Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
30.11.2017

Pressemitteilung Hohe Auszeichnungen für verdiente Bürgerinnen und Bürger

Große Ehre für Birgit Link: Landrat Jens Marco Scherf hat der Schneebergerin am Mittwoch im Landratsamt im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Norbert Elbert, Bernhard Herbig und Eugen Seitz bekamen die kommunale Dankurkunde.

In Anwesenheit von Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, dem Gemeindetagsvorsitzenden Günther Oettinger sowie Bürgermeistern und Vertretern des Kreistags zeigte sich der Landrat stolz darauf, dass in Birgit Link eine Landkreisbürgerin den höchsten Orden des Landes bekommt. Mit der Stiftung des Ordens im Jahr 1951 habe sich die junge Bundesrepublik angeschickt, politische und wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise um das Gemeinwohl zu ehren.

„Es spricht für unsere Demokratie, dass nicht nur Stars, Wirtschaftskapitäne oder Politgrößen mit einem Orden geehrt werden, sondern dass auch Verdienste der so genannten kleinen Leute ihre Anerkennung erfahren“, sagte Scherf. Die Verleihung des Verdienstordens mache deutlich, „wie sehr unser Land die Leistungen seiner Bürgerinnen und Bürger schätzt.“ Birgit Link sei seit 1970 im Roten Kreuz für das Gemeinwesen in vielen Funktionen aktiv. Sie habe im Jugendrotkreuz begonnen, ehe sie in der BRK-Bereitschaft Amorbach wirkte. Von Anfang an habe sie sich über das normale Maß hinaus engagiert, sagte Scherf, schon in jungen Jahren habe sie Leitungsaufgaben übernommen. Unter anderem sei sie von 1989 bis 2001 Bereitschaftsleiterin gewesen, seit 2001 sei sie stellvertretende Bereitschaftsleiterin. Link habe sich zudem auf Kreisverbandsebene als stellvertretende Sozialdienstleiterin und stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin engagiert. Daneben habe Link sich auch überdurchschnittlich in der Behindertenarbeit betätigt und 32 Jahre lang die Treffen für Menschen mit Behinderung im Rotkreuzhaus Amorbach organisiert. Seit 15 Jahren leite Link den Arbeitskreis Bewegungsprogramme und organisiere halbjährliche Treffen sowie Fortbildungsveranstaltungen für Übungsleiterinnen. Scherf wusste auch, dass Link Übungsleiterin in der Rot-Kreuz-Gymnastik und Wassergymnastik ist und seit rund 19 Jahren eigene Gruppen wie eine Trockengymnastikgruppe und fünf Wassergymnastikgruppen leitet.

Mit Elan und Zielstrebigkeit, Kompetenz und Erfahrung habe Link viel bewegt, lobte Scherf. Menschen wie sie zeigten, „dass unsere Gesellschaft nicht so kalt oder egoistisch ist, wie ihr manchmal nachgesagt wird.“ Die viel beschworene Zivilgesellschaft „existiert und hat mit Menschen wie Ihnen ein Gesicht“, sagte Scherf zur Geehrten. Link fühlte sich „unendlich geehrt“, fast wie eine Oscar-Gewinnerin. Ihre Leistungen wären aber nicht möglich gewesen, wenn nicht Familie und Rotes Kreuz hinter ihr gestanden hätten.

Scherf überreichte anschließend im Auftrag des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann drei kommunale Dankurkunden an Gemeinderäte aus dem Landkreis. Norbert Elbert (Sulzbach) ist seit 1999 Marktgemeinderat und seit 2002 stellvertretender Bürgermeister, Bernhard Herbig (Großheubach) ist seit 1998 Marktgemeinderat und seit 2014 Fraktionsvorsitzender, Eugen Seitz (Niedernberg) ist seit 1998 Gemeinderat.
Die Urkunde sei Dank und Anerkennung für langjähriges verdienstvolles Wirken im Dienst der kommunalen Selbstverwaltung, so Scherf. Voraussetzung für eine solche Ehrung sei eine mindestens 18 Jahre andauernde Tätigkeit in einem kommunalen Gremium. Drei volle Wahlperioden Gemeinderatsarbeit seien gleichbedeutend mit hoher Verantwortung, großem Engagement und Durchhaltevermögen, stellte der Landrat fest. In der Kommunalpolitik vollzögen sich das Leben und die politische Willensbildung am unmittelbarsten, fand er und stellte die Bedeutung der Kommunalpolitik heraus. Hierfür brauche es Menschen mit großem Verantwortungsgefühl, sehr großer Einsatzbereitschaft und ausgeprägtem Bürgersinn. Die zu Ehrenden hätten „über diese lange Wegstrecke hinweg durch verantwortungsvolles Handeln und zielorientiertes Entscheiden die Entwicklung ihrer Heimatgemeinden entscheidend mitgeprägt.“

Für den Vorsitzenden des Kreisverbandes des Bayerischen Gemeindetages, Großheubachs Bürgermeister Günther Oettinger, sind die Geehrten „eine besondere Art von Menschen, die für Andere Verantwortung übernehmen.“ Die Gesellschaft könne nur funktionieren, wenn es diese Aktiven gibt. Die Bürgermeister wüssten genau, dass sie in ihnen verlässliche Mitbürgerinnen und Mitbürger hätten, die persönliche Interessen im Sinne der Allgemeinheit zurückstellen. „Machen Sie bitte weiter so“, bat er die Geehrten.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Klarinettentrio der Musikschule Miltenberg mit Charlotte Hinz, Klara Paulus und Clara Schmid.

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Ehrungen für verdiente Bürgerinnen und Bürger im Landratsamt mit (von links) dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags Günther Oettinger, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Eugen Seitz, Birgit Link, Bernhard Herbig, Norbert Elbert und Landrat Jens Marco Scherf.

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