisch-technischen Betriebsstelle im Digitalfunk in der Kreisverwaltung, die Mitarbeit in der Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Mitarbeit bei Beschaffungen vorsieht. Um die anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen, seien die Qualifikationsprüfung für die dritte Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt feuerwehrtechnischer Dienst, oder vergleichbare Ausbildungen als Voraussetzung vorgesehen. Rüth stellte klar, dass die weiteren Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz – etwa die Beratung der Gemeinden, die Organisation des Ausbildungswesens, die Besichtigung der Feuerwehren und die Mitarbeit bei der Alarmierungsplanung – weiterhin beim Kreisbrandrat bleiben. Das Konzept sei Rüth zufolge der Kreisbrandinspektion Miltenberg vorgestellt und erläutert worden. Die Inspektion habe Konzept und Vorgehensweise einmütig befürwortet. Nun werde die Stelle in den Stellenplan eingefügt, damit dieser im Rahmen des Haushalts 2018 verabschiedet wird. Die Besetzung der Stelle sei im Laufe des Jahres 2018 vorgesehen. In mehreren Wortmeldungen wurde die Einrichtung der Brandschutzdienststelle von den Kreisräten befürwortet. Für Landrat Jens Marco Scherf ist das Konzept „sehr rund und eine gute Sache.“

Ebenfalls im nächsten Stellenplan soll ein Systemadministrator für die Berufsschule Miltenberg-Obernburg eingeplant werden. Laut Personalchef Gerhard Rüth sei die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Digitalisierung und deren Einfluss auf Arbeitsweisen und Methoden von zentraler Bedeutung für den Bildungsauftrag der Schule. Laut Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle müssten bayerische Schülerinnen und Schüler kontinuierlich und systematisch alle notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten, Kompetenzen und Einstellungen erlernen. Die Lehrkräfte müssten digitale Medien und Werkzeuge souverän und kontinuierlich nutzen, um qualitativ hochwertigen Unterricht zu gestalten. Dazu gehöre auch eine stabile, zeitgemäße technische Ausstattung sowie ein professioneller Support. Erkenntnissen der im Landratsamt Miltenberg eingerichteten Arbeitsgruppe Informationstechnik zufolge habe sich für das Landratsamt ein IT-Bedarf von 980.000 Euro pro Jahr ergeben, für die Schulen 330.000 Euro (Soft- und Hardware sowie Planungskosten, ohne Personal- und Wartungskosten). Speziell an der Berufsschule Miltenberg-Obernburg seien umfangreiche Arbeiten erforderlich, um das IT-Netzwerk auf einen aktuellen Stand zu bringen, da Netzwerk- und Computertechnik stark veraltet seien. Da die Berufsschule unter anderem IT-Kompetenzzentrum ist, müsse dringend eine angemessene IT-Ausstattung zur Verfügung gestellt werden. Laut Rüth habe sich gezeigt, dass die Personalressourcen für die Administration der IT-Infrastruktur an der Berufsschule nicht ausreichen. Aufgrund der Komplexität des Systems und der rund 600 zu betreuenden Rechner und sieben Server halte die Verwaltung eine zusätzliche Stelle für die Administration für notwendig. Der Kreisausschuss zeigte sich offen für die neue Stelle und stellte die Notwendigkeit nicht in Frage. Nach eingehender Untersuchung habe sich herausgestellt, dass die Vergabe dieser Leistung an externe Dienstleister sehr teuer wäre und auch die schnelle Verfügbarkeit bei Problemen kritisch zu sehen sei, beantwortete IT-Leiter Christian Bornkessel eine Frage aus dem Gremium. Die Entscheidung für die neue Stelle fiel einstimmig.
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