Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
10.11.2017

Pressemitteilung 22 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger

Der Landkreis Miltenberg hat seit Mittwoch 22 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Anstelle des kurzfristig verhinderten Landrats Jens Marco Scherf überreichte sein Vertreter im Amt, Gerald Rosel, gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, Günther Oettinger, Einbürgerungsurkunden. Mehrere Mitglieder der im Kreistag vertretenen Fraktionen wohnten der Feier ebenfalls bei.

Rosel freute sich über die mittlerweile 30. Einbürgerungsfeier im Landkreis und wies darauf hin, dass aus diesem Anlass ein „Buch zur Erinnerung“ mit einem Vorwort von Landrat Jens Marco Scherf erstellt worden sei, das bei den Feiern ausgelegt wird und in dem die Eingebürgerten ihre Gedanken niederschreiben können. Rosel ging in der Folge auf zahlreiche Begriffe ein, die Menschen aus anderen Ländern zu Deutschland einfallen. Die Palette der Begriffe, die von A bis Z reichte, umfasse unter anderem Wörter wie Artikel 1 Grundgesetz, Butterbrot, Bratwurst und Bier, aber auch Einigkeit und Recht und Freiheit, Gleichberechtigung, Integration, Innovation, Kartoffel, Nationalmannschaft, Pressefreiheit, Pünktlichkeit, soziale Marktwirtschaft, Umweltschutz, Unordnung, Wirtschaftswunder 4.0, Wald, Zuversicht und Zusammenhalt. All diese Worte stammten aus Rückmeldungen von ausländischen Menschen, erklärte Rosel und erläuterte die Bedeutungen hinter diesen Worten. In der Einbürgerungsfeier erhielten 22 Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber aus zahlreichen Ländern ihre Urkunden, führte Rosel aus: Fünf aus der Türkei, jeweils drei aus Kroatien und Portugal, jeweils zwei aus dem Vereinigten Königreich, aus Marokko, Polen und der Ukraine sowie jeweils einer aus Brasilien, der Dominikanischen Republik und Kolumbien.

Nach dem gemeinsam gesprochenen Bekenntnis der Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber wurde diese gemeindeweise nach vorne gerufen, wo sie ihre Urkunden und Glückwünsche der örtlichen Bürgermeister entgegennahmen.

Für die neuen deutschen Staatsbürger fasste Nataliya Meyer ihre Gedanken zur Einbürgerung zusammen. Die in Kiew (Ukraine) Geborene bezeichnete das Jahr 2001 als ihr Schlüsseljahr, da sie in diesem Jahr heiratete, Mutter wurde und ihrer Heimat den Rücken kehrte. Sie habe die deutsche Lebensart, Kultur und Sprache schon immer als angenehm empfunden, beschrieb sie ihre Einstellung. Deshalb sei es ihr von Beginn an sehr am Herzen gelegen, sich in diese Kultur einzufinden. Die deutsche Sprache erlernte sie am Goethe-Institut in Kiew, anschließend in Frankfurt am Main. Zunächst in Laudenbach, nun in Miltenberg, lebte sie sich rasch ein und verwies auf die Integration in der Dorfgemeinschaft, in Elternbeirat und Vereinen sowie auf zahlreiche neue Freundschaften. „Ich bin zufrieden mit diesem Leben und freue mich in Miltenberg eine Heimat gefunden zu haben. Ich fühle mich hier sehr wohl, “ lautete ihr Fazit.

Im Namen der Bürgermeister des Landkreises begrüßte Günther Oettinger die neuen Landsleute. „Wir freuen uns, dass Sie diesen Weg gegangen sind“, sagte er. Es sei sicherlich nicht leicht gewesen, glaubte er, „aber Ihr Wunsch, Deutscher zu werden, macht uns auch stolz.“ Das sei ein Zeichen für die Attraktivität Deutschlands. Die in Deutschland vorgefundene Freiheit sei aber auch mit Pflichten verbunden, gab er den neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern mit auf den Weg.

Dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied schloss sich ein Empfang an, bei dem ausreichend Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch gegeben war.

Musikalisch umrahmt wurde die Einbürgerungsfeier, die vom Team um Rudolf Elbert perfekt organisiert wurde, vom Acoustic Quintett aus Bürgstadt mit Amelie Schneider und Luisa Elbert (beide Violine), Henrik Schneider (Cajon), Nicolas Jahn (Bass) und Kevin Wolz (Gitarre). Das Quintett präsentierte auch den von Luisa Elbert selbst geschriebenen Song „Meine Welt ist Deine Welt“, der von den Gästen mit viel Applaus honoriert wurde. 

2017-11-10_Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
Die 22 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stellten sich mit Gerald Rosel (links) und Günther Oettinger zum Gruppenbild

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